Kondrauer Wasser kommt bald aus Oberfranken

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Kondrau. Die Waldsassener Mineral- und Heilbrunnen GmbH verlagert ihre Produktion Endes Jahres nach Naila.

Von Udo Fürst

Kondrauer Verlagerung Waldsassen Naila

Die Kondrauer-Fahnen wehen im Wind – noch in Kondrau….

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Hiobsbotschaft für die Region Waldsassen: Die Kondrauer Mineral- und Heilbrunnen GmbH produziert ihre Getränke ab 2020 im oberfränkische Naila. Dort betreibt die Firma eine Produktionsgesellschaft mit Höllensprudel. Bereits im Dezember sollen Teile der Firma verlagert werden.

Hohe Investition nötig

Grund für den Weggang ist laut Gesellschafter Jonas Seidl die wirtschaftliche Situation: Am alten Standort hätte man Millioneninvestitionen tätigen müssen und außerdem liefere die Quelle nicht mehr genügend Wasser. Seidl: „Wir haben trotz einer positiven Entwicklung in den vergangenen drei Jahren den betriebswirtschaftlich erforderlichen Turnaround nicht geschafft.“

Deshalb sei man nicht in der Lage, am Standort Waldsassen notwendige technische Investition im achtstelligen Eurobereich zu leisten. Nötig wären neue Abfüllanlagen, eine moderne Betriebstechnik und der Ausbau des Fuhrparks gewesen. Nicht zuletzt habe der Mangel an ausreichend hochwertigem Mineralwasser in Kondrau zur Entscheidung beigetragen.

Kondrauer Verlagerung Waldsassen Naila

Hoffentlich kein schlechtes Omen: Eingestürzte Limokästen auf dem Kondrauer Firmengelände.

40 Mitarbeiter betroffen

Gerade diese Behauptung der Firma stößt bei Insidern auf Unverständnis: „Original Kondrauer aus einer Quelle in Naila? Wollen uns die verarschen?“, fragt zum Beispiel eine Facebook-Userin aus Waldsassen. Auch andere Stimmen aus dem Netz bezweifeln und kritisieren die Verlagerung deutlich.

Betroffen vom Weggang sind knapp 40 Mitarbeiter – teilweise mit befristeten Verträgen – für die man laut Geschäftsführer Ralf Brodnicki gemeinsam mit dem Betriebsrat nach sozialverträglichen Lösungen suchen werde. Alle anderen der insgesamt 70 Arbeitsplätze blieben ebenso in Waldsassen wie der Unternehmenssitz, die Verwaltung, der Barverkauf und Teile der Logistik.

Fotos: Udo Fürst

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Ein Kommentar

  1. Norbert Rögner schreibt:

    Also wirklich neu ist das aber jetzt nicht…. die Entscheidung fiel doch bereits vor rund 8 Wochen….

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