Gesundheitsprävention: „Von Waldthurn lernen heißt siegen“

Waldthurn. Das Projekt „NEUN2727 – gut leben im Waldthurner Land“ ist nach insgesamt fünf Jahren im Sommer ausgelaufen. Die Universität Regensburg hat das Projekt über die gesamte Laufzeit begleitet.

NEUN2727-Koordinatorin Doris Völkl stellt die Ergebnisse der Befragung vor: Foto Franz Völkl
NEUN2727-Koordinatorin Doris Völkl stellt die Ergebnisse der Befragung vor: Foto Franz Völkl
NEUN2727 - Steuerungskreis, AOK - Vertreter, beteiligte Mitarbeiterinnen der Marktverwaltung sowie das Marktgremium stellen sich zum NEUN2727 - Abschlussfoto. Foto: Franz Völkl
NEUN2727 – Steuerungskreis, AOK – Vertreter, beteiligte Mitarbeiterinnen der Marktverwaltung sowie das Marktgremium stellen sich zum NEUN2727 – Abschlussfoto. Foto: Franz Völkl
Doris Völkl stellt die Ergebnisse der Befragung vor. Foto: Franz Völkl
Doris Völkl stellt die Ergebnisse der Befragung vor. Foto: Franz Völkl
Foto Franz Völkl
Foto Franz Völkl
Foto Franz Völkl

Vergangene Woche trafen sich im Waldthurner Rathaus Bürgermeister Josef Beimler, NEUN2727-Koordinatorin Doris Völkl, der Steuerungskreis, AOK-Beiratsvorsitzende Gabi Hübner, ihr Stellvertreter Lothar Höher sowie AOK-Direktor Jürgen Spickenreuther. „Das ist ein nachhaltiges Projekt, das mit 122 durchgeführten Veranstaltungen – trotz Corona – in die Geschichte des Marktes eingehen wird“, meinte Josef Beimler einleitend.

„Wir durften so manchen Termin wegen der großen Nachfrage doppelt anbieten“, erklärte Völkl. „Von Waldthurn lernen heißt siegen“, meinte Höher kurz und bündig. Jürgen Spickenreuther betonte, diese Aktion sehr gerne unterstützt zu haben. „So ein Projekt in dieser Qualität zu stemmen, das braucht Power und das Ergebnis ist eine echte Steigerung der Lebensqualität“.

„Ein Dienstag der Hoffnung“

Doris Völkl stellte kurz die Entstehung, angefangen vom Waldthurner Sternlauf im Juni 2017, den ersten Kontakt mit der AOK, die erste Besprechung mit dem Bürgermeister und Landarzt Dr. Nikolaus Globisch bis zur Endevaluierung vor. Gerade in den Coronazeiten war der wöchentliche Kursbetrieb, sobald er wieder möglich war, für viele Teilnehmer ein „Dienstag der Hoffnung“.

„Wichtig war für mich, ein Bewusstsein zu schaffen und die Verantwortung für die eigene Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen“, erklärte die Präventologin Völkl, die anschließend die Auswertungsergebnisse vorstellte. 30 Personen haben angegeben, durch dieses Projekt einen wahrgenommenen positiven Effekt für ihre eigene Gesundheit konkret festgestellt zu haben. Manche haben sich durch die Teilnahme in die Gemeinde integriert und auch gegenseitige Unterstützung erfahren.

Zentraler Gegenstand der Abschlussbefragung war eine Querschnittbefragung aller in Waldthurn lebenden 593 Seniorinnen und Senioren mit über 60 Jahren unabhängig von einer Projektteilnahme. Die Uni Regensburg war beeindruckt von der Rücklaufquote von 33 Prozent, wobei 196 Personen die umfangreichen Fragebögen anonym ausgefüllt haben.

Altersgruppe lässt sich noch besser eingrenzen

Ein Ergebnis der Evaluierung war, dass hauptsächlich 65- bis 74-Jährige die Angebote nutzten. Die Veranstaltungen mit den Dozenten sowie die Organisation und Abläufe der Kurse und Vorträge wurden stets mit sehr gut oder gut bewertet. Die meistgenannten Gründe für eine Projektteilnahme waren bei beiden Geschlechtern ein generelles Interesse an den Themen der Projektveranstaltungen sowie der Aspekt etwas für die eigene Gesundheit zu tun.

83 Prozent der Personen, die am Projekt teilgenommen haben, sind der Überzeugung, dass regelmäßige Bewegung gut für ihre Gesundheit ist. Die Hauptgründe für eine Nichtteilnahme waren gesundheitliche Einschränkungen (25,2 Prozent), fehlende Zeit (38,8 Prozent) sowie kein Interesse am Thema. Vor allem für Frauen war die Teilnahme am Projekt eine gute Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu schließen. Sie gaben häufiger als Männer an, aufgrund der Projektteilnahme nun mehr auf eine gesunde Ernährung zu achten.

Grundsätzlich sei festzuhalten, dass durch das Projekt „NEUN2727 – Gut leben im Waldthurner Land“, eine Sensibilisierung für die Thematik Gesundheitsförderung in der Bevölkerung sowie bei den politischen Entscheidungsträger der Marktgemeinde Waldthurn stattgefunden hat.

Bereicherung für Gesellschaft – Koordinatorin der entscheidende Faktor

„Das Angebot und das Wissen von 92727 war eine Bereicherung privat und gesellschaftlich. Das ist unbezahlbar. Vielen Dank“, so lautete ein Kommentar im Evaluierungsbogen. „Ihr Einfallsreichtum, immer die passenden Referenten zu finden, verdient für die Koordinatorin Doris Völkl höchste Anerkennung und großes Lob. Ich vermisse jetzt schon die Dienstagnachmittage. Ich kenne keine andere Gemeinde, die sich so um ihre Bürger bemüht, wie Waldthurn.“

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