Marktratssitzung Waldthurn: Neues Löschfahrzeug sorgt für Diskussionen

Waldthurn. Das Interesse an der November-Marktratssitzung war enorm. Die Zuschauerplätze waren alle besetzt. Zusätzliche Sitzgelegenheiten mussten geholt werden.

Das Feuerwehrgerätehaus der Lennesriether Wehr in Albersrieth.  Foto: Franz Völkl
Das Feuerwehrgerätehaus der Lennesriether Wehr in Albersrieth. Foto: Franz Völkl
Das 30 Jahre alte TSF der Freiwilligen Feuerwehr Lennesrieth soll ersetzt werden. Foto: Franz Völkl
Das 30 Jahre alte TSF der Freiwilligen Feuerwehr Lennesrieth soll ersetzt werden. Foto: Franz Völkl
Das Areal der geplanten Bikesportanlage unterhalb des Rehazentrums Waldthurn. Foto: Franz Völkl
Das Areal der geplanten Bikesportanlage unterhalb des Rehazentrums Waldthurn. Foto: Franz Völkl
Das Rathaus von Waldthurn. Foto: Franz Völkl
Das Rathaus von Waldthurn. Foto: Franz Völkl
Foto Franz Völkl
Foto: Franz Völkl
Foto: Franz Völkl
Foto Franz Völkl

Einer der zentralen Tagesordnungspunkte war die Ausgestaltung der Ausschreibung eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs TSF-L für die Freiwillige Feuerwehr Lennesrieth.
Laut Bürgermeister Josef Beimler sei man bisher von einen Kostenrahmen von 150.000 bis 210.000 Euro ausgegangen, plötzlich liege dieser bei 305.000 Euro, was man sich nicht leisten könne. Auch die Führerscheinproblematik müsse man diskutieren. Man habe nach Alternativen gesucht, wobei ein Anbieter bei einer vagen Kostenschätzung von 220.000 Euro liegen würde.

Führerscheinproblematik

Roman Bauer warnte, ein Fahrzeug über 7,5 Tonnen zu kaufen, da hierfür der „2er-Führerschein“ also Klasse C nötig sei. Hans-Peter Reil meinte, die Kosten für den C-Führerschein müsse eben die Feuerwehr Lennesrieth selbst tragen. Nach Mitteilung der Ortsfeuerwehr haben 14 von 29 namentlich erfassten Mitgliedern einen entsprechenden C-Führerschein (über 7,5 Tonnen) – und von der Altersstruktur auch in 20 Jahren stehen noch zirka ein Dutzend Führerscheininhaber der aktiven Wehr zur Verfügung stehen.

Feuerschutz Kommunalaufgabe

Dr. Johannes Weig sagte, Feuerschutz sei Kommunalaufgabe und wenn eine Feuerwehr die Kosten für einen Führerschein der Klasse C beantragt, sei es Pflicht, diese Führerscheinkosten durch die Gemeinde zu bezuschussen. Er verstehe die Aussage des neuen Anbieters aus Görlitz nicht, dieser könne nach eigenen Angaben derzeit nicht versprechen, ob das Angebot des neuen Fahrzeugs mit einem Gesamtgewicht von über oder unter 7,5 Tonnen gilt. Dies müsse diese Firma zuvor klar festlegen, damit man dann auch die Führerscheinproblematik überdenken könne. Sollte bei einer Ausschreibung nur ein Anbieter ein Angebot abgeben, müsse man diesen dann annehmen. Die Regierung der Oberpfalz habe bereits einen Förderbescheid erlassen und einen fixen Förderzuschuss in Höhe von 46.200 Euro zugesagt.

Beschluss

„Wir schreiben heute noch nicht aus, wir setzen uns, die Bürgermeister, die Fraktionssprecher und die Lennesriether Feuerwehr nochmal zusammen. Wenn wir ausschreiben, dann unter neun Tonnen“. Die Firma in Görlitz solle laut Beimler das günstige Fahrzeug anbieten, mit der Option, dass es unter 7,5 Tonnen abgelastet werden kann. Sollte eine „Ablastung“ nicht möglich sein, müsse sich die Feuerwehr vorerst verpflichten, keine Anträge zur Führerschein-Bezuschussung der Führerschein zu stellen. Schließlich wurde mit zwei Gegenstimmen dieser Beschluss im Gremium gefasst.

EFRE – Maßnahme Lobkowitz – Schloss

Hinsichtlich der Finanzierung und Abrechnung des Lobkowitzschlosses bleibe der Marktgemeinde mit bisherigen 1.770.00 Euro bei einer Förderung von zirka 1,4 Millionen Euro und verbleibenden Kostenrahmen von 374.847 Euro im Kostenrahmen. Die Abrechnung müsse bis 31. Dezember 2022 erfolgen.

Bikesportanlage (Pumptrack) am Badeweiher – Freizeitzentrum

Hinsichtlich der geplanten Bikesportanlage (Pumptrack) unterhalb des Rehazentrums müsse man laut Roman Bauer noch einmal über die entsprechenden Kosten von bisher 23.000 Euro reden. Diese Anlage wäre für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet. Beginn der Bauarbeiten sei für das Frühjahr vorgesehen. Auch Kinder ohne Mountainbikes oder mit Laufrädern können laut Planungsfirma ihren Spaß dabei haben.

Wasserschaden bei der Kinderkrippe

Hinsichtlich des Wasserschadens in der Kinderkrippe habe man alles geöffnet und die Isolierung entfernt. Die Firma Härtl habe die Möbel abgebaut und der Estrich wurde aufgesägt. Ab Anfang Dezember wolle man mit der Trocknung beginnen. Der Schaden in Höhe von 55.000 Euro wurde der Versicherung gemeldet.

Ist das Informationszentrum das ganze Jahr offen?

Da fast täglich Besucher der Freizeitanlage und der Geschichtstafeln nach der Öffnung des Informationszentrums (Kiosk) fragen, haben Anwohner mit mehr als 40 Unterschriften die Marktgemeinde aufgefordert, den Kiosk ganzjährig zu öffnen. Bürgermeister Beimler verwies auf einen Beschloss des Marktrats, den Kiosk nur bei Badebetrieb zu öffnen.

Nachdem die Freizeitanlage durch die Renovierung des Kiosks äußerst attraktiv sei und dazu bei Errichtung eines Natur-Kultur-Erlebnisweges, dessen Start und Ziel am Kiosk ist, in Planung sei, sollte man dem Antrag der Anlieger stattgeben. In der nächsten Marktratssitzung werde man die Ergebnisse präsentieren.

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