Designer und Techniker arbeiten im Hintergrund

Inthronisationsball: Garden, Hofstaat und viele weitere Helfer

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Neustadt/WN. Heute fällt in der Kreisstadt der offizielle Startschuss in die fünfte Jahreszeit. Kurz nach 20 Uhr wird der gesamte Hofstaat in die Stadthalle einmarschieren, bevor sich Prinz Tobias I. von Katertreu und Prinzessin Elisabeth III. von Katertreu ihren närrischen Untertanen in ihrer bis zuletzt geheim gehaltenen Robe präsentieren. Auch hinter den Kulissen wird vor und während des perfekt einstudierten Zeremoniells fleißig gearbeitet.

Ein besonderes Augenmerk gilt beim Inthronisationsball dem Neustädter Faschingsorden, dem Hoheitszeichen des Prinzenpaares, das jedes Jahr aufs Neue aufwendig und individuell entwickelt und schließlich hochwertig produziert wird. Zum Team der Ordensdesigner zählen Susanne Eck, Anna Nagler und Zeremonienmeister Georg Kunz. „Als Ausgangslage hatten wir heuer zwei Jubiläen“, erinnert sich Eck an die Anfänge ihrer Überlegungen. Die Stadt Neustadt, mit der sich der Verein eng verbunden fühlt, feiert ihren 800. Geburtstag. Auf das Jahr 1878, also vor 140 Jahren, wird der erste öffentliche Faschingsumzug durch die Kreisstadt datiert, der später dem Verein, dem „Verein Neustädter Faschingszug“, seinen Namen gab. So finden sich in einem Viertel der Plakette einige Häuser der Altstadtsilhouette und die Zahl 800. Im gegenüberliegenden Viertel trägt ein Banner die Aufschrift „140 Jahre Faschingszug in Neustadt“. Die beiden Bereiche trennt ein sich aufbäumendes Pferd auf dem ein schwarzer Kater reitet. Auch diese Darstellung ist als eine Allegorie auf die enge Bindung von Verein und Stadt zu sehen. So ist das Pferd aus dem Wappen der Stadt Neustadt mit dem Heiligen Martin entliehen. Der Schwarze Kater ist bekanntlich das Wappentier des Faschingsvereins.

Symbole stehen für das Prinzenpaar

Mit einem Glas Prinzensekt in der einen Tatze bittet das heraldische Tier die Bürger zum ausgiebigen Feiern der beiden Jubiläen. In der linken Pfote hält es die Rolle des Hofmarschalls. Dieses Amt hatte bislang Prinz Tobias bekleidet. Auf der Rolle weist eine Getreideähre auf den Beruf des Herrschers und eine Schneeflocke auf sein Hobby Skifahren hin. Ein Äskulapstab steht für die Profession der Prinzessin während eine Musiknote und Theatermasken ihre Hobbies – Singen und Theaterspielen – symbolisieren. Natürlich hat auch das Motto der Saison „Jubiläen weit und breit, zum Feiern hom ma immer Zeit“ seinen Platz auf dem Herrschaftszeichen gefunden. „Wir haben uns heuer für einen etwas anderen Stil entschieden“, erklärt Co-Desingerin Anna Nagler.

Durch weniger Farben wirkt der Orden noch edler,

ergänzt Georg Kunz. Neben Schwarz, Gelb und Blau – den Farben von Stadt und Verein – finden lediglich noch Silber und Weiß Verwendung.

Anna Nagler (von links), Susanne Eck und Georg Kunz sind das Designer-Team, das den Faschingsorden entworfen hat. Als großes Schild prangt das Herrschaftszeichen in der Stadthalle über den Thronen des Prinzenpaares.

Zwei Männer sorgen für den richtigen Klang

Neben den Ordensdesignern kommt bei den Bällen mit den Auftritten der Garden und des Elferrats zwei weiteren Personen eine große Bedeutung zu. Obwohl sie meist in der hinteren, dunklen Ecke des Saals stehend den Gästen kaum auffallen, wären ohne sie die stimmungsvollen Tänze kaum denkbar. Es sind Josef Moldaschl und Jürgen Trescher, die als Musiker neben der Wahl der richtigen Titel für die passende Akustik und die stimmige Beleuchtung des Saals sorgen.

Oft ist es schwer einzuschätzen, wie es der ganze Saal hört,

sagt Moldaschl, der mit der Erfahrung von zehn Jahren als Musiker fast immer die perfekte Einstellung findet. „Nur letztes Jahr hatten wir schon g‘scheid Bedenken gehabt. Bei der Generalprobe hatten die Mikros noch gepfiffen wie sonst was. Dann haben wir uns ins Zeug gelegt und bis zum Inthro hat alles geklappt“, erinnert sich Moldaschl.

Josef Moldaschl (Zweiter von links) und Jürgen Trescher (Zweiter von rechts) kommt als Musiker bei allen Auftritten eine entscheidende Rolle zu. Bei einem Probelauf schauen ihnen Anna Nagler (links) und Susanne Eck, die auch Trainerinnen der Schautanzgruppe sind, über die Schulter.

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