Hut ab vor der politischen Jugendarbeit in der Nordoberpfalz

Nordoberpfalz. Das Netzwerk Inklusion und die Jugendringe aus Weiden, Neustadt und Tirschenreuth haben den Sonderpreis des Oberpfälzer Jugendarbeitspreises erhalten.

Stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger (links) und Bezirkstagspräsident Franz Löffler (rechts) zeichneten mit dem Bezirksjugendring das Netzwerk Inklusion im Landkreis Tirschenreuth und die Jugendringe aus Weiden, Neustadt/WN und Tirschenreuth für ihre herausragende politische Bildung aus. Foto: Bayerischer Jugendring/Andreas Manhart

Das Netzwerk Inklusion im Landkreis Tirschenreuth, der Stadtjugendring Weiden und die Kreisjugendringe Neustadt/WN und Tirschenreuth freuen sich über eine besondere Auszeichnung: Sie sind beim Oberpfälzer Jugendarbeitspreis mit einem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet worden. Bayerns stellvertretender Ministerpräsident Hubert Aiwanger würdigte mit dem Preis die verschiedenen Aktionen des Bündnisses. Zu den Gratulanten zählten auch Bezirkstagspräsident Franz Löffler sowie Regierungspräsident Walter Jonas.

Oberste Ziele der gemeinsamen Jugendarbeit sind, darauf hinzuwirken, dass die Kinder, Jugendlichen und Heranwachsenden möglichst positive Lebensbedingungen in Familie, Schule, Ausbildung, Beruf und Freizeit vorfinden können – auch in Krisenzeiten.

Franz Löffler

Junge Menschen sind engagiert

Der Jugendarbeitspreis zeichnet Projekte aus der Jugendarbeit in der Oberpfalz aus, die sich im Vorfeld von Wahlen mit Themen rund um Demokratie, Partizipation und politisches Handeln beschäftigen, erklärt Bezirksjugendring-Vorsitzender Philipp Seitz. Die vielen spannenden Einreichungen zeigen laut Seitz, wie sich junge Menschen öffentlichkeitswirksam in politische Belange einmischen, die Gesellschaft bewegen und somit aktiv Politik gestalten können.

Das Bündnis organisierte im Vorfeld der Bundestagswahl eine ganze Reihe an Aktionen, um junge Menschen in Kontakt mit Politik zu bringen. Das sei überaus erfolgreich gelungen, betonte Seitz. Die Jury sei vom Konzept und dem Ansatz des Bündnisses begeistert gewesen. Zielgruppe seien dabei alle jungen Menschen gewesen und das Projekt habe durch den inklusiven Ansatz beeindruckt.

Jede Menge interessanter Ansätze

Neben der U18- und Jugendwahl gab es auch ein Online-Speed-Dating mit den Direktkandidaten des Wahlkreises. Gebärdendolmetscher wurden außerdem eingesetzt, um alle jungen Menschen teilhaben zu lassen. Besonders beeindruckt zeigte sich die Jury auch von den Fragenblöcken, die unter anderem die Themen Inklusion, Umwelt, Klima, Partizipation und soziale Gerechtigkeit aus Jugendsicht thematisierten.

Hubert Aiwanger beeindruckten besonders die flankierenden Kampagnen. So gab es einen Kinospot, der zur Teilnahme an der Wahl aufrief, einen Wahlaufruf an alle Erstwähler und zudem die Jugendwahlen, um junge Menschen für Politik und Demokratie zu gewinnen. Mit den Wahllokalen wurden mehr als 3.000 junge Menschen erreicht.

Dem Bezirksjugendring Oberpfalz sei es wichtig, junge Menschen für politisches Engagement zu gewinnen, sagte Philipp Seitz, die Jugendarbeit sei eine Werk- und Wirkstätte der Demokratie. Das beweise der Oberpfälzer Jugendarbeitspreis, der in diesem Jahr zum dritten Mal ausgeschrieben wurde, jedes Mal aufs Neue. Und die Projekte der Preisträger würden zeigen, wie wichtig es ist, junge Menschen schon früh für Politik zu begeistern und zu gewinnen.

Ganz klar der richtige Weg

Auch Hubert Aiwanger lobte das Bündnis und zeigte sich beeindruckt. „Ich sage ganz klar: Ich wünsche mir, dass junge Menschen noch sehr viel früher in Verantwortung gehen.“ Wer frühzeitig in Verein und Ehrenamt Verantwortung übernimmt, der bringe sich ein und lerne Engagement kennen.

Bei der Preisverleihung würdigten Regierungspräsident Walter Jonas, die Regensburger Landrätin Tanja Schweiger, die Regensburger Bürgermeisterin Dr. Astrid Freudenstein, Sarah Lehner vom Bayerischen Jugendring und Michael Weiß, Landesvorsitzender der Bayerischen Sportjugend, das ausgezeichnete Engagement der Jugendringe und des Inklusionsnetzwerks. Es sei beispielgebend.

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