Martti Mäkkelä: Meilenweit am Mainstream vorbei

Weiden. Seit Jahren konsequent an jeder Erwartungshaltung vorbei, ist der Finne Martti Mäkkelä mit seinen poetisch dunklen Songs sicherlich einer, der zu den derzeit spannenden Künstlern in der europäischen Songwriter-Szene zählt.

Martti Mäkkelä ist ein Künstler außerhalb des Mainstreams. Bild: Helmut Kunz

Barfuß steht er auf der Live-Stage. Sein Folk: direkt und ungeschliffen, mit Wut im Bauch auf Krieg, Diskriminierung und Ungerechtigkeit. Das Publikum lauscht seinen Werken, seinem schmerzhaft schönen Songmaterial, das die Folk-Tradition und das Storytelling ins 21. Jahrhundert rettet.

Er passt nicht ins Schema

Wenn er guckt, guckt er wild und intensiv. So einem will man nachts nicht alleine begegnen. Eigentlich hätte man den Kerl lieber draußen im Biergarten gesehen. Aber vorsichtshalber hat man ihn und seine Musik ins „Parapluie“ gesperrt. Seit Jahren schrammt Mäkkelä konsequent an jedem Mainstream vorbei. Zu sperrig für die breite Masse. Das Publikum im „Kulturbahnhof“ ist entsprechend ausgedünnt. Ihm brachte seine Art zum Komponieren aber schon mal eine Nominierung für den Deutschen Folk Award ein.

Besserung scheint eher nicht in Sicht. Der Finne ist und bleibt ein Exzentriker, mit einem Überhang zu kantigen Lofi-Folk-Hymnen und Punk-Folk-Roots.

Außergewöhnlicher Künstler mit energiegeladener Performance

Auf der Bühne liefert der Musiker eine hypnotisierende, akustische Darbietung, wobei er hauptsächlich auf Gitarre und irische Bouzouki setzt. Da treffen außergewöhnlich intensive Songs trafen auf eine energiegeladene Live-Performance. Und interessant ist es jedes Mal, wenn er über ihre Entstehungsgeschichte erzählt.

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