Geschichtsfreunde kommen wieder in die Gänge

Kemnath. Trotz Corona zog der Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreis bei seiner Jahreshauptversammlung eine positive Bilanz.

Trotz Pandemie fiel Vorsitzender Robert Schöns Tätigkeitsbericht des HAK umfangreich aus. Foto: Bernhard Piegsa
Trotz Pandemie fiel Vorsitzender Robert Schöns Tätigkeitsbericht des HAK umfangreich aus. Foto: Bernhard Piegsa
Viele Besucher kamen am 12. Juni zur
Viele Besucher kamen am 12. Juni zur „Museumsmeile“, um die Fronveste, das Musikeum und einen Informationsstand des Museumsverbunds „das zwoelfer“ mit den Mitarbeiterinnen Stefanie Schreiner und Annette Kraus zu besuchen. Foto: Bernhard Piegsa
Neue Ehrenmitglieder des HAK sind Rainer Sollfrank (Zweiter von links neben Vorsitzendem Robert Schön) und Hans Bäte (Zweiter von rechts neben Ehrenvorsitzendem Hans Rösch). Foto: Bernhard Piegsa
Neue Ehrenmitglieder des HAK sind Rainer Sollfrank (Zweiter von links neben Vorsitzendem Robert Schön) und Hans Bäte (Zweiter von rechts neben Ehrenvorsitzendem Hans Rösch). Foto: Bernhard Piegsa
Die Postgeschichte Kemnaths beschrieb Briefmarkenfreunde-Vorsitzender Hermann Dietl für die Besucher der HAK-Hauptversammlung. Foto: Bernhard Piegsa
Die Postgeschichte Kemnaths beschrieb Briefmarkenfreunde-Vorsitzender Hermann Dietl für die Besucher der HAK-Hauptversammlung. Foto: Bernhard Piegsa
Foto: Bernhard Piegsa
Foto: Bernhard Piegsa
Foto: Bernhard Piegsa
Foto: Bernhard Piegsa

Auch wenn die bekannten „Umstände“ den Heimatkundlichen Arbeits- und Förderkreis (HAK) wie so viele andere Institutionen zwei Jahre lang ausbremsten, fielen die Bilanzen des Vorsitzenden Robert Schön und der Arbeitsgruppensprecher für die Hauptversammlung im Stadthallenfoyer erfreulich umfangreich aus.

Vorsitzender gesucht!

Nach wie vor hält aber die Suche nach einem neuen Vorsitzenden die rund 500 Geschichts- und Kulturfreunde in Atem. Robert Schön, der 2019 „vorläufig“ das Staffelholz aus der Hand von Hans Rösch übernommen hatte, erklärte zwar, die Verantwortung einstweilen weiterhin tragen zu wollen. Angesichts verschiedener anderweitiger Verpflichtungen hoffe er aber auf eine Ablösung in nicht zu ferner Zukunft: „In diesem so mitgliederstarken Verein sollte das doch möglich sein.“

In seiner Rückschau erwähnte Schön insbesondere den Bauernmarktsonntag am 12. Juni, an dem viele Besucher auch das Heimatmuseum, das „Musikeum“ und den Informationsstand des Landkreis-Museumsverbunds „das zwoelfer“ besucht und sich an den von Heiner Dworzak handgefertigten hölzernen „Souvenirs“ erfreut hatten, sowie die Wiederaufnahme des von Monika Fink geleiteten Wirtshaussingens.

Große und kleine Glanzlichter

Auch die Stadtwache sei dabei, die Zeit weitgehender Inaktivität zu durchbrechen. Große und kleine Glanzlichter der letzten gut zwei Jahre seien ferner Susanne Vonhoffs neuer Kunst-Karpfen „Bleibts xund“ zum Thema „Corona“, die Museumsausstellungen „Schloss Wolframshof“, „190 Jahre Post in Kemnath“ und „Das Deutsche Kaiserreich“, die konzeptionelle und pflegerische Feinarbeit am geologischen Lehrpfad sowie einzelne Stadtführungen „im Rahmen des Möglichen“ gewesen.

Schöns besonderer Dank galt dem Ehrenvorsitzenden Hans Rösch, der sich mit ungebrochener Schaffenskraft und Freude um Verein und Museum kümmere: „Du bist Seele und Manager des HAK, und die Zusammenarbeit mit dir könnte nicht besser sein.“

Altstraßenforschung vorerst ausgesetzt

Für die Arbeitsgruppe „Altstraßenforschung“ berichtete deren Sprecher Peter Wittmann, dass man die Arbeit vorerst ausgesetzt habe. Man wolle aber demnächst über „neue Ideen“ wie etwa die Gründung eines Stammtischs beraten.

In der Gruppe „Archiv“ erstellten Katrin Pasieka-Zapf und Werner Dollhopf die Jahresrückblicke für das Jahrbuch „Kemnather Heimatbote“, für die Lehrpfadgruppe kündigte Hans Rösch die bevorstehende Neumarkierung und Neubeschilderung des „Geo-Erlebniswegs“ im Zuge allgemeiner gleichartiger Arbeiten im Landkreis an.

Rainer Sollfrank verwies für die Kunstgruppe unter anderem auf seine neue Kunstausstellung „Phantasiewelten“ im Heimatmuseum, Volkmar Legath für die Stadtwache auf das Anfang Juli ausnahmsweise nur im kleinen Rahmen ausgerichtete Feldlager am Eisweiher und Monika Fink auf die 25-Jahr-Feier des Wirtshaussingkreises im kommenden Jahr : „Seit 1998 hatten wir 231 Singkreistreffen.“

Wichtiger archäologischer Stammtisch

Schließlich hob Käthe Pühl die Zusammenarbeit zwischen „Förderverein Rauher Kulm“ und HAK hervor, die sich vor allem in dem archäologischen Stammtisch widerspiegele: „Er ist in den vergangenen zehn Jahren zu einer festen Einrichtung geworden.“ Noch heuer solle der Grabungsbetrieb am Kulm wieder aufgenommen werden.

Zwei Ehrenmitglieder einstimmig gekürt

Einstimmig und mit herzlichem Beifall begrüßten die Teilnehmer die vom Ehrenvorsitzenden Hans Rösch vorgeschlagene Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Hans Bäte und Rainer Sollfrank. Nicht nur als einer der Leiter der Kunst-Arbeitsgruppe und als überregional bekannter Maler, Graphiker und Kunstfotograf, sondern vor allem als Gestalter von Plakaten und Urkunden und als „Gefechtsmaler“, dem der Verein professionelle Bilddokumentationen seiner Veranstaltungen verdanke, leiste Sollfrank dem Verein und der Stadt unschätzbare Dienste.

Ein Gleiches, so Rösch, gelte für den Gründer der Vor- und frühgeschichtlichen Arbeitsgruppe Hans Bäte, dem das Heimat- und Handfeuerwaffenmuseum eine seiner angesehenen Dauerausstellungen verdanke und der entscheidend dazu beigetragen habe, dass „die Besiedlungsgeschichte des Kemnather Landes neu geschrieben werden musste“.

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