„Brutal ernste Lage“ für den Dorfladen

Schwarzenbach. Die Resonanz auf eine Stellenausschreibung der Dorfladen-Trägergesellschaft sei verhalten, bedauerte Bürgermeister Thorsten Hallmann in der Junisitzung des Schwarzenbacher Gemeinderats. Aktuell wird ein Nachfolger gesucht für Walter Schäffler, der die Geschäftsführung zum Ende des Monats niederlegen und in den Ruhestand treten will.

Der Schwarzenbacher Dorfladen blüht. Dennoch bereitet das vor vier Jahren eröffnete Geschäft den Verantwortlichen Sorgen, denn ein Geschäftsführer wird dringend gesucht. Foto: Bernhard Piegsa

Eine Teilzeitstelle, die sowohl organisatorische Aufgaben als auch die Mitarbeit im Verkauf einschließe, sei für viele kaufmännisch qualifizierte Personen offenbar zu wenig attraktiv, mutmaßte Thorsten Hallmann.

Reduzierter „Notbetrieb“ droht

Die Gemeinde und die Dorfladengesellschaft stehen allerdings auch für andere Optionen offen, beispielsweise für ein arbeitsteilig tätiges Geschäftsführungsteam. Sollte sich trotzdem keine Lösung abzeichnen, so ist leider nicht auszuschließen, dass die Trägergesellschaft ab Juli handlungsunfähig wird.

Allenfalls könnte dann die Gemeinde als Gesellschafterin oder ein vom Amtsgericht bestellter „Notgeschäftsführer“ einen stark eingeschränkten Notbetrieb aufrechterhalten.

Bürgermeister sind die Hände gebunden

Ihm selbst sei eine von manchen Bürgern vorgeschlagene Übernahme der Geschäftsführung schon aus kommunalrechtlichen Gründen verwehrt, stellte Hallmann klar: „Lediglich als Vertreter der Gemeinde als Gesellschafterin könnte ich in sehr engem Rahmen tätig werden.“

Die Lage sei „brutal ernst“, und es wäre „mehr als traurig, wenn unser Dorfladen, der sich in den letzten vier Jahren zu einer beliebten und stabilen Einrichtung gemausert hat, plötzlich
vor dem Aus stünde“, appellierte das Gemeindeoberhaupt.

Der Geschäftsführerposten des Dorfladens ist auf den Seiten der Gemeinde ausgeschrieben.

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