Regionen-Ticket für Bus und Bahn: Einfach reisen mit EgroNet

Weiden. Das Nahverkehrssystems „EgroNet“ soll das Reisen im Vierländereck erleichtern. Bei einem Treffen der Seniorenclubs stellte Thorsten Müller, Geschäftsführer von EgroNet, das spezielle Bahn-Bus-Ticket vor. Weiden ist das südlichste Mitglied des Egro-Netzes. 

Von Jürgen Wilke 

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Die Treffen der Seniorenclubs zum Gedanken- und Ideenaustausch haben inzwischen Tradition. Von links: Thorsten Müller, Alfons Heidingsfelder, Alois Lukas, Anneliese Hein, Norbert Schmieglitz, Hertha Nasser, Ingrid Sittl, Jens Meyer.

Zweimal im Jahr treffen sich die Leiter/innen der Seniorenclubs in Weiden im Maria-Seltmann-Haus zum Gedanken- und Ideenaustausch. Das 20. Treffen dieser Art mit dem Motto „Seniorinnen und Senioren in unserer Stadt“ war eine Veranstaltung der besonderen Art: Schließlich stellte Thorsten Müller, Geschäftsführer von „EgroNet“, ein Bahn-Bus-Ticket vor, mit dem man das Vierländereck Bayern, Böhmen, Thüringen und Sachsen preisgünstig erkunden kann. Alfons Heidingsfelder hatte das Treffen in enger Zusammenarbeit mit dem Pressesprecher der Stadt, Norbert Schmieglitz, organisiert.

Schnell und einfach reisen im Vierländereck

Der Name des Nahverkehrssystems „EgroNet“ verweist auf die „Euregio Egrensis“ – wie das Vierländereck zwischen Bayern, Böhmen, Thüringen und Sachsen heißt. „Euregio“ steht dabei für die europäische Region. „Egrensis“ ist das lateinische Wort für das Gebiet am Fluss Eger, Regionen, die historisch schon immer eng miteinander verflochten waren. Glas-, Textil- Porzellan-, Spitzen- und Musikinstrumenten-Industrie prägen das Gebiet ebenso wie Kurorte und Heilbäder.

Entstanden ist das „EgroNet“ als grenzüberschreitendes Mobilitätssystem in den 1990er-Jahren als Expo 2000-Projekt für die Weltausstellung in Hannover. Mit dem Projekt ergab sich die Möglichkeit, neue Brücken zu schlagen und die Menschen in den Grenzregionen zusammenzuführen. Seitdem wird das „EgroNet“ zielstrebig weiterentwickelt und ausgebaut. Die Zusammenarbeit des Netzwerkes, in dem über 60 Verkehrsunternehmen sowie 15 Kooperationspartner wie Landkreise, kreisfreie Städte und Verkehrsverbünde zusammenarbeiten, wird vom Verkehrsverbund Vogtland koordiniert.

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Thorsten Müller, Geschäftsführer von „EgroNet“, stellte ein Bahn-Bus-Ticket vor, mit dem man das Vierländereck Bayern, Böhmen, Thüringen und Sachsen preisgünstig erkunden kann.

3,2 Millionen Menschen im Einzugsbereich

Heute umfasst das EgroNet auf einem Einzugsbereich von etwa 15.000 Quadratkilometern rund 3,2 Millionen Menschen. Weiden ist das südlichste Mitglied des Egro-Netzes. Mit einem Ticket können einen Tag lang Eisenbahnen, Busse, Straßenbahnen, Seilbahnen und andere öffentliche Verkehrsmittel benutzt werden. Daran beteiligt sind 693 Verkehrslinien, davon 42 Eisenbahnlinien.

Für eine Einzelperson kostet das Tagesticket 18 Euro, für jeweils fünf Euro Aufschlag kann eine weitere Person mitfahren. Die Höchstzahl beträgt fünf Personen. Zum Fahrplanwechsel am 10. Juni werden die Fahrpreise geringfügig erhöht. Der Seniorenbeauftragte Alfons Heidingsfelder äußerte sich anerkennend über die Aktivitäten der Seniorenclubs. Die engagiertesten Seniorenclub-Leiter/innen, Hertha Nasser (Seniorenclub Arndtstraße), Ingrid Sittl (Seniorenclub Josef Künstler), Lothar Fischer (Landsmannschaft Schlesien) und Gertraud Beyerlein (Feierabend St. Markus), wurden von Thorsten Müller mit einem EgroNet-Tagesticket belohnt.

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51 Senioren-Clubs in Weiden

Der erste Senioren-Club in Weiden – die „Schlesische Landsmannschaft“ – wurde im Jahr 1948 gegründet. Immer mehr kamen hinzu. „In den 1970er Jahren schossen sie wie Pilze aus dem Boden“, sagt der städtische Seniorenbeauftragte Alfons Heidingsfelder. Heute gibt es im Stadtbereich von Weiden 51 Senioren-Clubs. Heidingsfelder dankte der Stadt Weiden, die die Clubs mit jährlich 18.000 Euro bezuschusst. Dank galt auch ihm: Anneliese Hein übergab dem Seniorenbeauftragten für seine Mühen sogar ein kleines Geschenk.

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Alfons Heidingsfelder erhielt von der Sprecherin der Senioren-Clubs, Anneliese Hein, ein kleines Geschenk für seine Arbeit.

Bilder: Jürgen Wilke 

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