Riesenaufwand für Betriebserweiterung: „Das ist es uns wert“

Floß. Holztransporte Bäumler will erweitern, mit allen umfangreichen Regularien - dem Marktrat ist es den Aufwand wert.

Ellenbach, rechts der Betrieb Bäumler. Foto: Gabi Eichl

Holztransporte Bäumler will erweitern. Dazu muss der Markt den Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan für ein „Gewerbegebiet Ellenbach“ aufstellen, mit allen umfangreichen Regularien. Dem Marktrat ist es den Aufwand wert.

Kein Gewerbegebiet im herkömmlichen Sinn

Die Änderung eines Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines Bebauungsplans erledigt eine Gemeinde nicht nebenbei. Die Pläne müssen öffentlich ausgelegt, Fachstellen gehört werden. Alles kein Thema bei der Ausweisung zum Beispiel eines neuen Gewerbegebietes oder eines Baugebietes. Aber das vermeintliche „Gewerbegebiet Ellenbach“ wird kein Gewerbegebiet im herkömmlichen Sinn, es geht allein um die Erweiterung eines einzigen Betriebes.

Umfangreiches Prozedere steht bevor

Die gut gehende Firma Holztransporte Bäumler, am Ortsausgang des Dorfes Ellenbach in Richtung Plößberg angesiedelt, braucht mehr Platz, die Firmeninhaber wollen außerdem ein Wohnhaus auf ihr Gelände stellen und eine Halle für ihren Pferdebetrieb bauen. Weil es sich aber um einen Außenbereich handelt und im Flächennutzungsplan des Marktes dort bisher kein Betrieb vorgesehen war, bedarf es nun des umfangreichen Prozederes.

Der Marktgemeinderat ist sich einig: „Die Firma ist uns diesen Aufwand wert“, wie Bürgermeister Robert Lindner sagt. Immerhin biete Holztransporte Bäumler sichere Arbeitsplätze, die kaum weniger werden dürften.

Straße in Plankenhammer wird neu ausgebaut

Der Bürgermeister gibt eine Eilentscheidung zur Kenntnis, derzufolge der Markt sich an der Sanierung der Einfahrt zum neuen Mehrfamilienhaus des Bauvereins in Plankenhammer beteiligt. Laut Lindner zahlt der Bauverein den Teil des Weges bis zu seiner Grundstücksgrenze, die neue Asphaltierung des nachfolgenden „Fleckerlteppichs“ übernimmt der Markt. Die wenigen Meter kosten den Worten Lindners zufolge um die 5.000 Euro.

1.075-Jahr-Feier: Freiherr von Lichtenstern Ehrengast

Was gibt es Neues in Sachen 1.075-Jahr-Feier? Der Zweite Bürgermeister Oliver Mutterer berichtet seit der letzten Marktgemeinderatssitzung regelmäßig über die Vorbereitungen. Und Mutterer hat diesmal allerhand Neuigkeiten. Landrat Andreas Meier wird die Schirmherrschaft übernehmen, eine Ehrenschirmherrschaft ist nicht geplant.

Aber ein Ehrengast hat sein Kommen schon zugesagt, so Mutterer, nämlich Karl Ludwig Maria Reisner, Freiherr von Lichtenstern. Er ist ein Nachkomme des Landrichters Karl Franz Reisner, Freiherr von Lichtenstern, der Floß nach dem Großbrand von 1813, der über Dreiviertel der Gebäude vernichtete, wieder aufbauen ließ und aus dem Ort eine kleine Stadt machte. An jenen Karl Franz erinnert die heutige Freiherr-von-Lichtenstern-Straße, die zentrale Achse mitten durch den Markt zwischen Neustadt/WN und Flossenbürg.

Vereine sollen sich als Helfer fürs große Fest melden

Die Festdamen und -burschen des 1.075-Jährigen hatten am Sonntag beim Festzug zur 125-Jahr-Feier des Burschenvereins Rothenstadt ihren ersten Auftritt, weitere sollen folgen. Mutterer appelliert an die Vereine, sich am großen Fest zu beteiligen; einige Vereine seien schon dabei, aber es würden durchaus noch weitere helfende Hände gebraucht.

Alexandra Sitter von Glasfaser Direkt, einem Amberger Unternehmen, das eigenwirtschaftlich Glasfaser in der Gemeinde anbieten will, stellt die Werbekampagne ihres Unternehmens vor. Eigenwirtschaftlich bedeutet in diesem Fall, das Unternehmen trägt alle Kosten, die Gemeinde hat damit nichts zu tun. Laut Sitter ist ein Baubeginn noch in diesem Herbst möglich.

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