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Störnsteiner Feuerwehr: Keine Nachwuchssorgen und weibliche Führungskraft

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Störnstein. Die 200er Schallgrenze wird der Feuerwehrverein heuer bestimmt noch erreichen. Zur Jahreshauptversammlung im Pfarrheim St. Salvator konnte Vorsitzender Markus Döllinger die Stolze Zahl von 196 Mitglieder verkünden. Sein Gruß galt auch den beiden Altbürgermeistern Konrad Kraus und Boris Damzog.

Von Werner Arnold

Die Führung der Störnsteiner Wehr mit KBM Thomas Weidner, Bürgermeister Markus Ludwig, Tanja Scheck, Paul Arnold, Andreas Schieder (ab dritter von links). Ehrenmitglied Josef Meile (siebter von rechts) und Kommandant Wolfgang Meiler (rechts). Bild: W.Arnold

Vorsitzender Markus Döllinger ließ das vergangene Jahr erst einmal Revue passieren. 2016 stand einiges auf dem Programm: Vier Mitglieder feierten einen besonderen Geburtstag und bei zwei Hochzeiten stand die Wehr Spalier. Außerdem beteiligten sich die Männer und Frauen an den Fahrzeugweihen in Floss und beim Roten Kreuz in Neustadt. Die Mitglieder beteiligten sich an allen weltlichen und kirchlichen Feierlichkeiten in der Gemeinde, sowie den Veranstaltungen der Lanzer Wehr.

Zum Hausfasching hätte Döllinger einen besseren Besuch erwartet. Gelungen dagegen ist die Nikolausfeier im Schmid Garten. Dank galt den Spendern für die Unterstützung des Vereins. Dies zeigte auch der Kassenbericht von Martin Kraus auf. Prüfer Hans Schell hatte keine Mängel festgestellt. Döllinger dankte Pater Rafau für die Messfeier und dem Kirchenchor für die musikalische Gestaltung. Aber: "Ich wünsche mir vom Nachwuchs mehr Teilnahme am Gottesdienst", mahnte Döllinger. Kommandant Wolfgang Meiler konterte mit einem Grinsen: "Wir könnten die Essenmarken vom Pfarrer verteilen lassen."

Immer erreichbar - Dank Funk und Handy

Damit übernahm der Kommandant auch das Wort. Er berichtete von den Aufgaben der Feuerwehr im vergangenen Jahr. Und verschaffte den Anwesenden erst einmal einen Überblick über die Aktiven Feuerwehrmänner und -frauen. So kann er auf 68 Aktive und 13 Jugendliche zurück greifen. "Besonders stolz bin ich auf die 23 Frauen und Männer, die den Atemschutzlehrgang absolviert haben." Somit kann die Wehr die sechs Atemschutzgeräte dreifach besetzen. Ausgebildete Maschinisten sind es 19 und das bedienen einer Motorsäge ist 27 Feuerwehrdienstleistenden erlaubt. Die Wehr hat 23 Funkmeldeempfänger und seit Dezember besitzen 25 Wehrmänner eine unterstützende Alarmierung über's Handy.

Im Abgelaufenen Jahr rückte die Störnsteiner Feuerwehr zu zwei Brandeinsätzen und 18 technischen Hilfeleistungen mit insgesamt 268 Einsatzstunden. Am 19. Mai gab es innerhalb von zwei Stunden auf der Staatsstraße 2395 in Richtung Floss gleich zwei schwere Verkehrsunfälle, bei dem ein Mann starb. Mit dem Lichtmasten war man in Moosbach und in Kainzmühle im Einsatz. Vier Männer legten die Atemschutzprüfung ab.

Erste frau in der Führungsriege

Ein Dienstjubiläum hatten neun Kameraden und erhielten eine staatliche Auszeichnung. Den Gruppenführerlehrgang legte Tanja Scheck mit Erfolg in Regensburg ab. Sigi Confal absolvierte mit seinen 23 Frauen und Männern alle vorgeschriebenen Übungen. Für den verhinderten Jugendwart Bernhard Meier, berichtete die Nachfolgerin Tanja Scheck über die Aktivitäten des Nachwuchs.

In den Ortsplänen wurden die Löschwasserentnahmestellen und Hydranten eingezeichnet. "Dies erleichtert die Arbeiten bei Einsätzen enorm." Auch konnten fünf neue Schutzanzüge angeschafft werden. Eine erhebliche Verbesserung ist die Asphaltierung der Einfahrt zum Gerätehaus. Hier dankte der Kommandant allen, die geholfen haben.

Großes Lob vom Bürgermeister

Außerdem dankten Kommandant Meiler und Vorsitzender Döllinger der Gemeinde für die Unterstützung und der Lanzer Wehr für die gute Zusammenarbeit.

Per Handschlag wurden Andreas Schieder und Paul Arnold in die Wehr aufgenommen. Fabio Förster, Andreas Höcht und Michael Philipp gehören ab sofort zur Aktiven Wehr. Johannes Nagler wurde zum Oberfeuerwehrmann und Tanja Scheck zur Löschmeisterin befördert. Einen Generationswechsel fand auch beim Zeugwart statt. Klaus Filchner gibt die Funktion an seinen Sohn Tobias ab. Mit dem Ausscheiden aus dem Aktiven Dienst (63 Jahre), wurden Peter Kraus und Josef Meiler zu Ehrenmitgliedern ernannt.

Bürgermeister Markus Ludwig dankte den ehrenamtlichen Feuerwehrlern für die Bereitschaft den Dienst zu leisten. "Man weiß oft gar nicht welche enorme Ausbildung dahinter steckt, wenn man die Einsatzkräfte im Feuerwehrauto vorbeifahren sieht oder das Martinshorn schon von Weitem hört."

Kritik am Kreisbrandrat

Kreisbrandmeister (KBM) Thomas Weidner betonte, dass die Störnsteiner im Nachwuchs ganz weit vorne lägen. In den kommenden Monaten werden die Zonen zur Alarmierung effektiver gestaltet.

Hubert Meiler sprach die Untätigkeit des Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Kreisbrandrat (KBR) Richard Meier an. "Seit mehreren Jahren fand keine Versammlung mehr statt. Laut Satzung sollte jährlich eine stattfinden." Er schlug vor, die Gemeinde sollte die Zahlung einstellen. Außerdem ist die Internetseite des Kreisverbandes nicht aktuell. Kreisbrandmeister Weidner verteidigte den Kreisbrandrat. Er betonte, dass Meier bereits auf die Kritiker reagiert habe und für den 18. Januar eine Kreisverbandsausschusssitzung in Neuhaus einberufen habe.

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