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Flüchtlinge: Rotes Kreuz überlastet

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Weiden/Neustadt. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß rief gestern in einer Pressekonferenz die Bürger zur Mithilfe auf. Das Bayrische Rote Kreuz gerät mit der Versorgung und Registrierung der Flüchtlinge in Weiden UND Neustadt allmählich an seine Grenzen. 

Flüchtlinge Berufsschule Weiden In der Sporthalle der Berufsschule sind Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Eritrea untergebracht.

"Die Helfer vom Roten Kreuz und das Gesundheitsamt haben im Moment die doppelte Belastung. Und langsam kommen sie ans Ende der Belastbarkeit", erklärte der Oberbürgermeister. Auch wäre so schnell kein Ende in Sicht. "Der Flüchtlingsstrom ebbt nicht ab."

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Das BRK wäre deshalb ständig im Einsatz. Daher der Appell des Oberbürgermeisters an die Bevölkerung:

Wir brauchen freiwillige Helfer und Helferinnen! Es wäre eine große Entlastung für alle, die sich jetzt schon engagieren. Es gibt viele Möglichkeiten zu helfen: Zum Beispiel bei der Essensausgabe, beim Einkaufen, bei der Betreuung der Flüchtlinge. Auch Leute, die Schreibarbeit erledigen könnten werden gebraucht.

Besonders hilfreich wäre es, wenn sich einige melden würden, die Arabisch sprechen, denn ein Großteil der Flüchtlinge käme aus dem Nahen Osten.

Die Einrichtungen in der Berufsschulturnhalle und in der Sporthalle des Neustädter Gymnasiums waren als Notunterkünfte gedacht. Laut Regierungspräsident Axel Bartelt werden sie aber wohl noch über einen längeren Zeitraum als Erstaufnahme Einrichtungen herhalten müssen. Von hier aus werden die Asylsuchenden dann auf Unterkünfte in ganz Deutschland verteilt. 60% von ihnen werden außerhalb von Bayern untergebracht. Die ersten 54 wurden schon am Mittwoch auf Flüchtlingsunterkünfte verteilt.

BRK registriert Flüchtlinge und führt Gesundheitscheck durch

Die freiwilligen und hauptamtlichen Helfer müssen jeden Neuankömmling registrieren und einen ersten Gesundheitscheck durchführen. "Von den ersten 100 Flüchtlingen mussten sechs sofort ins Krankenhaus gebracht werden, weil sie gesundheitlich so schlecht beieinander waren. Eine junge Frau war hochschwanger", berichtet Rechts- und Sozialdezernent Hermann Hubmann.

Wenn sie dann nach ihrer langen und beschwerlichen Reise endlich einmal zur Ruhe kommen könnten, bekämen viele Fieber oder klagten über Zahnschmerzen. Auch darum müsse sich jemand kümmern. Die ersten 54 wurden schon am Mittwoch auf Flüchtlingsunterkünfte außerhalb Bayerns verteilt. Aber es würden immer neue hinzukommen.

So können Sie helfen

Jeder kann etwas tun. Die Stadt spielt auch schon mit dem Gedanken fünf Personen fest anzustellen. Wer Aufgaben vor Ort übernehmen möchte, der solle sich am besten ans Sozialamt (0961 815001) oder an die Hilfsorganisationen wenden. Hubmann wies auch nochmal darauf hin, dass man Sachspenden NICHT an die Unterkünfte, sondern zu Caritas, Diakonie, Arbeiterwohlfahrt und Rotes Kreuz bringen soll. Dort können die Sachen schneller aussortiert und sinnvoll verteilt werden. Außerdem wissen die Hilfsorganisationen am besten, was gerade am nötigsten gebraucht wird. Bettenlager

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