Nordoberpfalz unterstützt Kulturhauptstadt-Bewerbung

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Nordoberpfalz. Die Stadt Weiden und die Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth sind drei von 40 Städten und Landkreisen in der Metropolregion Nürnberg, die die Bewerbung Nürnbergs zur Kulturhauptstadt Europas 2025 unterstützen.

N2025_Kulturhauptstadt-Bewerbungsbuch

Sie präsentieren das Bewerbungsbuch: Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner, Leiter des Bewerbungsbüros Kulturhauptstadt Europas 2025, Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner und Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly. Bild: Steffen Kirschner, Stadt Nürnberg, Bewerbungsbüro Kulturhauptstadt Europas 2025

Die Region soll im Jahr 2025 über Kooperations- und Einzelprojekte für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste aus aller Welt erlebbar werden. „Ziel ist es, eines der größten und bedeutendsten Kulturprojekte der nächsten Jahrzehnte in die Metropolregion zu holen und so die Regionalentwicklung und die kulturtouristische Attraktivität zu stärken“, teilt ein Sprecher der Stadt Weiden mit.

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Die Beiträge der Städte und Landkreise sollen sechs Themenfelder umfassen, die aus den Leitmotiven der Bewerbung abgeleitet sind: Handwerk, Industriekultur und Zukunft der Arbeit, Spiel(en), Totalitarismus und Menschenrechte, Teilhabe und Diversität, Kulturtourismus, Digitalisierung und Kulturerbe.

Passende Beispiele gibt es zuhauf: Als erstklassige Handwerks- oder Industriekultur ist der Instrumentenbau in Bubenreuth bekannt oder auch die Porzellanindustrie in Selb. Regionale Anker für das Thema „Spiel(en)“ sind unter anderem das Deutsche Spielzeugmuseum in Sonneberg oder die Spielehersteller in Stadt und Landkreis Fürth. Beim Themenfeld „Totalitarismus und Menschenrechte“ spielt die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg eine Rolle, ebenso der Eiserne Vorhang, der von 1961 bis 1989 auf 300 Kilometern Länge entlang und durch die Metropolregion Nürnberg verlief.

Gedenkfeier für die Opfer der NS-Zeit

Schülerinnen der Mädchenrealschule in Neumarkt gedenken symbolisch der Verstorbenen aus dem Konzentrationslager in Flossenbürg. Die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg spielt beim Themenfeld „Totalitarismus und Menschenrechte“ bei der Bewerbung Nürnbergs als Kulturhauptstadt Europas 2025 eine wichtige Rolle. Bild: OberpfalzECHO.

Am 30. September 2019 wird das Bewerbungsbuch eingereicht und am 12. Dezember 2019 fällt die Entscheidung, ob Nürnberg auf die Shortlist der drei oder vier verbleibenden Bewerberstädte aufgenommen wird.

Mehr zum Projekt: 

N2025: Gemeinsam für den Titel

Kulturhauptstadt Bewerbung Metropolregion Nürnberg

Grafik: Metropolregion Nürnberg.

Unter dem Motto „PAST FORWARD“ möchte Nürnberg 2025 Kulturhauptstadt Europas werden – mit im Boot sind 40 Städte, Gemeinden und Landkreise aus der Metropolregion Nürnberg. Sie wollen das Kulturhauptstadt-Programm mitgestalten und mitfinanzieren. „Die Kulturhauptstadtbewerbung ist eine große Chance für den Kulturraum Metropolregion Nürnberg international aufzustrahlen und nachhaltige kulturtouristische Angebote aufzubauen,“ sagt Andreas Starke, Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg und Oberbürgermeister der Stadt Bamberg.

„Wir sind begeistert, dass so viele Orte die Bewerbung unterstützen und so das große kulturelle Potential der Region mit einfließen lassen“, freut sich Prof. Dr. Hans-Joachim Wagner, Leiter des Bewerbungsbüros Kulturhauptstadt Europas 2025.

Wie läuft Bewerbungsverfahren?

Am 30. September wird das Bewerbungsbuch eingereicht. Am 12. Dezember entscheidet sich dann, ob Nürnberg auf die Shortlist der drei oder vier verbleibenden Bewerberstädte aufgenommen wird. Dann sind die Städte und Landkreise der Region dazu aufgerufen bis März 2020 eine zweite Interessensbekundung abzugeben. Darin bekräftigen sie ihre Absicht, Teile des Programms für das Kulturhauptstadt-Jahr beizusteuern und beziffern das voraussichtliche finanzielle Volumen der vor Ort geplanten Projekte. Die Kommunen erhalten dabei eine „Kickback-Garantie“: die eingesetzten Gelder fließen wieder eins zu eins in die jeweilige Kommune zurück und werden nur für die Programmkosten vor Ort eingesetzt. 

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