10.000 Euro für Kirchenorgel

Pressath. Eine Spende über 10.000 Euro geht an die Pressather Kirchenorgel. Weitere Patenschaften sind erwünscht.

Die Spende über 10.000€ für die Pressather Kirchenorgel wird überreicht. Foto: Bernhard Piegsa

Für die neue Orgel der Pressather Stadtpfarrkirche tritt der Förderverein für kirchliche und soziale Zwecke kräftig den „finanziellen Blasebalg“: Einstimmig beschlossen die Teilnehmer der Mitgliederversammlung im Gasthaus Heining, symbolisch die Patenschaft für eine Orgelpfeife zu übernehmen, und verbanden dies mit einer 10.000-Euro-Spende.

Frischer Wind für die Orgelpfeifen-Patenschaftsaktion

Mit diesem Beschluss erhoffen sich die Vorsitzenden Werner Walberer und Reinhard Kirschner, die ebenso wie Schatzmeister Andreas Reindl und Schriftführer Werner Lustig einstimmig für weitere zwei Jahre in ihren Ämtern bestätigt wurden, zugleich frischen Wind für die Orgelpfeifen-Patenschaftsaktion.

Deren Erfolg gleicht bisher laut Kirchenpfleger Norbert Schreglmann noch eher einem Lüftchen: Gegenwärtig gebe es für rund ein Zehntel der 1.200 Pfeifen Paten. „Es wäre schön, wenn unsere Initiative auch andere anregen würde, eine Patenschaft für eine oder mehrere Pfeifen einzugehen“, wünschte sich Werner Walberer.

Infostand beim Bürgerfest

Auch Bürgermeister Bernhard Stangl sagte zu, sich beim Stadtrat für eine finanzielle Unterstützung des Vorhabens durch die Stadt zu verwenden. Möglich sei auch ein Informationsstand beim Bürgerfest am 23. Juli. In einem weiteren einstimmigen Beschluss entschied der Förderverein, die Fenstersanierung im evangelischen Gemeindehaus mit 500 Euro zu unterstützen. Dies entspricht rund zehn Prozent der auf knapp 5.000 Euro veranschlagten Kosten.

In seinem Gesuch an den Verein hatte Pfarrer Thomas Berthold angemerkt, dass die Landeskirche keinen Zuschuss gewähren werde, und auf die Bedeutung des Hauses als „Treffpunkt für Jung und Alt auch über die Grenzen der Kirchengemeinde hinaus“ verwiesen. Reinhard Kirschner erinnerte seinerseits daran, dass der Förderverein auch für die neue Gemeindehausheizung eine Beihilfe von zehn Prozent der Kosten gewährt habe.

Anlass zur Gründung des Vereins

Bei der Übergabe der 10.000-Euro-Spende an Stadtpfarrer Edmund Prechtl erinnerte Vorsitzender Werner Walberer an den Anlass zur Gründung des Vereins vor nunmehr 13 Jahren. Damals sei es darum gegangen, „Hürden auf dem Weg zu einem barrierefreien und größeren Pfarrsaal auszuräumen“.

Seither habe man die katholische wie die evangelische Kirchengemeinde auf vielfältige Weise unterstützt. Auch die Idee der „Orgelpfeifen-Patenschaften“ gehe auf den Verein zurück: „Unsere schöne Pfarrkirche hat eine hochwertige Orgel verdient, die gemeinsam mit den Stimmen unseres bekannten Sankt-Georg-Kirchenchors für musikalischen Hochgenuss sorgen wird.“

Erneuerung dringend notwendig

Die Erneuerung sei auch dringend notwendig gewesen, entgegnete Pfarrer Prechtl: „Beim Besuch eines Orgelsachverständigen konnten einige Register gar nicht mehr gespielt und geprüft werden.“

Angesichts der zu erwartenden Kosten habe man sich die Entscheidung dennoch nicht leicht gemacht, und letztlich habe erst die Aussicht auf einen 45-Prozent-Zuschuss aus einem erst vor wenigen Jahren eingerichteten Diözesanen Sonderfonds den endgültigen Ausschlag gegeben. Alles in allem rechne man mit Gesamtkosten von knapp 400.000 Euro, mit der Fertigstellung durch die vogtländische Firma Wolf sei im kommenden Jahr zu rechnen.

Orgelpfeifen-Patenschaften erbeten

In der Pressather Stadtpfarrkirche liegt ein Plan auf, auf dem alle Pfeifen der künftigen Orgel verzeichnet sind. Der Förderverein für kirchliche und soziale Zwecke und die Pfarrgemeinde würden es begrüßen, wenn sich noch mehr Personen, Institutionen oder Gruppierungen fänden, die die Patenschaft für eine Pfeife übernehmen und den entsprechenden Betrag spenden.

Vorgesehen sind Beträge zwischen fünf und 500 Euro, aus den Farbmarkierungen im Orgelpfeifenplan geht hervor, welcher Betrag für eine bestimmte Pfeife erbeten wird.

Als Beleg für die geleistete Geldzuwendung gibt es eine Urkunde; Duplikate der Urkunden sollen zu einem Spendenbuch gebunden werden, das in der neuen Orgel aufbewahrt wird. Wer an einer Patenschaft interessiert ist, kann sich persönlich, per Telefon unter der Nummer 09644/92160 oder unter der E-Mail-Adresse st-georg.pressath@bistum-regensburg.de an das Pfarrbüro wenden.

Bauliche und soziale Maßnahmen fördern

Der Orgelbau in der Stadtpfarrkirche ist nicht das einzige Projekt, das der 2009 gegründete Förderverein für kirchliche und soziale Zwecke unterstützt. Satzungsgemäßer Vereinszweck ist die Förderung baulicher Maßnahmen der katholischen und evangelischen Gemeinde Pressaths, der katholischen Kirchenstiftung Pressath und des Altenheims St. Josef.

Außerdem sollen soziale Maßnahmen beider Konfessionen und des Altenheimes wirksam unterstützt und Programme für Kinder und Jugendliche gefördert werden. Der Mitgliedsbeitrag beträgt zwölf Euro pro Jahr, für Mitglieder unter 16 Jahren sowie für Schüler und Schwerbehinderte nur sechs Euro. Weitere Informationen gibt es unter www.pressath.de/bildung-soziales/foerderverein.

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