Weil Karate einfach so viel mehr kann

Störnstein. Beim Lehrgang bei der Karatesparte des SC zeigten hochrangige Trainer des Bayerischen Karate Bunds zahlreiche gesundheitliche Aspekte dieses Sports.

Die Trainer erhielten wertvolle Anregungen, die sie in die Vereine weitertragen können. Foto: Josef Pflaum
Die Trainer erhielten wertvolle Anregungen, die sie in die Vereine weitertragen können. Foto: Josef Pflaum
Foto: Josef Pflaum
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Foto: Josef Pflaum
Foto: Josef Pflaum
Foto: Josef Pflaum

„Die Dosis macht den Unterschied“, dieses freiübersetzte Zitat von Paracelsus spürten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen beim Karate-Lehrgang in Störnstein. Der Einladung von Dojo-Leiter Markus Reisnecker und seinem Team waren interessierte Karateka aus ganz Bayern und auch aus Sachsen gefolgt.

Mit Meister Fritz Oblinger (9. DAN Karate, 8. DAN Kyusho Jitsu), Stilrichtungsreferent Shotokan im Bayerischen Karate Bund, war ein Trainer der Extraklasse bereits zum 17. Mal bei der Sparte Karate beim SV Störnstein zu Gast. Von der ersten Minute an zog er die über 50 Teilnehmer in seinen Bann und faszinierte mit seinem großen Können und Wissen über die Tradition des Karate.

Beim Karate lernt man nie aus

In den ersten Stunden des Vormittags lag der Schwerpunkt auf effektiven Techniken zum erfolgreichen Beenden eines Kampfes. Dazu trainierten alle gemeinsam Elemente von Katas, also Techniken, die in einer festgelegten Abfolge und Form zu üben sind und auch die Kata „Hein Shodan“.

Was auf den ersten Blick als eine „einfache Kata“ daherkam entpuppte sich mit den Erklärungen von Fritz Oblinger als höchst anspruchsvolle und effektive Form, mit zig Variationen und Gestaltungsmöglichkeiten.

Auch in Notfallsituationen muss der Trainer schnell sein

Die zweite Übungseinheit führte geübte und ungeübte Karateka hin zu den Wiederbelebungs-techniken. Gerade versierte Kampfkünstler sollten in Notfallsituationen auch Heilen und Helfen können. Spezielle anwendbare Techniken nach möglichen Unfallsituationen wie beispielsweise Bewusstlosigkeit im Trainingsalltag wurden praktisch geübt.

„Die gleichen Trefferpunkte, die man für die Selbstverteidigung nutzt, indem man sie überreizt, kann man durch gezielte Stimulation zum Heilen von Verletzungen nutzen“ erklärte Oblinger und schulte diese Facette des Sports sehr einleuchtend und beispielhaft.

Spannendes Wissen wurde vermittelt

Die abschließende Trainingseinheit leitete der Arzt und Karateka Gerhard Kerscher (5. Dan Shotokahn, 4. Dan Kyusho Jitsu) aus Kümmersbruck mit dem Schwerpunkt Akkupunktur. Zusammen haben die beiden Referenten des Lehrgangs zuletzt auch ein Buch über Kuatsu und Akupressur in den Kampfkünsten verfasst.

Kerscher führte in die Grundlagen ein und führte auch praktische Beispiele erfolgreich durch. Als sich Spartenleiter Markus Reisnecker, bei den Lehrern für die Weitergabe ihres Wissens bedankte, versprachen die Großmeister, auch weiterhin das Training des Vereins zu unterstützen.

Die Karatesparte des SC Störnstein

Der Lehrgang hat geholfen, die gelernten Aspekte der Kampfkunst Karate nun in den kommenden Trainingseinheiten mit den Trainern weiter zu üben und zu perfektionieren.

Gerne sind Interessierte und Wiedereinsteiger zu den üblichen Trainingszeiten beim SC Störnstein willkommen.

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