Tödlicher Unfall auf A93: Frau (66) aus Dresden stirbt an Baustelle

Weiden. Es ist hoffentlich der letzte Unfall einer ganzen Reihe seit Beginn der Bauarbeiten auf der A93 im Mai. Am Mittwochnachmittag verunglückte eine Autofahrerin (66) aus Dresden. Sie übersah nach Einschätzung der Verkehrspolizei die verengte Fahrspur Richtung Süden bei Weiden-Nord.

Von der Polizei wollte sich der Mann zum Bahnhof kutschieren lassen. Symbolbild: David Trott/OberpfalzECHO

Es handelt sich um “letzte Arbeiten”, so die Verkehrspolizei Weiden, an der seit Monaten andauernden Baustelle. Die Frau war kurz nach 14 Uhr in Richtung Regensburg unterwegs. Kurz vor der Anschlussstelle Weiden-Nord arbeiteten Beschäftigte einer Straßenbaufirma. Die linke Fahrspur war daher für den Verkehr gesperrt worden.

Eine 66-jährige Frau aus Dresden, unterwegs mit ihrem Opel Corsa, übersah anscheinend die Baustelle, so die Verkehrspolizei, und überfuhr mehrere Warnbaken. Nach etwa 200 Metern stieß sie nach ersten Erkenntnissen ungebremst gegen einen dort stehenden Lkw der Straßenbaufirma. Durch den Zusammenstoß wurde die Frau in ihrem Fahrzeug eingeklemmt.

Corsa begann zu brennen

Nachdem das Fahrzeug zu brennen begann, versuchten Ersthelfer den Brand noch mit Feuerlöschern vor Ort zu löschen. Zeitgleich erreichte ein Großaufgebot an Rettungskräften die Unfallstelle. Den Feuerwehren Altenstadt und Weiden gelang es unmittelbar nach ihrem Eintreffen, die Flammen zu löschen. Die Frau konnte allerdings nur noch tot aus ihrem Fahrzeug geborgen werden.

Die Mitarbeiter der Straßenbaufirma blieben unverletzt und wurden dennoch vorsorglich ärztlich untersucht. Am Opel Corsa entstand Totalschaden in Höhe von 15.000 Euro. Der Lkw wurde im Heckbereich erheblich beschädigt, der Schaden dürfte mindestens 20.000 Euro betragen.

Massive Verkehrsbehinderungen

Während der Bergungsarbeiten war die Autobahn mehrere Stunden bis in den Abend hinein für den Verkehr in Richtung Regensburg gesperrt. Die Feuerwehr leitete den Verkehr an der Anschlussstelle Altenstadt aus, auch hier kam es infolgedessen zu massiven Verkehrsbehinderungen.

Mit Stand 19. September hatte die Verkehrspolizei seit Beginn der Bauarbeiten bereits 50 Unfälle im Baustellenbereich, darunter der tödliche Unfall einer US-Amerikanerin, registriert. Die Bauarbeiten sollten in wenigen Tagen beendet sein.

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