Franz Koller soll SpVgg SV aus der Misere führen

Weiden. Der Trainer, der den Fußball-Bayernligisten SpVgg SV Weiden ab sofort aus der Abstiegsregion führen soll, ist gefunden. Gestern Abend präsentierten Sportvorstand Philipp Kaufmann und Interimscoach Rainer Fachtan mit dem Ränkamer Franz Koller bei einer Pressekonferenz im VIP-Raum des Funktionsgebäudes den neuen Mann. Ex-Trainer Tomas Galasek legte Anfang Oktober sein Amt ab. 

Von Stephan Landgraf

Franz Koller (r.) bejubelte im Juni noch den Landesliga-Aufstieg des SV Neukirchen Hl. Blut, ehe er nach einer Pause nun die SpVgg SV Weiden zum Klassenerhalt führen soll. Foto: S. Landgraf
Franz Koller (r.) bejubelte im Juni noch den Landesliga-Aufstieg des SV Neukirchen Hl. Blut, ehe er nach einer Pause nun die SpVgg SV Weiden zum Klassenerhalt führen soll. Foto: S. Landgraf

Der 40-jährige Niederbayer trainierte zuletzt den TSV Kareth-Lappersdorf und den SV Neukirchen b. Hl. Blut. Franz Koller ist in der Oberpfalz durchaus bekannt. Der ehemalige Landesliga-Spieler coachte knapp fünf Jahre die erste Mannschaft der DJK Vilzing, dann folgte ein zweieinhalbjähriges Engagement beim FC Ränkam. Zuletzt war der impulsive Ränkamer beim TSV Kareth-Lappersdorf und führte den Klub im vergangenen Sommer zur souveränen Bezirksliga-Meisterschaft.

Im Herbst legte der DFB-Stützpunkttrainer sein Amt trotz ordentlicher Zwischenbilanz aber überraschend nieder, ehe Anfang 2016 ein weiteres Engagement beim SV Neukirchen beim Heiligen Blut folgte. Koller trat dort die Nachfolge von Thomas Iglhaut (27) an, der nach der Entlassung von Hermann Treml (41) in den letzten drei Spielen vor der Winterpause als Interimsspielertrainer fungiert hatte.

Koller sorgt für Aufstieg

Den SVN führte Koller über die Relegation schließlich in die Landesliga, als er sich mit seiner Elf in einem denkwürdigen Spiel Anfang Juni beim FC Amberg II mit 5:1 nach Elfmeterschießen durchgesetzt hatte. Die Weiterarbeit in der Landesliga kam mit dem SV Neukirchen dann nicht zustande: „Es ist natürlich Wahnsinn, dass ich mich mit dem Aufstieg verabschieden kann. Hätte mir das im März jemand prognostiziert, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, hatte Koller, der auf eigenen Wunsch nicht weitermachte, nach dem Aufstieg gesagt.

„Nur aufgrund der Hartnäckigkeit von Abteilungsleiter Christopher Gierstl habe ich mich breitschlagen lassen, dass Traineramt in Neukirchen zu übernehmen. Ich habe aber von vornherein gesagt, dass ich nur bis zum Saisonende zur Verfügung stehen werde. Ich bin einfach platt und brauche eine Pause“, berichtete der A-Lizenzinhaber, der seit Jahren im DFB-Juniorenstützpunkt Cham als Honorartrainer beschäftigt ist. Diese Pause ist nun mit seinem Einstieg in Weiden beendet.

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