Photovoltaikanlage auf Kulturscheune und leuchtendes Orange für den Kindergarten

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Störnstein. Auch wenn die teuren Biberschwanzziegel verdeckt werden, auf die Kulturscheune kommt eine Photovoltaikanlage für die gesamte Dachfläche. Das müsse sein, wenn man für die Energiewende sei, befindet die Mehrheit des Gemeinderates. Auch der Kindergarten war Teil der Diskussionen im Gemeinderat. 

Von Gabi Eichl

Kindergarten Störnstein

Das Kindergarten-Team wünscht sich einen Anstrich in dem leuchtendem Orange, dessen Farbprobe schon an der Fassade prangt. Foto: Gabi Eichl

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Der CSU-Sprecher Benedikt Grimm bringt es auf den Punkt: Man könne nicht gegen den Süd-Ost-Link protestieren und dann nicht die maximal mögliche Fläche für erneuerbare Energie nutzen, auch wenn so die schöne Biberschwanzeindeckung nicht nötig gewesen wäre. Eka Reber (FW) stimmt ihm zu; es sei zwar schade um den Blickfang, aber man müsse mit gutem Beispiel vorangehen. Auch Bürgermeister Markus Ludwig bekennt, in der Sache zwiegespalten zu sein, aber die öffentliche Hand erwarte, dass die Gemeinde ein Zeichen setze.

Gegen die große Lösung stimmen nur die SPD-Räte Konrad Schell und Gerhard Trottmann. Schell sagt, an der Kulturscheune sei in der Vergangenheit schon so häufig etwas zu Ungunsten des Objektes geändert worden, es dürfe nicht auch noch die schöne Dachfläche geopfert werden. Wenn überhaupt, dann solle nur die Westseite der Scheune mit Photovoltaik-Modulen zugebaut werden.

In Sachen Baufortschritt berichtet der Bürgermeister vom jüngsten Jour Fixe: Demnach arbeitet derzeit die Sanitär-Firma in der Kulturscheune, der Elektriker hat vor wenigen Tagen begonnen.

„Ein Zeichen unserer Wertschätzung“

Ein leuchtendes Orange wünscht sich das Kindergarten-Team für den neuen Anstrich der Kindertagesstätte St. Franziskus. Eine Farbe, über die nicht jeder Gemeinderat glücklich ist. Der neue Anstrich ist seit längerem beschlossen, der Orange-Ton namens Onyx eine Auswahl des Kindergarten-Personals. Während Bürgermeister Markus Ludwig sagt, er habe kein Problem mit einem deutlich farbenfroheren Kindergarten, bezeichnen die FW-Räte Karlheinz Schreiner und Eka Reber den Farbton als „zu krass“ (Schreiner) beziehungsweise „sehr beißend“ (Reber).

Einig ist man sich, dass das Logo des Kindergartens, das neu auf der Ostseite in Regenbogenfarben aufgemalt werden soll, einen neutralen Hintergrund bekommen muss. Otto Müller (FBL) will die Entscheidung für den vom Kindergarten gewünschten Farbton als Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit des Teams verstanden wissen, wie er sagt. Diesem Argument folgen auch Schreiner und Reber.

Kunststoff schlägt Holz

Im Gegensatz zur Fassade sollen die Fenster in einem neutralen Grau gestrichen werden. Gleichzeitig werden die Fenster in den Gauben im Obergeschoss und im Spitzboden ausgetauscht. Nicht einig ist sich der Gemeinderat zunächst, aus welchem Material die neuen Fenster sein sollen.

Der Bürgermeister favorisiert Holz mit einer Alu-Verkleidung außen, lässt sich aber überzeugen, dass Kunststofffenster die bessere Wahl seien, wie einige Gemeinderäte argumentieren. Reber etwa spricht davon, dass in Kunststofffenster wesentlich einfacher eine Zwangsbelüftung einzubauen sei, sollte derlei nötig werden. Schreiner führt die geringeren Folgekosten von Kunststoff ins Feld. Gegen die Stimmen von Schell und Müller entscheidet sich der Gemeinderat für Kunststoff, nur das Fenster im Gruppenraum bleibt ein Holzfenster.

Süd-Ost-Link-Antragskonferenz nur online

Sein Einvernehmen erteilt der Gemeinderat folgenden Bauanträgen: Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Carport im Fasanenweg 9 und Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage in der Neustädter Straße 5.

In Sachen Süd-Ost-Link erkundigt sich Schreiner nach der Rückmeldung auf das Schreiben der Gemeinde an die Bundesnetzagentur. Ludwig sagt, man habe ein Antwortschreiben erhalten mit Verweis darauf, dass inzwischen entschieden sei, die Antragskonferenz nur online abzuhalten.

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