Demo von Fridays for Future: Weiden ist nicht klimafreundlich

Weiden. Weil in Weiden immer noch das Auto oberste Priorität besitzt, veranstalteten Fridays for Future am Donnerstag eine Fahrraddemo für den bayerischen Radentscheid. Es ging aber auch um mehr Klimagerechtigkeit.

Etwa 30 Teilnehmer kamen zur Fahrraddemo. Bild: Helmut Kunz
Etwa 30 Teilnehmer kamen zur Fahrraddemo. Bild: Helmut Kunz
Die Kundgebung vor dem Bayernwerk-Verwaltungsgebäude in Moosbürg. Bild: Helmut Kunz
Die Kundgebung vor dem Bayernwerk-Verwaltungsgebäude in Moosbürg. Bild: Helmut Kunz

Eines der Ziele der Demo war deshalb das Bayernwerk in Moosbürg, wo die Gruppe ein Zeichen für erneuerbare Energien setzen wollte, gleichzeitig aber die Laufzeitverlängerung von AKWs kritisierte. „Statt den Ausbau der Erneuerbaren endlich massiv zu fördern und voranzutreiben, diskutiert die Regierung auf fragwürdigen Grundlagen über die Laufzeitverlängerung von völlig veralteten Atomkraftwerken.“ Beklagt wurden während der Veranstaltung besonders auch die Zustände auf den Radwegen im Stadtgebiet. Weiden habe in der Vergangenheit stets den Umstieg aufs Fahrrad vernachlässigt. Manche Radwege ähnelten einer Holperpiste. Unterstände fehlten an ZOB und Bahnhof.

Stadt soll fahrradfreundlicher werden

Begleitet von drei Streifenwagen und zwei radelnden Polizeibeamten fuhren die Demonstranten mit lauter Musik und Geklingel vom Max-Reger-Park über die Bahnhofsstraße nach Moosbürg. Durch Verkehrsberuhigung steige die Lebensqualität in den Städten, hieß es. Als Beispiele nannte man Barcelona, Metropolen in Holland und im Rheinland. Es gehe darum, Radfahren sichererer, stressfreier und auch attraktiver zu machen. Deshalb unterstütze man den bayerischen Radentscheid. Der ÖPNV müsse fahrradfreundlicher gestaltet werden. Weniger PKW-Verkehr komme allen zugute.

Weidener Innenstadt heizt sich auf

„Wir wollen mit unserer Fahrraddemo das Fahrrad als Alternative in den Fokus bringen und die Stadt auf Missstände hinweisen“, unterstrich Hilde Lindner-Hausner. Denn gerade in den vergangenen Jahren heize sich die Weidener Innenstadt durch die Klimakrise, aber auch durch den KFZ-Verkehr auf. Ein weiteres Thema waren die steigenden Lebenshaltungskosten. Es treffe nicht alle gleich hart. Gerade Menschen mit kleinerem Einkommen, Menschen, die auf dem Land wohnen und keine nennenswerte Anbindung an den ÖPNV hätten, würden von den stark gestiegenen Energiekosten hart getroffen. Und trotzdem wolle die Regierung bei der Spritpreisbremse eine Umverteilung von unten nach oben durchführen.

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