Bundestagsabgeordneter zu Gast bei IEM Fördertechnik in Kastl

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Kastl. Zusammen mit Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht waren Bürgermeister Hans Walter, zweite Bürgermeisterin Michaela Veigl sowie der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft Kemnath Reinhard Herr bei der Firmenleitung zu Gast. 

Von Hans Walter

Albert Rupprecht bei IEM in Kastl

(von rechts) Ralf Zander, Alexander Remes, Albert Rupprecht, Hans Walter, Michael Koch, Reinhard Herr, Michaela Veigl.

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Seit über 50 Jahren ist die Firma IEM Fördertechnik in Kastl angesiedelt. Nach dem Kauf des Unternehmens im Mai 2014 galt es zunächst das Unternehmen neu auszurichten und wieder auf eine nachhaltige Erfolgsspur zu bringen. So konnte seit der Übernahme der Umsatz deutlich gesteigert werden, die Weichen sind weiterhin auf Wachstum gestellt. Positiv habe sich in den vergangenen Jahren auch wieder die Anzahl der Mitarbeiter entwickelt wobei auch in der aktuellen Lage dringend Fachpersonal und Auszubildende gesucht werden.

„Durch die Erweiterung unseres Portfolios haben wir uns auf dem Markt wesentlich breiter aufstellen können, wodurch wir das Unternehmen weiter ausbauen konnten und nun auch unabhängiger von einzelnen Branchen sind“

so Alexander Remes. Vor allem in den vergangenen drei Jahren sind durch Umstrukturierungen, Zukäufe von Unternehmungen und durch Kooperationen mit Geschäftspartnern ein großer Verbund innerhalb der Firmengruppe geschaffen werden. So konnte man erst vor wenigen Wochen eine Firma im nordreinwestfälischen Gescher als eigenständiges Tochterunternehmen im Bereich der Tragrollenfertigung übernehmen.

Neue Geschäftsfelder für IEM Fördertechnik

Im Bereich der Stückgutfördertechnik befasst man sich mit der Planung, Bau und Montage von Fördersystemen für schwere Ladungsträger. Mit dem Produktportfolio aus angetriebenen Rollenbahnsystemen mit kompletter Steuerungstechnik werden vor allem Kunden in der Automobil- und Zuliefererindustrie bedient. Neben Standardprodukten bietet man auch maßgeschneiderte Lösungen für den Kunden an. Der Fokus dieser Fördertechnik liegt im Wesentlichen in der Vereinfachung von Betriebsabläufen sowie der Erleichterung von Tätigkeiten durch einfache Handhabung von Ladungsträgern mit Hilfe von Rollenbahnsystemen.

Ein neues Geschäftsfeld hat sich in den vergangenen Jahren im Bereich des Rückbaues von Kernkraftwerken aufgetan. Hier bietet das Unternehmen nach intensivem Engagement Lösungen im Bereich Abtransport von leicht radioaktiv kontaminiertem Material an. Ebenso Anlagen zum Transport freigemessener Reststoffe die beim Rückbau von Kernkraftwerken gewonnen werden. „In den kommenden Jahren erwarten wir einen deutlich wachsenden Bedarf an Lösungen zum Rückbau von Kernkraftwerken“, so Alexander Remes über die neuen Strategien seines Unternehmens.

Auch Umwelttechnik ist ein wichtiges Thema

Weiterhin befasse sich das Unternehmen auch mit dem Bereich Umwelttechnik, insbesondere mit der Reduzierung der Schadstoffe in Kohlekraftwerken. „Vor allem der Quecksilberausstoß in Kohlekraftwerken spielt hier eine wichtige Rolle“, berichtet Ralf Zander über die weitere strategische Ausrichtung. „In diesem Bereich bieten wir mit einer mobilen Mess- und Testanlage Betreibern von Kohlekraftwerken die Möglichkeit, verschiedene Verfahren zur Reduzierung zu testen um die dafür benötigten Umbauten zu machen.“ Hierfür hält das Unternehmen in diesem Bereich eine eigene Wissenschaftsabteilung vor, die neue Verfahren zur Reduzierung der Schadstoffemissionen entwickelt.

Bürgermeister Hans Walter ist erfreut über die positiven Aussichten

Mit der Erschließung neuer Geschäftsfelder und innovativer Angebote profitiere auch die Gemeinde Kastl wenn das Unternehmen erfolgreich ist. „Der positive Blick in die Zukunft sei wichtig für das Unternehmen“, so Walter. Gemeinsam mit Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht ging man auf verschiedene Themen im Umfeld der neuen Betätigungsfelder ein. Deutlich wurde dabei, dass es im Bereich der Bürokratie große Hürden gibt die ein agiles Handeln beinträchtigen. Große Herausforderungen wird es künftig bei der Aus- und Weiterbildung durch die Veränderungen im Bereich Industrie 4.0 geben. Ein wichtiger Meilenstein wird neben dem Wandel der dualen Ausbildung auch die ständige überbetriebliche Weiterentwicklung langjähriger Mitarbeiter sein. Deshalb müsse man zeitnah darauf reagieren um auch künftig mit qualifizierten Fachkräften am Markt agieren zu können.

Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht informierte in diesem Zusammenhang darüber, dass er zusammen mit den Verantwortlichen vor Ort erarbeite, was die beruflichen Anforderungen für die Zukunft sind. Ihm sei bewusst, dass sich die Wirtschaft und auch der öffentliche Bereich in der Region zum Teil neu aufstellen müssen um auch in der Zukunft erfolgreich sein zu können. Deshalb müsse man in der Region starke Netzwerke aufbauen, um gemeinsam die Veränderungen angehen und umsetzen zu können. Er verstehe sich in diesem Bereich auch als Vermittler und Organisator für die Betriebe in der Region, die er hier gerne unterstütze. Zugleich appellierte er an die Unternehmer, bestehende Förderprogramme zu nutzen bzw. verstehen zu geben wo in den kommenden Jahren der konkrete Bedarf besteht.

Bild: Hans Walter

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