1.EV Weiden: langer Kampf gegen das Saisonende

Weiden. Erneut boten die Blue Devils dem EV Regensburg einen großen Fight an. Am Ende hatten die Bezirkshauptstädter das bessere Ende für sich. So steht für den EVW das Saisonaus zu Buche – der EVR misst sich in der nächsten Runde mit den Ice Fighters Leipzig.

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Nach der 2:3-Niederlage seiner Blue Devils in der Overtime gegen den EV Regensburg verabschiedet sich Markus Berwanger von den Fans in die Sommerpause. Nach der engen Viertelfinal-Serie macht er dies mit Stolz.

von Chris Sternitzke

Die Mannschaft des 1. EV Weiden zeigte am gestrigen Freitag in der heimischen Hans-Schröpf-Arena erneut ganz deutlich, dass sie noch nicht in den Sommerurlaub gehen wollten. Dieser ist nun jedoch Realität. 75 Minuten verlangten die Weiß-Blauen den Regensburgern in einer durchweg spannenden Begegnung alles ab, doch dann erzielte Jeffrey Smith den Treffer, der die Gäste in die nächste Runde brachte

„Kampf- und einsatzmäßig kann man das kaum toppen“ (Markus Berwanger)

erklärte Devils-Coach Markus Berwanger nach dem Spiel vor 2.490 Zuschauern. Auch sein Gegenüber Doug Irwin fand nach dem Derby lobende Worte: „Das war ein Top-Spiel von beiden Mannschaften, das war das beste von allen vier.“

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Die Regensburger gaben zu Beginn den Ton an. Im ersten Durchgang überwanden sie Fabian Hönkhaus zwei Mal.

Regensburg 2:0 in Front – doch Devils mit Anschluss

Im Vergleich zur Strafzeitenflut am Mittwoch verteilte diesmal Schiedsrichter Zehetleitner nur 10 Strafminuten. Das lag daran, dass die beiden Teams sehr diszipliniert agierten und der gute Referee sehr viel laufen ließ. Die Hausherren, die ohne Stefan Ortolf und Marcel Waldowsky auskommen mussten, sahen sich zu Beginn meist in der Defensive. Regensburg übernahm das Kommando, doch die Gastgeber zeigten sich immer wieder durch Konter gefährlich vor Gäste-„Goalie“ Cody Brenner. In der neunten Minute erzielte Marius Stöber die Gästeführung. Doch davor und wenige Minuten danach gab es für Jacob Laliberte und Tomas Divisek gute Chancen für einen Treffer der Berwanger-Truppe. Als gegen den EVW die zweite Strafzeit der Begegnung angezeigt wurde, nutzte dies Jeff Smith zum 2:0-Pausenstand.

Im mittleren Durchgang blieben die Bezirkshauptstädter weiter tonangebend, doch auf der Anzeigetafel machte sich das nicht bemerkbar. Den Nordoberpfälzern boten sich weniger Möglichkeiten als noch im Anfangsdrittel. Umso überraschender kam das 1:2 durch Tomas Divisek in Unterzahl nach rund einer halben Stunde. Nun waren die die Blue Devils endgültig zurück im Spiel, doch am Spielstand änderte sich bis zur Pause nichts mehr.

Willaschek brachte EVW in die Verlängerung

Im Schlussabschnitt zeigten die Weidener im Powerplay absolute Effektivität. Im einzigen Überzahlspiel des gesamten Derbys auf der Heimseite fiel der Ausgleich. Daniel Willaschek, der gerade für ein weiteres Jahr unterschrieb, traf in der 45. Minute zum vielumjubelten 2:2. Dieser hinterließ beim Favoriten spürbar Wirkung. In der Folgezeit entwickelte sich ein Schlussdrittel, das hin und her wogte. Beide Mannschaften hatten gute Möglichkeiten zum Siegtreffer, der jedoch nicht mehr giel und somit die Verlängerung folgte.

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Florin Ketterer (Mitte) und Tomas Divisek (rechts) bejubelten den Ausgleichstreffer von Daniel Willaschek (links) ausgiebig.

Offene Verlängerung mit besserem Ende für EVR

Die Overtime begann mit einer Unterzahl der Devils, die sie jedoch schadlos überstanden. Danach war der EVR weiter optisch überlegen, doch die Blau-Weißen tauchten ebenfalls mehrmals gefährlich vor Cody Brenner auf. Es dauerte mehr als 15 Minuten, ehe Jeff Smith mit dem 3:2-Siegtreffer die Serie entschied. Smith und Gajovsky nutzten einen „Zwei-auf-Eins“-Konter.

Der 1. EV Weiden darf sich nach der engen Serie durchaus stolz in den wohlverdienten Urlaub verabschieden. Auf die Bezirkshauptstädter warten noch höhere Aufgaben. In den Aufstiegs-Playoffs treffen sie auf die Ice Fighters Leipzig. Für die Truppe von Doug Irwin beginnt die Serie am kommenden Dienstag in der heimischen Donau-Arena.

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Die Verlängerung war umkämpft wie dieser Zweikampf. Jedoch hatten die Regensburger das bessere Ende für sich.

 

Statistik: EV Weiden – EV Regensburg 2:3 n.V. (0:2) (1:0) (1:0) (0:1)

Tore: 0:1 (9.) Marius Stöber (Yannick Drews, Mark Dunlop) 0:2 (15.) Jeffrey Smith (Nikola Gajovsky, Vitali Stähle), 1:2 (30.) Tomas Divisek (Jacob Laliberte), 2:2 (45.) Daniel Willaschek (Tomas Divisek, Jacob Laliberte), 2:3 (76.) Jeffrey Smith (Nikola Gajovsky) – Strafminuten: Weiden 8 – Regensburg 2 – Überzahlvergleich: Weiden 1/1 – Regensburg 1/4 – Zuschauer: 2.490 – HSR: Zehetleitner

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Die Fans feierten die Mannschaft noch lange nach Spielende. Trotz des Ausscheidens honorierten sie die starke Leistung der Truppe in der Serie.

Bildmaterial: Oberpfalz-Aktuell/Masching (6)

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