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Flosser SPD fordert Grundstücke für Tiny Houses

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Floß. Der Markt will attraktiv sein für Neubürger. Der Marktrat stellt weitere Weichen, indem er die Voraussetzungen für das Baukindergeld konkretisiert. Die SPD fordert zusätzlich, geeignete Grundstücke für Minihäuser auszuweisen. 

Die Schilder stehen: Der Ortsteil Ziegelhütte ist Tempo-30-Zone. Die FDP/UB-Fraktion hatte das vor längerer Zeit schon gefordert. Foto: Gabi Eichl

Der Markt Floß, der in Kürze als Schauplatz für den Kinofilm „Schweigend steht der Wald“ bundesweit bekannt werden könnte, ist dabei, sich zu verjüngen und zu vergrößern. Wie Bürgermeister Robert Lindner im Marktgemeinderat sagt, werde aktuell viel neu gebaut, umgebaut und renoviert, in den meisten Fällen von jungen Familien mit kleinen Kindern. 

Voraussetzungen präzisiert: 2.000 Euro pro Kind

Die beiden konfessionellen Kindergärten planen derzeit die Erweiterung ihrer Krippen. Der Markt selbst definiert die Voraussetzungen für das seit 2019 als freiwillige Leistung gewährte Baukindergeld neu, um möglichst vielen Familien den Zugang zu erleichtern.

Immerhin geht es um 2.000 Euro pro Kind, die der Markt denjenigen gewährt, die auf einem Grundstück im Gemeindegebiet neu bauen, die eine Eigentumswohnung kaufen, einen Altbau sanieren oder ein leer stehendes Gebäude beziehen.

SPD-Antrag: Grundstücke für Tiny Houses

Die SPD-Fraktion indes hat nicht nur Familien im Blick. Die Zahl der Single-Haushalte wachse, sagt Fraktionssprecher Markus Staschewski, und nicht wenige ältere Menschen suchten nach Möglichkeiten, sich zu verkleinern, nachdem die Kinder aus dem Haus seien.

Seine Fraktion beantragt daher, der Markt möge geeignete Grundstücke für sogenannte Tiny Houses ausweisen. Er begründet den Antrag damit, dass die Veränderungen auf dem Wohnungsmarkt, in der Bauwirtschaft und der Arbeitswelt das alternative Wohnen in kleinen, mobilen Einheiten zunehmend attraktiv gemacht hätten. Die Bauweise sei zudem nachhaltig, flächen- und ressourcenschonend und trage somit „zu einer ökologischen Lebensweise bei“.

Ortsteil Ziegelhütte ist Tempo-30-Zone

Erledigt ist seit kurzem ein Antrag der FDP/UB-Fraktion, der die Ausweisung des Ortsteils Ziegelhütte zur Tempo-30-Zone zum Ziel hatte. Die Schilder stehen „endlich“, wie Lindner im Marktgemeinderat sagt. Der CSU-Sprecher Sebastian Kitta merkt an, es sei zwar stellenweise ein Schilderwald geworden, aber grundsätzlich sei die Maßnahme sehr zu begrüßen.

Kindergärten müssen ihre Krippen erweitern

Der katholische Kindergarten St. Johannes Maria Vianney wie auch der evangelische Kindergarten „Unterm Regenbogen“ planen die Erweiterung der Krippe. Dem Marktgemeinderat liegen in der jüngsten Sitzung die jeweiligen Haushaltspläne für 2021 vor, die im Fall des evangelischen Kindergartens Planungskosten für die Krippe in Höhe von 50.000 Euro enthalten, im Fall des katholischen Kindergartens in Höhe von 5.000 Euro. Der Unterschied erklärt sich dadurch, dass der evangelische Kindergarten schon weiter fortgeschritten ist in seiner Planung.

Die Haushaltspläne der Kindergärten dienen dem Markt für seine eigene Haushaltsplanung, da er jeweils das Betriebskostendefizit in Höhe von 80 Prozent mittragen muss. Der evangelische Kindergarten legt einen Haushalt von nicht ganz 490.000 Euro vor mit einem Defizit von knapp 100.000 Euro - für den Markt wäre das ein Anteil von 80.000 Euro. Der Haushaltsplan enthält die 50.000 Euro Planungskosten für die Krippenerweiterung - ohne diese schlösse der Haushalt mit einer schwarzen Null, wie Lindner sagt, denn der evangelische Kindergarten verfügt über Rücklagen in Höhe von etwas mehr als 48.000 Euro.

Der katholische Kindergarten legt einen Haushaltsplan in Höhe von 563.500 Euro vor mit einem Defizit von 47.000 Euro, was einem Anteil des Marktes in Höhe von rund 37.600 Euro entspricht.

Zitat: "Eine tolle Sache für die Flosser"

Als „tolle Sache für die Flosser“ bezeichnet der Bürgermeister die Kooperation zwischen Feuerwehr und Rotem Kreuz, wonach der Notarzt-Fahrer künftig den Jugendraum im neuen Feuerwehrhaus nutzen darf. Der Marktgemeinderat stimmt der Vereinbarung zu.

Rita Rosner (CSU) informiert als Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, dass ihr Verein sich an der Aktion „Heimische Bäume - unsere Zukunft“ beteilige. Man werde eine Mehlbeere und eine Winterlinde pflanzen, voraussichtlich im April.

Auf die Nachfrage Julia Bayers (CSU) nach dem Sachstand einer Tagespflegeeinrichtung im Markt sagt Lindner, man sei in Gesprächen mit Anbietern, man habe aber derzeit noch keinen geeigneten Raum gefunden.

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