Afrika mit Oldtimer, Voodoo und Hund: Multimedia-Show im Kunstverein Weiden

Weiden/Regensburg. Im Rundhauber-Oldtimer namens Frau Scherer ziehen die Regensburger Designerin Berit Hüttinger mit Mann und Hund in die Welt, diesmal nach Westafrika. Berit Hüttinger erzählt von ihren Abenteuern in einer Multimedia-Show am Samstag, 15. Oktober, 19 Uhr, im Kunstverein Weiden. Der Eintritt ist auf Spendenbasis.

Berit Hüttinger erzählt von ihren Reisen. Im Buch und bei einer Multimediashow. Bild: Berit Hüttinger

Vodoo, Corona, Federbruch

Ein Jahr will das Trio unterwegs sein, um zum Voodoo-Festival in den Benin und wieder zurückzufahren. Doch nach nur sieben Monaten sorgt die Covid-Pandemie für ein jähes Ende der lang geplanten Reise. Auch sonst verläuft längst nicht alles wie geplant. Da ist die Verwechslung mit einem international gesuchten Mörderpaar, ein beunruhigender Voodoo-Zauber in Benin und Frau Scherer macht weitere Scherereien: Federbruch.

Vom Blog zum Buch

Über ihre Reisen mit Oldtimer Frau Scherer hat Hüttinger bereits das zweite Buch geschrieben, erzählt sie. „Los ging das alles eher privat, mit einem Blog für Verwandte und Freunde. Eine Freundin hat mir geraten, das mal an einen Verlag zu schicken. Dann ging alles recht schnell.“

Liebe zur Musik

Die Liebe zur afrikanischen Musik hat das Trio nach Westafrika verschlagen. „Wir sind beide musikinteressiert, Musik aus Westafrika lieben wir, insbesondere aus Mali, den Mali Blues.“ In ihrem Buch gibt es vor jedem Kapitel QR-Codes, die auf Musiker verweisen, mal bekanntere, mal Videos mit ein paar Hundert Klicks. Auch im Multimedia-Vortrag gibt es immer wieder Musikbeispiele zu hören.

Eine Reise auf eigene Faust nach Afrika würde sie nicht jedem empfehlen. „Man muss die Sicherheitslage im Auge behalten. Monate vorher lese ich über die Länder schon alles, was ich in die Finger kriegen kann.“ Doch brenzlige Situationen habe sie nie erlebt. Beim Voodoo-Festival, das sie in Benin besuchten, trafen sie auch viele Rentner aus Baden-Württemberg.

Spenden für „Sea Eye“

Eigentlich wollte das Trio sieben Monate bleiben. Doch Corona hat ihre Pläne durchkreuzt. Mitten in der Elfenbeinküste ereilte sie ein Lockdown. Wie sie überhaupt nach Deutschland zurückkamen und vieles mehr, erzählt Hüttinger in Buch und Vortrag.

Die Einnahmen für den Vortrag gehen zu 100 Prozent an die Regensburger Seenotretter von „Sea Eye“. Damit wolle sie auf das Privileg von weißen Menschen aufmerksam machen, überhaupt in Afrika herumzureisen.

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