Der Heimat treu nach 50 Jahren: Priesterjubiläum von Gerhard Schmidt

Grafenwöhr/Roggenstein. Der einstige Primiziant Gerhard Schmidt feierte sein Goldenes Priesterjubiläum mit einem Festgottesdienst in Grafenwöhr.

Nach 50 Jahren feierte der einstige Primiziant sein Priesterjubiläum in Grafenwöhr. Bild: Renate Gradl
Nach 50 Jahren feierte der einstige Primiziant sein Priesterjubiläum in Grafenwöhr. Bild: Renate Gradl
Während des Festgottesdienstes gedachte Gerhard Schmidt seinen einstigen Wegbegleitern. Bild: Renate Gradl
Während des Festgottesdienstes gedachte Gerhard Schmidt seinen einstigen Wegbegleitern. Bild: Renate Gradl
Im Mittelpunkt der Predigt stand das Motiv der Nächstenliebe. Bidl: Renate Gradl
Im Mittelpunkt der Predigt stand das Motiv der Nächstenliebe. Bidl: Renate Gradl
Renate Gradl
Renate Gradl
Renate Gradl

Nach seiner Primiz im Jahr 1972 war er lange nicht mehr in Grafenwöhr, ausgenommen an Beerdigungen. Dennoch ist am Sonntag das 50-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer Gerhard Schmidt in der Friedenskirche gefeiert worden.

Van Gogh bereichert Predigt

Feierlich zu Orgel- und Trompetenklängen zog Pfarrer Gerhard Schmidt zusammen mit Pfarrer Daniel Fenk, Ruhestandspfarrer Hans Bayer und Weihbischof Reinhard Pappenberger in die Kirche ein. Mitzelebrant war auch Ruhestandspfarrer Wolfgang Traßl.

Zur Predigt des Roggensteiner Pfarrers Gerhard Schmidt gab es ein Meditationsbild des Malers Vincent van Gogh, das sich mit der Frage beschäftigte: „Wer ist mein Nächster?“ – „1880 hat das Leben des Vincent van Gogh eine Wende genommen, als er den Menschen mit seinen Bildern einen Sinn gab, sowie sie damit stützen und ihnen helfen wollte“, erklärt Pfarrer Schmidt.

„Die Armen sind der Reichtum der Kirche“

Wenige Monate vor dem Tod des Malers entstand das Bild vom „Barmherzigen Samariter“. „Dies bedeutet, dass man hinschauen und nicht wegschauen soll, auch wenn der andere anders ist“, so der Seelsorger. Was nützt der Glaube, wenn die Tätigkeiten der Nächstenliebe fehlen?

Der Prediger nannte einige Menschen, die Nächstenliebe praktizierten: Mutter Theresa, Vinzenz von Paul, Maximilian Kolbe sowie der Diakon Laurentius, der am 10. August 258 den Märtyrertod gestorben ist. „Die Armen sind der Reichtum der Kirche“, sagte dieser und schenkte ihnen das Nötigste. Pfarrer Schmidt erinnerte damit auch an seine Kaplanzeit in Eschenbach bei der Pfarrei „St. Laurentius“.

Ein Licht für die Wegbegleiter

Während des Festgottesdienstes entzündete der Priesterjubilar Kerzen für die verstorbenen Seelsorger, die mit dem Jubilar durch Herkunft und Dienst verbunden waren: Für Monsignore Ludwig Schmidt, Pater Bonifaz Rossmark, Pfarrer Jürgen Hohn, Monsignore Karl Wohlgut, Pater Johann Schreml sowie für alle anderen Verstorbenen, für die auch in einer Fürbitte gebetet worden war.

Nach dem Gottesdienst konnten die Gläubigen mit Pfarrer Gerhard Schmidt bei einem Stehempfang vor der Kirche ins Gespräch kommen. Neben den Grafenwöhrern haben diese Gelegenheit besonders viele Eschenbacher genutzt.

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