Buntes

"Hohe Kunst der Erziehung" - ein Jahrgang trotzt allem

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Neustadt/WN. Sie blicken zurück und in eine strahlende Zukunft: 26 Studierende der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik haben ihren Abschluss in der Tasche. Und das obwohl es speziell dieser Jahrgang nicht immer leicht hatte.

Die Absolventen der Fachakademie für Sozialpädagogik feierten ihren Abschluss mit einem gebührenden Fest. Bild: Bernhard Knauer

Gelungene Verabschiedung trotz Coronaeinschränkungen: 26 Studierende der Staatlichen Fachakademie für Sozialpädagogik konnten bei herrlichem Wetter im Innenhof des Beruflichen Schulzentrums Neustadt/WN verabschiedet werden. Zunächst begrüßte der kommissarische Leiter der Schule, StD Reiner Butz, alle anwesenden Gäste. In den anschließenden Reden der anwesenden Ehrengäste wurde immer wieder deutlich, dass man es hier mit einem "geschichtsträchtigen Jahrgang" zu tun hatte.

So wiesen der Neustädter Bürgermeister Sebastian Dippold und der stellvertretende Landrat Albert Nickl in ihren Grußworten darauf hin, dass der Beruf des Erziehers und der Erzieherin gerade in Zeiten der Pandemie an zunehmender Bedeutung gewinnt: "Kinder sowie Jugendliche in allen Lebenslagen zu begleiten erfordert heute eine hohe fachliche Kompetenz und ein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen. Die Absolventinnen haben dies unter den erschwerten Bedingungen der Coronapandemie eindrucksvoll unter Beweis gestellt."

"Fabel"hafte Reden für die Absolventinnen 

Beide Redner stellten auch einen persönlichen Bezug zum Beruf der Erzieherin her und ließen ein fachliches Hintergrundwissen erkennen. Der Leiter der Fachakademie Roland Kusche knüpfte an die Gedanken seiner Vorredner in seiner Abschlussrede an und stellte die Ressourcen der Absolventinnen in den Vordergrund.

Mit der "Fabel von der Schule der Tiere" ermutigte er die Studierenden dazu auf das angeeignete fachliche Wissen zu vertrauen und es an die anvertrauten Schützlinge weiterzugeben, was letztendlich immer eine hohe Kunst bleibt.

Die Fabel lehrt aber auch, dass man nicht alles können muss, sondern dass man die eigenen Fähigkeiten gut einbringen darf. Besonderen Stolz sprach er auch im Namen der anwesenden Lehrkräfte für die Leistungen der Studierenden in den vergangenen letzten eineinhalb Jahren aus.

Trotz widrigster Bedingungen – permanenter Onlineunterricht und Notbetreuungen seien hier nur als Stichwort genannt – haben die Absolventinnen hervorragende schulische Leistungen erbracht.

Ein "sehr guter Jahrgang" mit hervorragenden Leistungen

So konnten erstmals zwei Drittel der Studierenden sogar mit dem Abschluss zur Erzieheriin die Fachhochschulreife erwerben. Der stellvertretende Landrat Albert Nickl betonte, dass es sich hier um einen sehr guten Jahrgang handle.

Diese Leistung ist nach der Aussage von Roland Kusche sogar noch höher zu bewerten, da viele von ihnen über die Mittel- und Realschule kommen. Gelungen war auch die Abschlussrede der Absolventen Nicole Scott, die im Namen ihrer Mitstudierenden die vergangenen Studienjahre Revue passieren ließ.

Als Geschenk an die Fachakademie übergaben dann die Studierenden Vanessa Bäumler und Katharina Dotzler einen Zitronenbaum, von dem hoffentlich Früchte geerntet werden können.

„Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst“

Im Anschluss an die Reden wurde den Absolventinnen die vorläufigen Abdrucke ihrer Zeugnisse überreicht, da die Weiterbildung zur Erzieherin offiziell erst am 31. August endet. Roland Kusche als Leiter der Fachakademie ging dabei mit kleinen Anekdoten sehr persönlich auf jede Absolventin ein, was die Gäste zu manchem „Schmunzler“ anregte.

Neben den bereits erwähnten guten Leistungen erhielten als Jahrgangsbeste Luisa Bauernfeind aus Flossenbürg mit einem Schnitt von 1,58 den Geldpreis des Landkreises und Julia Zwetzig aus Weiden mit einem Schnitt von 1,63 einen Büchergutschein der Schule.

Ein besonderes Highlight war auch das gemeinsame Steigenlassen von Luftballons, die mit einem selbst verfassten Text der Studierenden versehen wurden. Das Motto: „Du kannst alles schaffen, wenn du nur willst“ wurde so in die Welt hinaus getragen.

Musikalische Highlights begleiten die Abschlussfeier

Musikalisch umrahmt wurde die sehr gelungene Feier von den Studierenden des ersten Studienjahres, die unter der Leitung der Musiklehrkräfte StRin Agnes Rothenberger und Ulli Schmutzer mit den Gitarrenstücken von John Denver „Country Roads“ und Uriah Heep „Lady in Black“ dem Publikum einen Einblick in die musikalische Ausbildung der Schule gewährten.

Auch die Lehrerband zeigte mit dem Song „Big Yellow Taxi“ ihr Können. Am Ende der Feier präsentierten die Absolventinnen noch einen selbst erstellten Videobeitrag, der unter der großen Überschrift „Danke sagen“ stand.

Überrascht wurden dann schließlich noch die Studierenden von der Premiere des neuesten Tonstudiobeitrags der Lehrerband, der unter der Botschaft Liebe stand: "In einer Welt, die vielfach aus den Fugen geraten ist, ist diese Botschaft von umso größerer Bedeutung."

Obwohl Getränke und Essen wegen geltender Corona-Beschränkungen nicht erlaubt waren, standen die Gäste noch einige Zeit in der festlich geschmückten Atmosphäre des Innenhofes zusammen und tauschten so manche Erinnerung aus. Für die gelungene und sehr gelobte Dekoration war Fachlehrerin Sabine Sailer verantwortlich.

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