Tröglersrichter Dorfkapelle ist ein Sanierungsfall

Weiden. Die Statik des Kirchleins in dem Weidener Ortsteil bereitet zunehmend Sorgen. Der Landtagsabgeordnete Stephan Oetzinger und Bezirkstagsvizepräsident Lothar Höher haben dem kleinen Gotteshaus einen Besuch abgestattet.

CSU-Ortsvorsitzender Hans Forster (Zweiter von rechts) und CSU-Stadtrat Alois Lukas (rechts) zeigten Stephan Oetzinger (rechts) und Lothar Höher (Zweiter von links) die Schäden an der Kapelle. Foto: Theo Kurtz

Der Zahn der Zeit nagt kräftig an der Tröglersrichter Dorfkapelle. Das kleine Gotteshaus könnte einen neuen Farbanstrich vertragen. Das wäre aber noch das geringste Problem. Die Statik des Gebäudes macht mehr zu schaffen. Große Risse ziehen sich durch das Mauerwerk und die Giebelseite kippt langsam aber aber sicher nach vorne.

Kosten belaufen sich auf 280.000 Euro

Das Kirchlein, das 1890 von den Dorfbewohnern errichtet worden war, und seit der Eingemeindung des Ortes nach Weiden im Besitz der Stadt ist, wartet dringend auf eine Generalsanierung. Vor drei Jahren war dazu bereits ein Antrag gestellt worden, vor zwei Jahren hat der Stadtrat das Vorhaben genehmigt. Jetzt kann es endlich losgehen. Die Maßnahme ist nicht ganz billig, darum auch die längere Wartezeit: Rund 280.000 Euro werden für das Vorhaben veranschlagt.

Zuschüsse in Höhe von 75.000 Euro fließen

Doch es gibt jede Menge Zuschüsse. Die Bayerische Landesstiftung macht 21.500 Euro locker, der Freistaat Bayern schießt aus Denkmalschutzmitteln 40.000 Euro zu und der Bezirk steuert auch noch mal rund 15.000 Euro bei.

Hans Forster, Vorsitzender des CSU-Ortsverbands Weiden-Ost, hatte jetzt die beiden maßgeblichen Leute, die sich für das Fließen der Fördermittel stark gemacht hatten, zu einer Ortsbesichtigung eingeladen. Zusammen mit CSU-Stadtrat und Tröglersricht-Bewohner Alois Lukas hatte er den Landtagsabgeordneten Stephan Oetzinger und den Bezirkstagsvizepräsidenten Lothar Höher durch das Kirchlein geführt und auf die baulichen Mängel aufmerksam gemacht.

Schäden tauchten bald wieder auf

Bereits in den 90er Jahren hatte man die Kapelle zum ersten Mal renoviert und versucht das Gebäude mit einer Unterfangung zu stabilisieren. „Nach zwei, drei frostigen Wintern waren die Risse aber wieder da“, erzählt Lukas.

Die Kapelle wird noch immer genutzt. Es finden Maiandachten statt, es werden Sterberosenkränze gebetet und ab und an wird auch ein Gottesdienst abgehalten. Noch heuer soll die Sanierungsmaßnahme in Angriff genommen werden.

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