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Problemzone Reiserberg: CSU will Berg für Verkehr sperren

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Störnstein. Über den Reiserberg wurde schon unter Bürgermeister Konrad Kraus diskutiert. Die CSU im Gemeinderat unternimmt einen erneuten Vorstoß, den „Berg“ für den Verkehr zu sperren. Der Gemeinderat einigt sich aber auf weniger rigorose Maßnahmen.

Das Problem sind der fehlende Fußgängerweg den Reiserberg hinauf und die oben an der B 15 liegende Bushaltestelle, zu der die Reiserdorfer Schüler hinauflaufen statt an der Haltestelle an der alten Pforte des Bezirksklinikums einzusteigen. Die CSU-Fraktion hat daher nicht nur die Sperrung des „Bergs“ beantragt, sondern auch die Verlegung der Bushaltestelle weiter nach vorn in Richtung der Neustädter JET-Tankstelle, damit die Schüler durch den sicheren Tunnel gehen können.

Bushaltestelle an der B 15 bedeutet 30 Minuten länger Zeit

Dass die Schüler der weiterführenden Schulen in Neustadt/WN die Bushaltestelle an der B 15 bevorzugen, hat einen simplen Grund: Der Bus fährt dort erst um 7.30 Uhr ab und er hält oben am Neustädter Schulhügel, während der Bus an der Wöllershofer Pforte schon um 7 Uhr fährt und die Schüler in der Freihung aussteigen lässt.

"Das gäbe einen Aufschrei in Reiserdorf"

Bürgermeister Markus Ludwig macht unmissverständlich klar, dass er den Reiserberg, die alte Zufahrt zum Ortsteil Reiserdorf, keinesfalls so ohne weiteres zu sperren bereit ist. „Das gäbe einen Aufschrei in Reiserdorf“, sagt er; dazu brauche es mindestens eine Bürgerversammlung, um zu sehen, wie die Reiserdorfer selbst dazu stünden.

Ein gewichtiges Argument wirft Johann Simon (SPD) in die Waagschale: Eine Sperrung des Reiserbergs bedeute für die Rettungsdienste im Notfall kostbare eineinhalb bis zwei Minuten für den Umweg. Das sei eine „Riesenverantwortung“. Otto Müller (FBL) gibt zu bedenken, dass Reiserdorf gewachsen sei und dass zwei Zufahrten zu dem Ortsteil grundsätzlich erhaltenswert seien.

CSU: Es geht um die Sicherheit der Fußgänger

Beate Gmeiner (CSU) sagt, ihrer Fraktion gehe es nicht per se um eine Sperrung des Bergs, sondern um Sicherheit für die Fußgänger. Und in dem Punkt ist sich der Gemeinderat einig, dass es unbedingt wünschenswert sei, den seit vielen Jahren diskutierten Fußgängerweg nach Neustadt/WN zu verfolgen. Gespräche hat es darüber schon sehr viele gegeben, wie Ludwig sagt, bisher jedoch ohne Ergebnis. Er sei jedoch diesbezüglich in Verhandlungen mit dem neuen Bürgermeister Sebastian Dippold.

Wie sinnvoll eine Verlegung der Bushaltestelle an der B 15 ist, ist im Gemeinderat umstritten. Der Weg für die Reiserdorfer zur Haltestelle werde dadurch noch länger, und es sei zu bezweifeln, dass die Schüler den Umweg über den Tunnel nähmen. Gmeiner bittet dennoch darum, wenigstens einmal mit dem Staatlichen Bauamt zu klären, wie groß der Aufwand einer Verlegung sei.

Haltestelle an der alten Klinik-Pforte soll attraktiver werden

Der FW-Sprecher Hubert Meiler appelliert: „Bleiben wir im Dorf!“ Und er meint damit, die Haltestelle an der alten Klinik-Pforte attraktiver zu machen, indem man als Gemeinde zusammen mit dem Klinik-Betreiber Medbo und dem Bezirk versuche, die Linienbetreiber RBO und Eska dazu zu bringen, die Haltestelle auch Richtung Tirschenreuth anzufahren. Denn die Haltestelle im Ort sei die sichere Haltestelle, zumal der Verkehr auf der B 15 zur Ziegler Group in Plößberg deutlich zunehmen werde. 

Langfristiges Ziel: Fußgängerweg nach Neustadt/WN

Darin stimmt Meiler der gesamte Gemeinderat zu. Jürgen Völkl (CSU) sagt, das sei auch im Sinn der älteren Bevölkerung, die den Weg den Berg hinauf zur Haltestelle an der B 15 ohnehin kaum schaffe. Der Gemeinderat verständigt sich darauf, diesen Weg einzuschlagen. Sollten alle Bemühungen dahingehend fehlschlagen, werde man versuchen, die von der CSU vorgeschlagene Verlegung der Haltestelle ins Auge zu fassen.

Gleichzeitig soll weiter intensiv versucht werden, zusammen mit der Stadt Neustadt/WN eine Lösung zu finden für den seit Jahren gewünschten Fußgängerweg zwischen Reiserdorf und der Kreisstadt.

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