Älteste Wittschauerin – vital mit 90 Jahren

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Wittschau/Leuchtenberg. Die Landwirtschaft, Kolonialwarenladen und Schmeidl Zaunwerk gehörten früher in die Welt von Theresia Schmeidl. Wie sich die älteste Wittschauerin fit hält, erzählte sie ihren Gästen zu ihrem 90. Geburtstag. 

Von Sieglinde Schärtl 

90 Geburtstag Leuchtenberg Theresia Schmeidl Wittschau

Ihren 90. Geburtstag feierte Theresia Schmeidl aus Wittschau (vorne Mitte mit Stock und Urenkel) mit Familie, Freunden und Musikern. Bild: Sieglinde Schärtl

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Theresia Schmeidls Geburtstagsdatum ist besonders schön: Sie ist am 29.9.29 geboren. Zum 90. Geburtstag bereitete ihr ihre Familie heuer eine besondere Feier. Musiker aus München – die Künstlergruppe „Schicksalscombo“ -, und weitere Künstler ließen das Geburtstagskind und ihre Gäste aufhorchen – vor allem auch Enkelin Kathrin Anna Stahl: Sie sang gemeinsam Gstanzln mit Anton Leiß-Huber sowie Arien, teilweise begleitete sie Julian Schwarz auf dem Akkordeon.

Von der Schmiede zum Holzwerk

Theresia Schmeidl wurde in Lückenrieth geboren und wuchs im Elternhaus Fleischmann „Schmied“ (Hausname) auf. Sechs weitere Geschwister gehörten zur Familie. Da zur Schmiede auch ein Bauernhof gehörte lernte Schmeidl schon früh die Arbeit kennen. Täglich legte sie den Fußweg zur Volksschule nach Leuchtenberg und Messfeiern zurück.

1954 heiratete sie Georg Schmeidl – und damit ins „Gschmeil-Anwesen“ (Hausnamen) ein. Zusätzlich zur Landwirtschaft kümmerte sie sich ab dann um den Kolonialwarenladen – stets sehr gerne und akkurat. Nach und nach wuchs die Familie mit Roswitha, Gertrud, Alfons und Rainer.

Georg Schmeidl übernahm später das Holzwerk seines Vaters, in dem Straßenpfosten und Schneezeichen von Hand hergestellt wurden. Seine Frau und er bauten das Familienunternehmen weiter aus. „Da war uns ihre keine Arbeit zu schwer“, erinnert sich Theresia. In ihre Fußstapfen ist inzwischen Sohn Rainer getreten.

So hält sich Theresia Schmeidl jung 

Ihre 90 Jahre sieht man Theresia Schmeidl nicht an – ihr Wohlfühl-Rezept: „Täglich aufstehen, sich fertig machen, kochen, spazieren gehen, lesen und regelmäßige Kirchenbesuche in Döllnitz oder in der Kapelle in Wittschau.“ Sie lebt bei Sohn Rainer und Familie, seit 1990 alleine, als ihr Mann verstarb.

Inzwischen hat sie auch viele Enkel (Theresa, Kathrin-Anna, Antonia, Michael, Marina, Helena, Linda und Arnold) und Urenkel Jannik, Hannah, Noah, Vinzenz, Sarah, Ludwig, Laurentin und Valentina. Gemeinsam mit ihnen und im Kreise der Familie samt Cousinen, Nichten, Neffen feierte die älteste Wittschauerin im Schützenhaus, dem ehemaligen Schulhaus in Döllnitz.

Pfarrer Adam Nieciecki gratulierte für die Expositur St. Jakobus Döllnitz der treuen Kirchgängerin und Bürgermeister Anton Kappl für die Marktgemeinde Leuchtenberg mit Präsenten.

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