Deutsch-Amerikanisches Volksfest: Polizei-Bilanz

Schlägereien und Betrunkene

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Grafenwöhr. Seit gestern ist es wieder rum, das Deutsch-Amerikanische Volksfest. Rund 100.000 Besucher strömten zum Festplatz auf dem Truppenübungsplatz. Für so viele Menschen auf einem Haufen hielten sich die Vorfälle in Grenzen, sagt die Polizei._DSC6667

Im Einsatz waren vor Ort Militärpolizei, Feldjäger, Bayrisches Rotes Kreuz und Lagerfeuerwehr. Es gab beim 57. Deutsch-Amerikanischen Volksfest lediglich ein paar Streitigkeiten und Auseinandersetzungen zwischen meist betrunkenen Soldaten.

Vier US-Soldaten nach Maßkrug-Attacke im Klinikum

So kam es zum Beispiel am Freitag an einem Discozelt zu einer Schlägerei. Ein Unbekannter ging dort auf fünf US-Soldaten im Alter zwischen 19 und 26 Jahren los. Er schlug mit einem Maßkrug auf die Männer ein. Dabei zogen sich vier von ihnen zum Teil schwere Kopfverletzungen zu. Nach einer Erstversorgung durch die Bereitschaft des Roten Kreuzes Grafenwöhr mit einer Notärztin, mussten die Verletzten stationär im Klinikum Weiden und Krankenhaus Kemnath behandelt werden. Ein weiteres Opfer erlitt eine Schnittverletzung am Unterarm.

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Was genau passiert ist, konnte bisher noch keiner der Geschädigten mitteilen. Auch zum Täter konnten sie wegen ihrer Verletzungen und ihrer Alkoholisierung keine genauen Angaben machen. Sie konnten lediglich sagen, dass es sich wohl um einen US-Amerikaner mit vermutlich spanischer Herkunft handelt. Er soll etwa 20 Jahre alt, ca. 170 bis 175 cm groß gewesen sein und ein dunkles Oberteil getragen haben. Die Polizei Eschenbach bittet um Hinweise zu dem Vorfall unter 09645/92040.

30-Jähriger pöbelt und landet in der Arrestzelle

Am Samstagabend gerieten britische Soldaten aneinander. Obwohl sie sich gegenseitig verletzt hatten, wollte keiner von ihnen etwas von Körperverletzung wissen. Die eigenen Kameraden von der britischen Militärpolizei nahmen die fünf stark alkoholisierten Soldaten dann in Gewahrsam.

Ein in Regensburg wohnhafter 30-Jähriger mit hiesigen Wurzeln zeigte sich immer wieder aggressiv gegenüber Besuchern. Weil er sein Verhalten in der Polizeiwache vor Ort fortsetzte und erheblich unter Alkoholeinfluss stand, wurde er für den Rest der Samstagnacht bei der Polizei Eschenbach arretiert.

Rotes Kreuz kümmert sich um kleinere Verletzungen

Neben der  Behandlung der verletzten US-Soldaten (siehe oben) kümmerte sich das Team des Roten Kreuzes Grafenwöhr auch um kleinere Angelegenheiten, wie Insektenstiche,, Kreislaufprobleme, Schnitt- und Schürfwunden und junge Besucher mit Alkoholvergiftung. Für Mütter hatte die Bereitschaft außerdem eine Stillzone und eine Wickelecke eingerichtet, die acuh sehr gut angenommen wurde. Verletzte Kinder erhielten außerdem einen „Trösterteddy“, der Insektenstiche und Blasen erträglicher machte.

Die Polizei Eschenbach lobte die sehr gute Zusammenarbeit zwischen der US und britischen Militärpolizei, den Feldjägern, dem Sicherheitsdienst POND, der Bayrischen Roten Kreuz Bereitschaft Grafenwöhr, der Lagerfeuerwehr, der Polizei und dem Veranstalter DAGA mit den US Verantwortlichen.Deutsch-Amerikanisches Volksfest 2015

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