Auf ein Wort mit dem Staatssekretär aus „Guglhupfgeschwader“

Neustadt/WN. Reporter Peter Gattaut ist in letzter Zeit immer wieder auf den Kleindarsteller Rudi Breiteneicher aufmerksam geworden.

Rudi Breiteneicher – Kleindarsteller, Mitglied im Bayern-Comedy Ensemble und langjähriger Freund von Thomas Gottschalk und Günter Grünwald. Foto: Peter Gattaut

Reporter Peter Gattaut aus Neustadt/WN ist in letzter Zeit im Fernsehen, im Kino, auf You-Tube und in den Social Media-Kanälen immer wieder auf Rudi Breiteneicher aufmerksam geworden. Nachdem man sich miteinander vernetzt und ausgetauscht hatte, einigte man sich schnell darauf zu telefonieren, um die spannende Geschichte des spät berufenen Kleindarstellers zu erörtern.

Ein Entschluss mit Folgen

Der 62-Jährige lebt mit seiner Frau Petra in Mühldorf am Inn und war in seinen vorherigen Leben Schlosser und Chemiewerker in Burghausen, wo er auch geboren und aufgewachsen ist. Erst als er nach einem Bandscheibenvorfall nicht mehr in der Lage war, diese Berufe auszuüben, kam er auf die Idee, in der Schauspielerei Fuß zu fassen.

Die Welt der Promis hat ihn schon immer fasziniert, berichtete Rudi Breiteneicher, bereits in jungen Jahren schrieb er den damaligen DJ im Bayerischen Rundfunk Thomas Gottschalk an, um ihn später in regelmäßigen Abständen immer wieder in München vor oder im Studio zu treffen. So entwickelte sich eine 46-jährige Freundschaft, die bis heute Bestand hat.

Fortuna mischte zu Anfang mit

Seine Karriere als Kleindarsteller begann kurioserweise 2009 mit einer Gewinnspielteilnahme bei Günter Grünwalds Freitags-Comedy, in der eine Komparsen-Rolle angeboten wurde. Er hatte Glück, konnte diese ergattern und ist sofort auf den Geschmack gekommen. Er besuchte immer mehr Castings und die Zusagen häuften sich. Seine erste Textrolle bekam der leidenschaftliche Witzeerzähler (er hatte kurzzeitig sogar den inoffiziellen Weltmeister-Titel als schnellster Witzeerzähler innerhalb einer Minute inne) aber erst 2016 bei „Dahoam is Dahoam“ in zwei Folgen als Schuldirektor.

Es läuft…

Mittlerweile hat der große „Hubert und Staller“-Fan, wo er 2019 auch selbst in der Rolle eines Sachverständigen mitwirkte, bei vier Agenturen seine eigene Set-Card und wird regelmäßig für kleinere und mittlerweile auch größere Aufträge gebucht. Die umfangreichste Textrolle hatte der ungelernte Schauspieler 2019 bei einer Folge von „Vorsicht Falle“ im ZDF.

Bei „Fraueng’schichten“ (2021/2022) gehörte er als „Tigerle“ in allen Staffeln fest zum Darstellerstamm und bei der diesjährigen Sky-Produktion „Olympia 72“ mimte er keinen geringeren als Franz-Josef Strauß. Besonders stolz ist Breiteneicher auf die auf Youtube, Instagram, Facebook und TikTok regelmäßig veröffentliche Produktion von „B (Bayern)-Comedy“, wo er und seine theatererfahrene Frau Petra seit nunmehr vier Jahren, feste Protagonisten sind.

Unterwegs auf allen Kanälen

„Es passiert immer häufiger, dass wir von den Leuten auf „B-Comedy“ angesprochen werden“, wer jetzt neugierig geworden ist, sollte unbedingt auf den genannten Kanälen danach suchen, es lohnt sich“, so Rudi im O-Ton. Günter Grünwalds Auftritte sind für den Kleindarsteller legendär. „Jedes Programm von ihm besuche ich immer mehrmals, seit einigen Jahren kenne ich Günter persönlich und bin natürlich sehr stolz darauf, dass ich jetzt zu seinen Bühnenauftritten in unserer Umgebung immer herzlichst eingeladen bin“, so Breiteneicher.

Träume können wahr werden

2022 scheint für Rudi Breiteneicher das Jahr schlechthin zu werden. Nach dem Strauß-Auftritt bekleidete er im neuen Eberhofer-Kino-Erfolg „Guglhupfgeschwader“ die Rolle des Staatssekretärs. Für einen Werbefilm der deutschen Bahn wurde er gleich zweimal gebucht und auch bei „Aktenzeichen XY ungelöst“ flimmert der Mühldorfer über den TV-Bildschirm. Rudi Breiteneicher ist der beste Beweis dafür, dass man auch im gesetzten Alter mit Einsatz, Herzblut und den Glauben an sich, noch unerfüllte Träume realisieren kann.

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