Etzenricht und Weiden glänzen bei Kümmersbrucker Seifenkistenrennen

Kümmersbruck. Beim dritten Seifenkistenrennen in Kümmersbruck traten heuer neben bekannten Lokalmatadoren auch Teilnehmer aus Weiden, Etzenricht und der Tschechischen Partnergemeinde Holysov an. Sie stellten mit dem jüngsten, dem ältesten und dem schwersten Teilnehmer sowie der schönsten Kiste mehr als ein Drittel des 18-köpfigen Feldes.

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Etzenrichter und Weidener Beteiligung am Seifenkistenrennen in Kümmersbruck. Vorne mit dabei: Karl Seiler und Familie!

Nach der Begrüßung durch Feuerwehr-Vorstand Christoph Richter, Bürgermeister Roland Strehl, Volksbank-Chef Dieter Peintner und Moderator Tom Retzer startete als erstes Team die Karriereberatung der Bundeswehr aus Weiden. Die weiteste Anreise hatte die tschechische Feuerwehr aus Holysov, südwestlich von Pilsen, die den Leichtbau ihres „Löschfahrzeugs“ durch die beeindruckende Körperfülle seines Fahrers und des Anschiebers ausglich.

Für das Team „Weiden Anno 1960“ brachte der damalige Stadtmeister Karl Seiler aus Etzenricht neben der restaurierten Original-Seifenkiste noch einen einfachen Nachbau auf einem Kettcar und eine nach den Vorschriften des Deutschen Seifenkisten-Derby gebauten Renner an den Start. Die Kreidler- und Mopedfreunde Oberpfalz traten mit ihrer bereits beim Seifenkistenrennen in Weiden eingesetzten Kiste an, konnten einen Radbruch reparieren und stellten ihre für den Verkauf gedachtes Audi-Tretauto am Schluss spontan für eine Verlosung zur Verfügung.

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Für die Galerie Recknagel hatte Pierre Herve Glatigny bereits in Weiden einen Citröen 2CV auf Seifenkisten-Format geschrumpft. Das nach seiner Tochter „Cocotte“ (Schatz) benannte Fahrzeug bestach wieder nicht durch Geschwindigkeit, wohl aber durch die liebevolle Ausführung vieler Details bis zum Cabrio-Rolldach und einem aufgesetzten Koffer. Lohn der mehr als 100-stündigen Arbeit war der Preis für die kreativste Kiste, den sich der Franzose mit den Pegasus-Pferden von Selina Ernst und Mira-Cassandra Reuß teilte.

Nachwuchs glänzt bei Seifenkistenrennen

Die schnellste Kiste hatte – wie vor zwei Jahren – Lokalmatador Stefan Franz von „Flying Forward“. Dicht auf den Fersen war ihm Maximilian Seiler (10), der sich den zweiten Platz noch vor dem „Flying Bauhof“ mit Bernhard Schießlbauer/Robert Bauer sicherte. Opa Karl Seiler schaffte mit 73 Jahren immerhin noch den fünften Platz und der neunjährige Korbinian Seiler rundete als jüngster Teilnehmer mit dem sechsten Platz den Erfolg des Etzenrichter Teams ab. Die Auszeichnung „beste Fangemeinde“ ging an die Kümmersbrucker „Kirwaleit“.

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Bilder: Karl Seiler 

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