Die hohe Kunst der Maßschneiderei

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Weiden. In Weiden gibt es einige große Firmen, die auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt sind. Vor Ort agieren aber auch zahlreiche kleinere Unternehmen, die auf ihrem Fachgebiet herausragende Arbeit leisten. Das möchte die Weidener CSU mit mehreren Betriebsbesichtigungen im Rahmen ihres Sommerprogramms „Gemeinsam sind wir Weiden“ hervorheben. Erste Station war dabei die Maßschneiderei von Andreas Moller. 

CSU besichtigt Maßschneiderei Moller

Die CSUler waren begeistert von der Arbeiot von Andreas Moller (links) und seinen Mitarbeitern. (von links:) Karlheinz Beer, Stephan Gollwitzer und Hartmut Brönner

Zusammen mit seiner Partnerin führt dieser den Betrieb bereits in der vierten Generation. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1882 zurück. „Kleidung muss perfekt sitzen, die Proportionen müssen stimmen, dann wirkt der Anzugträger ganz anders“, weiß Moller. Daher nimmt er sich viel Zeit für seine Kunden, die teilweise aus ganz Deutschland anreisen. Der Jüngste war gerade einmal sechs Jahre alt.

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Die Auswahl des richtigen Stoffs, die Abnahme der Maße, die konzentrierte Arbeit an der Nähmaschine – alles wichtige Faktoren, damit der Kunde bei der späteren Anprobe zufrieden und selbstsicher in den Spiegel blicken kann. Bis zur Fertigstellung eines maßgeschneiderten Anzugs können so schon einmal acht Wochen vergehen.

Handwerkliche Präzision

CSU besichtigt Maßschneiderei Moller

Eine Mitarbeiterin bei Arbeit an einer Nähmaschine

Bei der Besichtigung der angegliederten Werkstatt staunten die Besucher nicht schlecht. Mit konzentrierten Blicken und handwerklicher Präzision arbeiten mehrere Mitarbeiterinnen an Nähmaschinen und hantierten mit edlen Stoffen. Von Automatisierung ist wenig zu sehen. In dem Weidener Betrieb wird nämlich noch die alte Handwerkskunst praktiziert. „Jede Vereinfachungsmöglichkeit bedeutet eine Verschlechterung in der Qualität.“, erläuterte der Inhaber.

Mollers Eindruck nach legen immer mehr Menschen wieder Wert auf Qualität statt Quantität. „Durch unsere Arbeit bei uns im Atelier sprechen wir genau diese Kunden an und hoffen auch immer mehr Menschen mit diesem Bewusstsein zu erreichen“, erklärt er. CSU-Stadtrat Karlheinz Beer weist in diesem Zusammenhang auf die negativen Auswirkungen der Globalisierung in der Textilbranche, wie schlechte Arbeitsbedingungen oder Kinderarbeit hin.

CSU besichtigt Maßschneiderei Moller

Der Verkaufsraum der Maßschneiderei

Arbeitsplätze für die Region

„Durch den Handwerksbetrieb werden natürlich auch Arbeitsplätze in der Region geschaffen“, sagte der CSU-Kreisvorsitzende Stephan Gollwitzer und suchte auch das Gespräch zu den Angestellten. „Besonders freut mich, dass hier auch drei Auszubildende das Handwerk der Maßschneiderei erlernen“, ergänzte Hartmut Brönner, Vorsitzender der Weidener Senioren Union, die den Termin mitorganisierte.

Fotos: Lucas Weigl/CSU Weiden

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