Berührende Präsentation: Kolpingsfamilie spendet für soziale Zwecke

Neustadt/WN. Die Kolpingsfamilie spendet an die Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz-Nord und an "Der Bunte Kreis Nordoberpfalz".

Vorsitzender Manuel Färber und die „Nikoläuse“ Rainer Hetz, Martin Schmidberger, Josef Gleißner und Armin Aichinger (von rechts) überreichten Spenden von je 500 Euro an Petra Troppmann und Jutta Harbig von der Kinderkrebshilfe sowie Marina Luttels (von links) von „Der bunte Kreis Nordoberpfalz“. Foto: Hans Prem

Zu einer Montagsrunde der etwas anderen Art begrüßte Vorsitzender Manuel Färber die Mitglieder im Katholischen Pfarrheim St. Georg. Im Mittelpunkt standen zwei Spendenübergaben in Höhe von jeweils 500 Euro und die Präsentation der beiden bedachten Einrichtungen.

Spenden aus Altpapiersammlungen und Nikolaus-Besuchsdienst

„Die Spenden wurden möglich durch den Erlös aus der Altpapiersammlung und dem Nikolaus-Besuchsdienst im letzten Jahr“, erläuterte der Vorsitzende. Armin Aichinger, Rainer Hetz, Josef Gleißner, Wolfgang Huber und Martin Schmidberger besuchten Anfang Dezember als Nikoläuse verkleidet knapp 40 Familien in der Kreisstadt.

Lotsen an Bord betroffener Familienschiffe

Marina Luttels, die Leiterin von „Der bunte Kreis Nordoberpfalz“ stellte in einer Präsentation ihre Einrichtung, die in die Kliniken Nordoberpfalz integriert ist, ausführlich vor. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht das Case-Management (die Überleitung) und die Nachsorge bei Frühgeborenen, chronisch und schwerkranken Kindern. „Viele Familien verlieren aufgrund der schwierigen Situation und der Last des Alltags den Boden unter den Füßen“, erklärte sie.

Sie versteht sich dabei als Lotsin, die an Bord des Familienschiffs geht und dort wertvolle Hilfe leistet, die von der Pflegeberatung bis zu Versorgungsangeboten, von der Vernetzung bis zur Koordinierung der Versorgung reicht. Leider werde nur ein Teil der anfallenden Kosten von den Krankenkassen übernommen, deshalb sei ihre Einrichtung auf Spenden angewiesen, um die Familien im Rahmen der sozialmedizinischen Nachsorge vollumfänglich und ausreichend unterstützen zu können.

Finanzielle Unterstützung betroffener Familien

Gewisse Ähnlichkeiten konnten die Anwesenden zu den Aufgaben der „Kinderkrebshilfe in der Region Oberpfalz-Nord“ feststellen. Die beiden Vorstandsmitglieder Jutta Harbig und Petra Troppmann informierten darüber. Derzeit werden 130 Familien unterstützt, in denen in 75 Prozent der Fälle ein Kind unterstützt wird, das an Krebs erkrankt ist. Drei Kinder sind im letzten Jahr verstorben.

„In vielen Fällen werden die Familien hilfsbedürftig, können die anfallenden Kosten nicht mehr stemmen“, informierte Jutta Harbig. Nach eingehender Prüfung werde versucht, mit Zuschüssen finanziell zu helfen, damit die Sorgen etwas weniger werden. Die kann man auch bei organisierten gemeinsamen Veranstaltungen oder Urlaubsaufenthalten zumindest für eine kurze Zeit vergessen.

Am Ende des betroffen machenden Vortrags waren alle Anwesenden überzeugt, dass jeder Cent der beiden Spenden von insgesamt 1.000 Euro gut und sinnvoll angelegt ist.

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