Verdiente Niederlage: Teufelskerl lässt die Blue Devils verzweifeln

Weiden. Das Spiel gegen Landsberg sollte eine eindeutige Angelegenheit für die Blue Devils werden, doch es kam ganz anders. Ein Teufelskerl im Tor des Tabellenletzten brachten eine große Überraschung in Landsberg.

Torwart Ennio Albrecht hat einen schlechten Tag erwischt. Der Landsberger Kollege dafür einen besonders guten. Bild: J. Masching

Das sich der Tabellenletzte in eigener Halle nicht abschießen lassen wollte, zeigten die Landsberger von Anfang an. Sie versuchten, die Blue Devils früh zu stören und deren Aufbau zu unterbinden. Dennoch waren die ersten Chancen auf Seiten der Weidener. Erst vergab Dennis Palka einen Alleingang vor Landsbergs Goalie David Blaschta, dann auch Louis Latta, der ebenfalls an Blaschta scheiterte.

„Sahnetag“ für Landsberger Torwart

Und ganz allmählich kamen auch die Gastgeber besser ins Spiel. Man merkte nicht, dass hier der Tabellenletzte gegen den Spitzenreiter spielte. In der 12. Spielminute dann der erste Treffer im Spiel für die River Kings zum 1-0. Und auch das nächste Tor schossen die Gastgeber, nämlich 22 Sekunden später. In der 17. Spielminute dann der Premierentreffer für Leon Hartl im Dress der Blue Devils, der zum 1-2 verkürzte. Wer nun gedacht hatte, Weiden dreht das Spiel, sah sich im Gegenzug getäuscht. 23 Sekunden dauerte es und Ennio Albrecht im Tor der Weidener war erneut geschlagen.

Und es kam noch schlimmer für die Blue Devils. Kurz vor der Drittelpause trafen sie erneut zur 4-1 Drittelführung für den Tabellenletzten. Danach war der Arbeitstag für Albrecht beendet und Jaroslav Hübl kam noch vor der Drittelsirene ins Tor. Die Blue Devils kamen motiviert aus der Pause und setzten die Gastgeber gleich unter Druck. Doch Torwart Blaschta hatte bisher einen „Sahnetag“ erwischt und machte die ersten Großchancen zunichte.

Unachtsamkeit in der Abwehr

Und die Unachtsamkeiten in der Abwehr gingen auch zu Beginn des Mittelabschnittes weiter. 5-1 für Landsberg. Das ärgerte die Cracks um Trainer Sebastian Buchwieser nun merklich und sie antworteten mit wütenden Angriffen. Schuss um Schuss ist auf das Gehäuse der River Kings abgefeuert worden, doch Blaschta wehrte ab, was er abwehren konnte. In der 28. Spielminute dann auch das zweite Premierentor in diesem Spiel für einen Blue Devils. In seinem ersten Spiel zog Neuzugang Jeremy Lucchini von der blauen Linie ab und die Scheibe flog an Freund und Feind vorbei zum 5-2 Anschlusstreffer.

Und es hätte so weitergehen können, denn kurz darauf kam die erste Strafzeit in diesem Spiel und Weiden hatte zwei Minuten Überzahl. Doch auch hier wurden die besten Torchancen vergeben. Danach ist das Spiel wieder etwas ausgeglichener geworden, aber es blieb beim 5-2 für Landsberg.

Faustkampf bringt Strafminuten

Im Pauseninterview hatte es Philipp Siller angekündigt: „Wir müssen einfach so weiter spielen wie in den letzten Minuten des Mitteldrittels.“ Und so kamen die Blue Devils auch aus der Kabine, sie wollten schnell das dritte Tor erzielen. Doch der „Teufelskerl“ im Landsberger Gehäuse, David Blaschta, fischte eine Scheibe nach der Anderen ab und brachte die Blue Devils zur Verzweiflung. Doch diese taten sich schwer, große Gefahr zu erzeugen. Die Angriffe wurden sehr einfach gefahren und so verteidigten die Landsberger die 5-2 Führung.

Dann kamen sich Nick Latta und der Landsberger Marvin Feigl in die Haare und absolvierten einen Faustkampf, der für Beide mit einer fünfminütigen Strafe endete. Gleich darauf nach eine Strafzeit gegen die Hausherren und dann endlich noch ein Treffer für die Blue Devils durchAdam Schusser zum Endstand von 5-3.

„Sieg war völlig verdient“

„Wir haben zu wenig gemacht und der Sieg war völlig verdient“, so Trainer Sebastian Buchwieser in der Pressekonferenz- Landsberg Trainer Fabio Carciola meinte: „Bei uns hat von der ersten Minute an alles gepasst“. Und auch Torwart David Blaschta bekam von seinem Trainer ein Sonderlob.

Bei den Blue Devils fehlen weiterhin Edgars Homjakovs, Marius Schmidt, Barry Noe, Dennis Thielsch, Neal Samanski und Rob Brown.

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