Musikalischer Hase besänftigt Gespenster

Neustadt/WN. „Ein Kompliment an Frau Bauer und an Frau Ruhland-Zahner. Das hat einen richtig mitgenommen“, sagte Daniela Pöllath nach der Aufführung von „Kwela, Kwela“. Hase Tschipo rettet dank seiner Musikalität die Steppentiere vor dem Verdursten und am Ende läuten die Hochzeitsglocken.

„Und natürlich auch der Band, Herrn Gleixner und Herrn Assion – ein riesen Kompliment“, schwärmte Pöllath, die Mutter zweier Protagonisten, die im Basaltheater Parkstein auch selbst schon auf der Bühne gestanden ist. Sohn Maximilian mimte Jake, das „zerbeulte Zebra“, das sich in Priscilla, ein Zebra-Weibchen mit „den schärfsten Streifen Afrikas“ bis über beide Ohren verliebt hat. Bis auf eine Pfanne, die in den Weiten des afrikanischen Kontinents eigentlich schwer zu bekommen ist, kann er der Angebeteten aber nicht viel bieten. Korbinian Pöllath, der Zwillingsbruder von Maximilian, spielt die Rolle des Löwen King George, der als König für die bunten Vögel, die Zebras, den Elefanten und den „Lärmvogel“ die Verantwortung für das Wohlergehen seiner tierischen Untertanen trägt.

Für Musical extra Flöte gelernt

Eine lange Trockenzeit und fehlendes Trinkwasser machen den Steppentieren schwer zu schaffen. Ein alter Stiefel, das einzige Überbleibsel eines Großwildjägers, dessen Gewehr bei der Löwenjagd eine Ladehemmung hatte, und der jetzt von „Das große Orakel“ befragt wird, befiehlt zu Graben. Da leistet die Pfanne von Jake auf einmal doch gute Dienste. Dumm nur, dass das einmal gefundene Wasser über Nacht wieder verschwindet. Nur Tschipo, der ungeliebte Buschhase, vermag die diebischen Gespenster mit seinem Flötenspiel zu besänftigen. „Sie hat für das Stück extra Flöte gelernt, obwohl sie eigentlich Geigerin ist“, lobt Studienrat Wolfgang Gleixner, der die Gesamtleitung des Musicals innehat, Schauspielerin Franziska Wüst aus der fünften Klasse. 15 Schüler aus der Unterstufe hatten schon seit Monaten geprobt, die letzten fünf Tage sogar täglich, um das Zusammenspiel mit dem Chor und der Big-Band von Roland Assion einzuüben.

Ich fand’s super. Es war ein harter Kampf und der Chor musste sich Einiges anhören, aber das hat sich gelohnt. Ich bin sehr zufrieden,

sagte Gleixner, der den 85-köpfigen Chor dirigierte, mit dem er teils schon seit September vergangenen Jahres die Gesangsstücke aus „Kwela, Kwela“ geprobt hatte. Zusammen mit der Big-Band, den Schauspielern, den Technikern, den Helferinnen in der Maske und den Souffleusen waren rund 150 Schüler mit der Aufführung beschäftigt.

Schulspiel Gymnasium
In ihrer Not fragen die Steppentiere das Schuhorakel nach Rat.
Chor Gymnasium Neustadt
Im Chor sangen 85 Schüler aller Jahrgangsstufen. Musiklehrer Wolfgang Gleixner hatte schon im September mit den Proben begonnen.

Ende gut, Aufführung gut

Ende letzten Schuljahres hatte Gleixner die Idee zusammen mit der Schauspielgruppe ein Musical auf die Bühne zu bringen. „Kwela-Kwela“, das Stück des Musikpädagogen Andreas Schmittberger, war für die Altersklasse geeignet und ohne externe Sponsoren finanzierbar. Die Kostüme stellte teils das Basalttheater Parkstein, teils Karin Gleixner, die Mutter des Musiklehrers, zur Verfügung. Am Ende stimmte das Ergebnis – sowohl in der Geschichte, in der für Jake und Priscilla doch noch die Hochzeitsglocken läuten, als auch bei der Aufführung.

Es wird mit jedem Mal besser. Ich bin sehr zufrieden,

sagte Studienrätin Barbara Bauer von der Schulspielgruppe.

Kwela, kwela
Am Ende doch noch ein Paar: Zebra-Dame Priscilla und Jake finden doch noch zueinander.
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Zur Feier der Hochzeit starten die Schauspieler eine Polonaise.
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