Neues Leben in historischen Mauern: Sanierung des alten Forstamtes

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Vohenstrauß. Der Landkreis ist sich als Eigentümer historischer Gebäude seiner Verantwortung bewusst und startet mit der Sanierung des alten Forstamtes in Vohenstrauß. 

Von Gerald Morgenstern

CSU Forstamt Vohenstrauß CSU-Kreisräte Sanierung Altes Forstamt Vohenstrauß historisches Gebäude Bild Gerald Morgenstern

Kreisbaumeister Werner Kraus (links) erläuterte Landrat Andreas Meier und den CSU-Kreisräten um Vorsitzenden Dr. Stephan Oetzinger die Planungen für das alte Forstamtsgebäude in Vohenstrauß. Es soll die neue Heimat für die Zulassungsstelle und VHS werden.

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Die CSU-Kreisräte um Fraktionschef Dr. Stephan Oetzinger machten sich vor Ort ein Bild. Die Zulassungsstelle und die VHS sollen die neuen Nutzer des denkmalgeschützten Gebäudes werden. „Wir bekennen uns zu unseren Außenstellen in Eschenbach und in Vohenstrauß, sie sollen in den kommenden Jahren in neuen „historischen Gebäuden“ untergebracht werden“, bekräftige Stephan Oetzinger den Willen der CSU-Kreistagsfraktion. In Vohenstrauß ist es das alte Forstamt, das vorher als Marstallgebäude der Friedrichsburg diente, in Eschenbach das alte Landratsamt am Karlsplatz.

Gebäude seit 40 Jahren leer

Dass in Vohenstrauß ein größerer Aufwand notwendig ist, führte Kreisbaumeister Werner Kraus den CSU Räten vor Augen. Bis ins 16. Jahrhundert gehen die Grundmauern des Nebengebäudes der Friedrichsburg zurück. Als Forstdienststelle diente es in etwa ab 1900, nun steht es seit 40 Jahren leer und bietet wahrlich keinen repräsentativen Anblick im Ensemble der Burg.

Bei der Begehung des Hauses wies Kreisbaumeister Kraus auf die Entwicklungen und früheren Umbauten hin. Rätsel gibt bisher noch der tieferliegende Stallbereich auf. Mit bereits durchgeführten Unterfangungs- und Trainagearbeiten sicherten sie die Mauern des Forstamtes und die Gebäudesubstanz. Mit einem Aufzug soll das Gebäude künftig auf allen Ebenen barrierefrei und behindertengerecht zugänglich gemacht werden.

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Hohe Kosten für Sanierung

Überlegungen des Architekten sehen die Aufteilung für die Zulassungsstelle und die Volkshochschule mit Büro und Unterrichtsräumen vor. Es soll auch ein Raum für den Veterinär geschaffen werdem. Über 500 Quadratmeter Nutzfläche stehen dann zur Verfügung. Kraus verschweigt auch nicht, dass die Kosten für die Sanierung wesentlich höher sind, als die in Eschenbach. Zahlen will er aber noch nicht nennen.

Wenn nicht wir, die öffentliche Hand, wer dann soll derartige Gebäude sanieren,

unterstreicht Landrat Andreas Meier das Vorhaben. Der Landrat begrüßt dabei die Bereitschaft der Städte. „Die Stadt Vohenstrauß und ihre Bürger sind im Boot“, hebt Bürgermeister Andreas Wutzlhofer hervor. „Wir freuen uns wenn Leben in das alte Ensemble gebracht wird.“ Für ihn hat das alte Forstamt eine doppelte Bedeutung. Als Sohn des ehemaligen Forstdirektor war er dort sechs Jahre zuhause. Wutzlhofer zeigt seinen Kollegen auch die Räume seiner Kindheit.

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Neuer Wohnraum für Vohenstrauß

Auch für das Gebäude an der Wernberger Straße, in dem zur Zeit noch die Zulassungsstelle und die VHS untergebracht sind, hat Wutzlhofer schon eine Nutzung parat. Die Stadt will es kaufen und einen neuen Wohnraum schaffen. 2018 sollen die Förderanträge und die Planung für die große Sanierungsmaßnahme des Forstamtes auf den Weg gebracht werden. Mit dem Baubeginn rechnen die CSU-Kreisräte aber frühestens 2019.

Bilder: Gerald Morgenstern

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