Große Pläne des Tierschutzvereins: Neubau geplant

Weiden. Bei der Jahreshauptversammlung des Tierschutzvereins ist unter anderem über den anstehenden Neubau des Tierheims diskutiert worden.

Das alte Auto des Tierheimes ist die Jahre gekommen. Das neue von Sponsoren zusammen getragene Fahrzeug dient zum Transport der Fundtiere, aber auch gerade für den bevorstehenden Tierheim-Neubau für die Auslagerung der Tiere bei befreundeten Tierheimen Im Bild: Tierheimleiterin Jutta Böhm. Foto: Reinhard Kreuzer

Die Einladung an die Mitglieder des Tierschutzvereins Weiden erging rechtzeitig. In der Gaststätte Hubertus fand die Jahreshauptversammlung ohne Neuwahlen und Ehrungen statt. Erste Vorsitzende Mariele Junak steht in den 20 Jahren des Vereins an der Spitze. 

In ihrem Rückblick sagte Junak, dass sich der Bestand nur um zwei Mitglieder reduzierte, derzeit sind 985 Mitglieder gemeldet. Leider hat Corona den Verein immer noch im Griff. Die Zeit hat der Verein soweit gut überstanden, jedoch ist der Zugang ins Tierheim immer noch beschränkt.

Nicht alle Fundtiere wieder abgeholt

„Jedoch kommen die Tierinteressenten mit Terminvorgaben ins Tierheim. Auch ist die Betreuung der Tiere auf einen sehr kleinen Kreis beschränkt. Das alles wirkt sich auf den Rückgang der direkten Spenden aus. Dennoch wurde die Spendenbox vor das Tierheim gestellt“, so Junak. 

Im letzten Jahr von September bis heute gingen an Fundtieren 40 Hunde ein, von denen 32 wieder abgeholt worden waren. Bei den Katzen waren es 124, es sind jedoch nur 22 wieder angefordert worden. Von den 19 Kleintieren ist keines geholt worden. Beschlagnahmt worden sind 31 Tiere, aktuell sind 150 Tiere im Bestand.

Großzügiges Vermächtnis für den guten Zweck

Erfreulich, dass ein zweckgebundenes Vermächtnis von 16.000 Euro mit den Verwandten abgesprochen worden war. Die Verwendung geht an Menschen, die durch die tierärztliche Behandlung ihrer Tiere in arge finanzielle Bedrängnis kamen. Es wurden Medikamente, Operationen und Spezialfutter davon bezahlt.

„Auch ukrainische Tiere sind aufgenommen worden. Als die Familien in Privatunterkünfte ziehen konnten, hat man die Tiere wieder abgeholt. Die Aktion war für die Besitzer kostenlos“.  Zum Tierheimneubau sagte Junak, dass die Preisteuerung den Verein voll getroffen hat. Das Angebot von vier Millionen liegt weit darüber.

Planmäßiger Baubeginn: 2023

„Unter anderem müssen wir im hinteren Bereich eine drei Meter hohe und 70 Meter lange Stützwand setzen, das Gefälle kann nicht mit einer Böschung abgeschlossen werden.“ Es mussten nun Einsparungen getroffen werden, so wurde die Hausmeisterwohnung mit Leitungen versehen, jedoch nicht realisiert. Die Preise für Stahl und Beton sind in die Decke geschossen.

Jetzt muss sichergestellt werden, dass die Fundtierunterbringung in der Bauphase gewährleistet ist. Plan ist es 2023 mit dem Bau zu beginnen und im Frühjahr 2024 ins neue Tierheim ziehen zu können. „Ich wünsche mir, dass die nächste Jahreshauptversammlung schon im neuen Gebäude abgehalten werden kann“.

Gesponsertes Tierheimauto

Besondere Freude herrscht im Verein, weil 48 Sponsoren für ein neues Tierheimauto gespendet haben. Das alte Auto ist in die Jahre gekommen, die Werbefläche auf dem „Renault Kangoo“ sind angebracht, das Auto ist ausgeliefert. Als Werbung für die Spender wurde am Tierheim eine Alutafel angebracht, die Besucher können sehen, wer den fahrbaren Untersatz gespendet hat. 

Abschließend legte Norbert Ziegler den Kassenbericht vor, die Revision mit Manuela Fritsch und Katrin Plouschka schlug die Entlastung vor, die einstimmig erfolgte. Grußworte überbrachte Sema Tasoli Stoll, auch jene im Auftrag des Oberbürgermeisters Jens Meyer. Überdies lobte Dr. Eva Nitsche die viele Arbeit, auch wenn man sich diese schon mal „schmuselig“ vorstelle.

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