Ein Synagogenbesuch mit vielen wertvollen Facetten

Floß. Schülerinnen und Schüler der Lobkowitz Realschule Neustadt/WN konnten beim Besuch der Synagoge hautnah jüdische Geschichte atmen.

Ein Haus voller Geschiche und Geschichten. Foto: Heidi Riedel
Ein Haus voller Geschiche und Geschichten. Foto: Heidi Riedel
Foto: Heidi Riedel
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Foto: Heidi Riedel
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Am letzten Montag vor den Sommerferien stellten sich 130 Neuntklässlerinnen und Neuntklässler der Lobkowitz Realschule Neustadt/WN der Herausforderung des Jahresmottos „Fair play – jeder Mensch zählt“ und erkundeten die Synagoge in Floß. Begleitet wurden sie von ihren Religions- und Klassenlehrern.

Bürgermeister Günter Stich, selbst ein ehemaliger Lobkowitz-Absolvent, begrüßte die jungen Leute und führte sie unter Klängen jüdischer Musik in das von 1815 bis 1817 im klassizistischen Stil errichtete Bauwerk. Er gab Ausführungen zur Geschichte der Flosser Juden, deren Verfolgung zur Zeit des Nationalsozialismus, zu besonderen Einrichtungsgegenständen der Synagoge, Symbolen und zur Nutzung des Gebäudes in der Vergangenheit und Gegenwart.

Es herrscht Leben in der Synagoge

Heute leben keine Juden mehr in Floß. Doch die Synagoge wird von der jüdischen Gemeinde Weiden betreut, und es finden Feste, Feierlichkeiten und Konzerte darin statt. Stich informierte auch über den benachbarten jüdischen Friedhof mit 451 Gräbern. Auch ein Sammelgrab mit 40 Opfern der Todesmärsche von Flossenbürg nach Dachau befindet sich dort.

Pädagogisch wertvoll

Abschließend begaben sich die Teenager in den musealen Bereich auf der Empore und bearbeiteten ein Begleitheft. Der Unterrichtsgang bot hervorragende Anknüpfungspunkte zu den Unterrichtsfächern Geschichte und Kunst. Ferner sieht das Vorbereitungsteam der Synagogenfahrt darin eine Bereicherung auf den Gebieten der Demokratieerziehung sowie der Heimat- und Kulturkunde.

„Fair play – jeder Mensch zählt“…

…das können die Lobkowitz Realschüler weitersagen, weil sie mit großer Aufmerksamkeit den außerschulischen Lernort Synagoge bewusst wahrgenommen und dabei erfahren haben, wie wichtig es ist, antisemitischen Parolen die Stirn zu bieten.


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