Geschichte erleben: Tag des offenen Denkmals in der Nordoberpfalz

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Weiden/Tirschenreuth/Neustadt/WN. Einmal im Jahr zum „Tag des offenen Denkmals“ öffnen bundesweit Denkmäler, die sonst nicht allgemein zugänglich sind, kostenfrei ihre Tore und bieten durch Führungen und Programme einen Einblick. Bei uns erfahrt ihr, wo ihr diesen Tag in der Nordoberpfalz nutzen könnt. 

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz lädt am 10. September zum „Tag des offenen Denkmals“. Hier zeigt sich wie wertvoll die Arbeit von Denkmalschützern, Restauratoren und Denkmalpflegern ist. Heuer steht der Tag des Denkmals unter dem Motto „Macht und Pracht“. Auch auch die Stadt Weiden und die Landkreise Neustadt/WN und Tirschenreuth beteiligen sich am Aktionstag.

Schmuckstück Altes Rathaus Weiden

Rathaus Weiden Baustellenbegehung

In Weiden könnt ihr zum Beispiel das Alte Rathaus am Oberen Markt begutachten. Werft einen Blick in die Baustelle des Schmucksstücks in Weiden. Derzeit werden der fast 500 Jahre alte Dachstuhl und die Fassade des historischen Gebäudes saniert. Am Sonntag hat das Rathaus von 10.00 bis 12.00 und 14.00 bis 16.00 Uhr offen. Jeweils um 10.00 Uhr und um 14.00 Uhr finden Führungen durch den historischen Dachstuhl und die Baustelle statt (bitte festes Schuhwerk vorsehen!).

Das Amt für Kultur, Stadtgeschichte und Tourismus erzählt dabei Geschichte und „Geschichten“ rund um das ehrwürdige Weidener Rathaus. Das Amberger Ingenieurbüro ALS erläutert die Historie des wertvollen Dachstuhl und gibt Einblick in die derzeit stattfindenden Sanierungsarbeiten. Vertreter des Planungsbüros, der unteren Denkmalschutzbehörde und der ausführenden Firmen beantworten Fragen zum Thema Denkmalschutz. Ein musikalisches Rahmenprogramm rundet den Aktionstag ab.

Fischhofpark Tirschenreuth

Tag des offenen Denkmals Tirschenreuth Weiden Fischhofpark in Tirschenreuth

Im Landkreis Tirschenreuth werden Sonderführungen im Amtsgericht Tirschenreuth Fischhofbrücke, Fischhof, Sitzungssaal und Gerichtsraum angeboten. Vom Dachraum ist ein Blick bis zur Stadtmitte möglich. Zugängig ist ebenfalls die Rokokokapelle, erbaut 1715. Der Fischhof mit Fischhofbrücke gilt für das Stiftland als ältestes Kulturdenkmal. Ursprünglich eine Insel im Stadtteich war der Fischhof eine Einrichtung des Zisterzienserklosters Waldsassen. Heute beherbergt der Fischhof die Räume des Amtsgerichts Tirschenreuth.

Die Führungen finden jeweils zur vollen Stunde um 14 Uhr, 15 Uhr und 16 Uhr statt. Treffpunkt ist der Fischhof (Innenhof Amtsgericht). Getränke, Kaffee und Kuchen gibt es von 13 bis 17 Uhr im Gewölberaum im Fischhof. Eine Anmeldung zu den Führungen braucht man vorher nicht.

Stadtpfarrkirche St. Georg

Der Kirchenbau der Stadtpfarrkirche ist seit 1737 vollendet. In der Zeit von 1998 bis 2003 wurde die Neustädter Kirche renoviert. Am Tag des Denkmals hat die Stadtpfarrkirche St. Georg ganzstags geöffnet. Eine musikalische Kirchenführung gibt es um 14 Uhr von Monika Wittmann und Harald Bäumler.

Landrichterschloss Parkstein

In der Schlossgasse in Parkstein steht das Lichtrichterschloss. 1762 haben die Parksteiner das Gebäude als Sitz des Landrichters von Parkstein erbaut, das als solcher bis 1808 genutzt wurde. Nach mehrmaligen Änderungen und Umbauten ist es heute Rathaus und Museum.

Am Sonntag zu den Führungen um 14, 14.45 und 15.30 Uhr geöffnet, die Manfred Reiß leitet. Außerdem gibt es eine Szenische Führung durch den Heimatverein Parkstein.
Szenischen Führung durch den Heimatverein Parkstein: Der Landrichter und seine Frau werden von einem Architekten über das Landrichterschloss aufgeklärt.

Pfarr- und Klosterkirche Speinshart

Kloster Speinshart Bild: Manfred Finken "Pegnitzer"

Kloster Speinshart Bild: Manfred Finken „Pegnitzer“

Den Klosterhof Speinshart hat Wolfgang Dientzenhofer von 1692 bis 1700 erbaut. Die Weihe feierte die Klosterkirche 1706. Inzwischen ist auch die Renovierung abgeschlossen.
Am 10. September 2017 gibt es um 15 Uhr eine Führung, das Kloster hat nachmittags geöffnet.

St.-Moritz-Kirche Mantel

Mantel Kirche Kirchturm

Die St.-Moritz Kirche in Mantel hat viele Details zur Baugeschichte zu bieten. 1508 wurde sie erstmals urkundlich erwähnt, 1614 verfiel sie zur Ruine. Als Wallfahrtskirche hat man in Mantel das alte Mauerwerk ab 1737 wieder aufgebaut. Bernd Weigl bietet am Tag des offenen Denkmals um 14 Uhr und 15.30 Uhr eine Führung durch die Kirche an.

Heimat- und Bergbaumuseum Erbendorf

Im Heimat- und Bergmuseum wird der Bergbau der Stadt im 19. bis 20. Jahrhundert in einer Dauerausstellung gezeigt. Geöffnet hat das Museum am Sonntag von 14 – 16 Uhr. Nach Bedarf werden vom Heimatpflegeverein Erbendorf auch Führungen angeboten.

Schloss Burgtreswitz

Das Schloss Burgtreswitz war seit Anfang des 14. Jahrhunderts Sitz der Richter und Pfleger. Nach der Zerstörung der Burganlage im Jahr 1634 wurde das Gebäude als Schloss wieder aufgebaut. Am Sonntag hat das heute als Museum genutzte Gebäude von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Um 14 Uhr bietet der Förderverein Schloss Burgtreswitz eine Führung an.

Schreiberhaus Kemnath

Heute wird das Schreiberhaus Kemnath als Ferienwohnung genutzt, in ihm steckt aber jede Menge Geschichte über seine letzten Bewohner. Von 14 bis 16 Uhr (ansonsten auf Anfrage) kann das Schreiberhaus am Tag des offenen Denkmals besucht werden. Nach bedarf gibt das Fachpersonal Führungen.

Burgruine Kemnath

In der Burgruine Kemnath bieten Herr Schimpf und Herr Horn am Sonntag um 14 Uhr Führungen durch die Burgruine. Die Ruine und die Burgkapelle sind aber auch ganzstags frei zugänglich.

 

Burgruine Plößberg

Nachdem die Liebensteiner ausstarben, ging es mit der Burgruine Liebenstein hin und her. Die Geschichte der Burgruine kennt Kerl Gehret vom Bürgerverein Liebenstein sehr gut. Bei Führungen am Tag des offenen Denkmals wird er jeweils zur vollen Stunde von 14 bis 18 Uhr einen Einblick geben.

 

Ehemalige Klostermühle, Schmiede und Brauhaus Waldsassen

Von 11 bis 13 Uhr kann man in Waldsassen auf Entdeckungstour gehen. Führungen gibt es von Dipl.-Ing. (FH) Architekt Rüth um 11.00 Uhr und 14 Uhr.

Basilika und Gruft Waldsassen

Basilika Waldsassen Wiedereröffnet

Barocke Basilika, erbaut und ausgestattet 1689-1704, zählt zu den bedeutendsten Kirchenbauten im süddeutschen Raum. Wann, wenn nicht am Tag des offenen Denkmals, bietet sich ein Besuch dort mehr an. Die Chance kann man von 7 bis 19 Uhr nutzen. Führungen gibt es um 13 Uhr, 14 Uhr und 15 Uhr. Treffpunkt ist am Hauptportal der Basilika.

Mehr Infos, die interaktive Map zum Tag des offenen Denkmals und Kontakte zu den teilnehmenden Denkmälern hier auf der Homepage zum „Tag des offenen Denkmals“. 

Tag des offenen Denkmals Nordoberpfalz Screenshot www.tag-des-offenen-denkmals.de

Unter der Homepage zum Tag des offenen Denkmals (hier klicken) findet man eine interaktive Karte, die teilnehmende Denkmäler, Infos und Kontakte bereithält.

Ein Kommentar

  1. Das ist aber leider nicht die St. Moritz – Kirche in Mantel….

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