Unfall nach Verfolgungsjagd: Raser überschlägt sich mehrfach

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Weiden. Gestern Nacht gegen 23:10 Uhr bemerkte eine Polizeistreife ein Auto, das entlang des Radweges an der B22 in Richtung Ortsteil Hammerweg fuhr. Die Beamten entschlossen sich, dass Fahrzeug zu kontrollieren und mussten sich danach eine Verfolgungsjagd mit dem Autofahrer liefern.

Den Daimler Benz, Typ C220, konnten die Polizisten antreffen, als dieser von der Pfeiferstraße her kommend über die Johann-Sebastian-Bach-Straße in den Hammerweg einbog. Als der Fahrer die Beamten jedoch bemerkte, beschleunigte er sein Auto und fuhr mit extrem überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Dr.-Martin-Luther-Straße, um sich der Kontrolle zu entziehen.

An der Einmündung zur Dr.-Martin-Luther-Straße auf Höhe des Eisstadion übersah der Autofahrer (29) aus dem Raum Saal a.d.Donau, nicht zuletzt wegen der überhöhten Geschwindigkeit, die dort befindliche Verkehrsinsel und raste über diese hinweg. Hierbei durchbrach er einen Lichtmast. Das Fahrzeug wurde hochgeschleudert und überschlug sich mehrfach. Nach rund 50 Metern kam das Auto direkt an der dort befindlichen Brücke auf dem Dach zum Liegen.

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Fahrer versucht zu flüchten

Der 29-Jährige war trotzdem noch gewillt zu flüchten, kletterte selbstständig aus dem Fahrzeugwrack und wollte weglaufen. Durch die anwesenden Polizeibeamten konnte er aber festgenommen werden. Sowohl der Unfallverursacher als auch sein Beifahrer verletzten sich trotz des mehrfachen Überschlags nur leicht. Der Rettungsdienst brachte sie ins Klinikum Weiden.

„Grund für den Fluchtversuch dürfte unter anderem gewesen sein, dass der Fahrer nicht unerheblich alkoholisiert war. Ob er auch noch unter dem Einfluss von Drogen stand, wird abgeklärt“, so der Sprecher der Polizei Weiden.

Unfallstelle für zwei Stunden gesperrt

Am Auto entstand ein Totalschaden in Höhe von rund 25.000 Euro. Der Sachschaden an den Lichtmasten dürfte sich auf etwa 2.000 Euro belaufen. Diese musste durch die Feuerwehr Weiden in Zusammenarbeit mit der Firma Bayernwerke vollständig entfernt werden. Die Unfallstelle wurde zur Bergung des Autos und der Aufräumarbeiten für rund zwei Stunden komplett gesperrt. Der Unfallverursacher muss sich nun strafrechtlich wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Alkohol und der fahrlässigen Körperverletzung strafrechtlich verantworten.

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