SpVgg SV entscheidet Oberpfalz-Derby für sich

Weiden. Kampfgeist, Einsatz und Engagement haben am Sonntagnachmittag das Bayernliga-Derby zwischen dem ASV Burglengenfeld und der SpVgg SV Weiden geprägt. Am Ende musste Burglengenfeld eine 0:2 (0:0)-Niederlage hinnehmen. Die Weidener revanchierten sich so für die Hinspiel-Pleite und bauten ihre Erfolgsserie weiter aus.

SpVgg SV Weiden
Auch wenn hier im Luftkampf Ralph Egeter das Nachsehen hatte, traf der Stürmer beim 2:0-Erfolg seiner SpVgg SV im Oberpfalzderby gegen den ASV Burglengenfeld einmal. Bild: SpVgg SV/Nachtigall

von Stephan Landgraf

ASV-Trainer Matthias Bösl sah gute Chancen seiner Mannschaft, die leider wie so oft nicht verwandelt wurden und betonte, dass man sich so viel nach dem Seitenwechsel vorgenommen habe, aber der schnelle Freistoßtreffer von Lukas Hudec (47.) seine Mannschaft dann eiskalt erwischt hätte. „Beim 2:0 von Ralph Egeter, der diesen Ball einzigartig verwandelte, war leider einfach alles für uns vorbei“, erklärte der ASV-Coach. Es sei einfach brutal schwer, gegen Weiden zu spielen. Sein Kollege Tomas Galasek lobte die engagierten Fans des Gegners und wünschte Burglengenfeld noch viele Punkte, damit sie in der Bayernliga bleiben.

„Ein sehr gutes Spiel gegen einen sehr fairen Gegner, sie müssen bei den Fans und ihrem Können einfach drin bleiben.“ (Tomas Galasek)

Starke Anfangsphase der Hausherren

Die Partie startete gleich mit einem Knaller.  Der Neuzugang, der Platzelf, Ibrahim Hezer, nutzte einen langen Pass in den SpVgg SV-Strafraum und alleine vor Keeper Dominik Forster traf er nur den Pfosten (6.). Nach dieser klaren Ansage der Gastgeber wachte Weiden langsam auf und Rafael Wodniok kombinierte gekonnt mit Stefan Graf. Dieser schickte Josef Rodler, doch Schlussmann Marco Epifani (18.) war auf der Hut. Im Mittelfeld spielte sich Wodniok immer mehr in den Mittelpunkt, denn er leitete immer wieder gute Kombinationen ein. Dies führte dann auch in der zweiten Hälfte zum Sieg der Galasek-Elf. Zählbares kam für beide Mannschaften in den ersten 45 Minuten nicht heraus, auch wenn der Tabellen-Fünfte durch Thomas Wildenauer immer wieder gefährlich vor Keeper Epifani auftauchte. Doch der Torhüter klärte in der 23. und 32. Minute gekonnt gegen den SpVgg SV-Kapitän.

Hudec mit dem schnellen Führungstor nach Wiederbeginn

Nach dem Seitenwechsel traten beide Teams unverändert an und Hudec überraschte mit dem 1:0. Nach einem Foul an Wodniok fasste sich der Neuzugang ein Herz und erzielte aus 20 Metern flach rechts per Freistoß den Führungstreffer.

„So ein dummer Treffer gleich nach dem Wechsel, wir hatten uns doch so viel vorgenommen, das ist schlecht für uns gelaufen“

so Trainer Bösl.

Ein  Aufschrei von den Rängen kam, als Keeper Forster vor Quirin Meier klärte, der alleine auf ihn zugelaufen war. Beide prallten zusammen und die Fans forderten Strafstoß, doch Schiedsrichter Andreas Heidt entschied richtig auf Eckball (55.). Die Hausherren zeigten sich bemüht, doch agierten sie meist zu überhastet – viele Pässe landeten im Nichts. Die Auswärtself dagegen machte es besser.

Egeter legt nach

Nach einer maßgenauen Vorlage von Wodniok rutschte Egeter in den Ball und traf so zum 2:0 Mitte der zweiten Hälfte. „Da hat man die Qualität eines Ralph Egeter gesehen. Da war für uns das Spiel einfach durch“, so Coach Bösl. In der restlichen Zeit gab sich Burglengenfeld nicht auf und mit Alex Dimespyra kam noch einmal so richtig Schwung in die Heimmannschaft. Weidens Abwehr stand aber sicher. Weidens Trainer Galasek zeigte sich am Ende mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden. „Ein sehr gutes Spiel. Wir haben es geschafft, mit den drei Punkten den Kontakt nach ganz oben in der Tabelle zu behalten und wollen nun bis zum Ende ungeschlagen bleiben“.

Statistik: 

ASV Burglengenfeld – SpVgg Weiden 0:2 (0:0)

Burglengenfeld: M. Epifani – Fuchs, Müller, Sander (75. Dimespyra), Schnaus, Seibert, Hezer, Schleicher, B. Epifani, Meier (68. Pfaffenroth), Gröger

Weiden: Forster – Jobst, Wildenauer (61. Reich), Hudec, Egeter, Scherm, Graf (70. Saramati), Wendl, Riester, Wodniok, Rodler (87. Paulus)

Tore: 0:1 (47.) Lukas Hudec, 0:2 (66.) Ralph Egeter

SR: Andreas Heidt

Zuschauer: 450

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