Ein Signal setzen: Bund Naturschutz tagt in Weiden

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Weiden. Der BUND Naturschutz in Bayern e.V. (BN) ist der älteste und größte Umweltschutzverband Bayerns. Die Delegiertenversammlung des BN ist das Parlament des Verbandes. Sie tagt einmal jährlich, jedes Jahr in einem anderen Regierungsbezirk. In diesem Jahr findet sie in Weiden in der Max-Reger-Halle statt.

Von Jürgen Wilke

Bund Naturschutz Generalversammlung

Besprachen aktuelle Themen wie Umweltschutz und Europawahl (v. li.): Richard Mergner, Martin Geilhufe, Sonja Schuhmacher, Falk Ponsold, Hans Babl, Luise Frank und Reinhard Scheuerlein

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Die 76 Kreisgruppen entsenden über 260 gewählte Vertreterinnen und Vertreter, die hier die große Linie des Verbandes diskutieren und inhaltliche Schwerpunkte setzen. Zur Pressekonferenz der Delegiertenversammlung des BN standen Rede und Antwort: der BN-Vorsitzende Richard Mergner, der BN-Landesbeauftragte Martin Geilhufe, die Vorsitzende der BN-Ortsgruppe Weiden, Sonja Schuhmacher, der Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Weiden/Neustadt, Hans Babl, der stellvertretende Vorsitzende der BN-Kreisgruppe Weiden/Neustadt, Falk Ponsold, der BN-Regionalreferent Oberpfalz, Reinhard Scheuerlein und Luise Frank, die Referentin für Presse und Öffentlichkeitsarbeit der Landesgeschäftsstelle in Regensburg.

Im Mittelpunkt des diesjährigen Leitantrages steht anlässlich der bevorstehenden Europawahl die Forderung, die EU zu erhalten und umweltgerecht fortzuentwickeln. „Wir stehen für Europa ein, doch wir brauchen ein nachhaltiges Europa“, betonte Richard Mergner. Er wünscht sich als Ergebnis der Versammlung, dass der Beschluss zur Europawahl mit großer Mehrheit verabschiedet wird: „Und ich bin zuversichtlich, dass das eintrifft.“

Ein Signal setzen

Bund Naturschutz Generalversammlung

Richard Mergner

Außerdem will er mit dem BN ein Signal für den Klima- und Flächenschutz setzen, einen Aufbruch einläuten. „Das fängt im Kleinen an, so beispielsweise auch hier in Weiden in der Stadtpolitik“, erklärt Mergner. Martin Geilhufe betont, dass die Europawahl mit entscheidend sei in Sachen Umweltschutz. Unter anderem fordert der BN im Leitantrag des Landesvorstands Klima- und Umweltschutz über die Landesgrenzen der europäischen Länder hinaus. Die EU denkt über Grenzen hinweg und ist gerade deshalb so wichtig für Natur und Umweltschutz.

Eine ökologisch-soziale Wirtschafts- und Handelspolitik stehen ebenso auf der Agenda wie eine Wende in der Agrarpolitik, wie beispielsweise ein Pestizidverbot. Zudem setzt sich der BN für die Reduzierung der Luftverschmutzung und den Umweltschutz in verschiedenen Bereichen ein.

„Vielleicht gelingt den Jugendlichen, was der BN seit Jahren versucht“

Hans Babl ist sich sicher, dass die Zeichen für den Klimaschutz gut stehen. Seit einer Weile spüre er einen Wandel im Bewusstsein der Menschen in unserem Land. Babl nannte das Volksbegehren zur Rettung der Bienen und die Demos der Schüler „Fridays for Future“. Vielleicht würden die Jugendlichen das schaffen, was der BN schon seit vielen Jahren versucht, nämlich die Menschen dauerhaft für den Umweltschutz zu sen­si­bi­li­sie­ren.

Fotos: Jürgen Wilke

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