Kampf gegen Corona: Hausärzte setzen auf kreative Ideen

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Neustadt/WN. Niedergelassene Praxen mit ihren Ärzten und Mitarbeitern leisten seit Wochen Großartiges, um die Corona-Pandemie zu bewältigen und entwickeln kreative Ideen im Kampf gegen das Virus. 

Von Bernhard Knauer 

Hausarzt Neustadt Dr. Reinhard Trottmann Dr. Andrea Trottmann-Zahner Baucontainer Corona

In Neustadt steht vor der Hausarztpraxis ein nagelneuer Baucontainer, in dem Corona-Patienten vorsprechen können. Das Praxisteam um Barbara Trottmann, Birgit Trottmann, Dr. Andrea Trottmann-Zahner, Dr. Gerhard Zahner und Dr. Martin Poschenrieder aus Vohenstrauß erklären, wie Praxen mit der Situation umgehen. 

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Engagierte Praxen und die Behandlung von weniger schwer erkrankten Patienten zu Hause entlasten das Gesundheitssystem und die Arbeit in Kliniken, damit dort genügend Kapazitäten herrschen, um schwer erkrankte Corona-Patienten zu versorgen. Ein Großteil der Arztpraxen versorgt auch Infektpatienten und nimmt selbst Testungen vor. Die Fallzahlen im Landkreis steigen inzwischen zwar weniger schnell an, aber noch immer gibt es Patienten, die sich mit dem Corona-Virus infizieren oder es gibt Verdachtsfälle abzuklären.

„Die größte Herausforderung war und ist, infizierte Patienten möglichst gar nicht in die Praxisräume kommen zu lassen“, erklären Birgit Trottmann und Dr. Andrea Trottmann-Zahner von der Neustädter Hausarztpraxis Dr. Reinhard Trottmann/Dr. Andrea Trottmann-Zahner.

Ansteckungen in der Praxis vermeiden

Die Arztpraxis hat individuelle Hygienekonzepte erstellt, um zu vermeiden, dass sich Patienten innerhalb der Praxis anstecken. „Die meisten Praxen arbeiten jetzt mit zeitlich getrennten Sprechstunden“, erklären sie. Eine sehr kreative Lösung in Neustadt/WN ist zum Beispiel die Auslagerung der Infektsprechstunde in einen eigens beschafften Bauwagen. Diese tolle Idee hatte eine Baufirma, die mit dem Umbau einer Neustädter Arztpraxis beauftragt ist, wie die Trottmanns erzählen.

Die Verantwortlichen der Firma Kraus waren hautnah Zeuge, als sich das Praxis-Team Gedanken über Patientenwege machte. Wenige Tage später stand ein nagelneuer Bauwagen vor der Praxis, der die Sache deutlich erleichtert. Aber:

Es ist weiterhin erforderlich, dass sich Patienten für jeden Arztbesuch vorher telefonisch anmelden.“

betont das Praxisteam. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist ab sofort auch in Arzt-Praxen verpflichtend, genauso wie die Einhaltung des Mindestabstands von 1,50 Metern.

Vorbereitungen für zweite Corona-Welle?

Auch das Team in Neustadt/WN beobachtet das Infektionsgeschehen sehr genau. Wie sich die Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen auswirken, könne niemand wissen. Die Verantwortlichen im Gesundheitsbereich nutzen die gewonnene Zeit auch um sich auf eine mögliche 2. Welle vorzubereiten.

Das Hausarztpraxis in Neustadt/WN appelliert, sich in der kommenden Zeit verantwortungsbewusst zu zeigen. Das heißt:

Maske tragen, Abstand halten und sich an die weiterhin bestehenden Kontaktbeschränkungen halten.“

Außerdem gilt: Treten Erkältungssymptome auf, sollen Patienten schnellstmöglich telefonisch Kontakt zu ihrem Arzt aufnehmen, damit umgehend ein Test veranlasst werden kann.

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