Ein Freitag zum Vergessen für die Blue Devils

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Weiden. Der 1. EV Weiden hat sich am Freitagabend in der Hans-Schröpf-Arena sehr schwach präsentiert. Gegen Angstgegner Höchstadter EC gab es eine verdiente 2:3-Heimniederlage. 

Von Chris Sternitzke 

Beim Debüt von Lewis Zerter-Gossage und Dennis Thielsch wirkten die Blue Devils zumeist kopflos in den Angriffsbemühungen, sehenswerte Kombinationen waren Mangelware.

Neuzugänge in den Top-Reihen

Erstmals bot Trainer Ken Latta die beiden Neuzugänge Lewis Zerter-Gossage und Dennis Thielsch auf. Routinier Thielsch agierte in der ersten Reihe mit Edgars Homjakovs und Dennis Palka. Zerter-Gossage bildete als Center mit Alec Zawatsky und Philipp Siller die zweite Reihe. Beide Zugänge deuteten an, dass sie die erhofften Verstärkungen werden können. Natürlich merkte man beiden an, dass sie mit ihren Reihenkollegen noch nicht eingespielt sind.

Im Tor stand am Freitag Luca Endres. In die Verteidigung kehrte Mirko Schreyer zurück. Im Sturm fehlten Latta weiterhin Louis Latta, Martin Heinisch und Tomas Rubes. Gerade die Spielmacher-Qualitäten des Tschechen wurden bei den Hausherren schmerzlich vermisst.

Pausenführung für den HEC

In den ersten Minuten gab es wenige gefährliche Aktionen. Die erste gute Chance hatte Mirko Schreyer in der 7. Minute in Unterzahl, nachdem ihn Edgars Homjakovs bediente. Das Unterzahlspiel war einer der wenigen positiven Aspekte auf Seiten der Hausherren. Insgesamt fünf Mal standen die Devils mit einem Mann weniger auf dem Eis. Der HEC nutzte keine dieser Gelegenheiten. Trotzdem gingen die Mittelfranken in Führung. Anton Seewald (12.) traf zum 1:0-Pausenstand für Höchstadt.

Der zweite Abschnitt begann eigentlich vielversprechend für den EVW. Mit einer Minute in doppelter Überzahl gab es die große Ausgleichschance. Doch symptomatisch für das Überzahlspiel an diesem Abend (ausgenommen die Schlussminute): Während der 60 Sekunden musste der souveräne Gästetorhüter Benjamin Dirksen nicht einmal eingreifen. Im Rest des Mittelabschnitts waren die Gäste dem zweiten Treffer näher als die Gastgeber dem Ausgleich. Doch der gut aufgelegte Luca Endres ließ bis zum Gang in die Kabine keine weiteren Treffer zu.

Nur noch Ergebniskosmetik

Im Schlussdrittel zeigte der frühere DEL-Spieler Vitaly Aab, dass man ihn mit seinen 41 Jahren noch lange nicht abschreiben darf. Abgezockt machte er das 2:0 (50.) aus Sicht des Auswärtsteams. In der 59. Minute war das Match praktisch gelaufen: Nachdem Ken Latta Luca Endres für den sechsten Feldspieler „zog“, schoss Niklas Jentsch zum dritten Gästetor ein. In der Schlussminute wurde es aber noch etwas kurios. Das Schiedsrichtergespann sprach einige für den HEC unverständliche Strafen aus. So agierte der EVW in der Folgezeit bei 6:3 mit drei Mann mehr auf dem Eis. Die Treffer von Dennis Palka und Barry Noe waren lediglich Ergebniskosmetik.

Sonntag in Garmisch

Auf der Kippe stand lange das Sonntagsspiel beim SC Riessersee, da bei einem SCR-Spieler am Dienstag ein positives Corona-Testergebnis vorlag. Am Freitag gaben die Garmischer Entwarnung. Alle daraufhin durchgeführten Tests beim entsprechenden Spieler und dem restlichen Team/Staff waren nach Vereinsangaben negativ. So messen sich die Blue Devils am Sonntag, 17 Uhr, mit dem Traditionsverein. Das erste Saisonaufeinandertreffen liegt noch nicht lange zurück: Am 28. Dezember gab es in der Hans-Schröpf-Arena eine 5:6-Niederlage.

Blue Devils Weiden – Höchstadter EC 2:3 (0:1, 0:0, 2:2)

Tore: 0:1 (11:51) Anton Seewald (Kostourek, Vojcak), 0:2 (49:59) Vitaly Aab, 0:3 (58:52/empty net) Niklas Jentsch (Cejka, Litesov), 1:3 (59:11/PP2) Dennis Palka (Homjakovs, Noe), 2:3 (59:44/PP2) Barry Noe (Thielsch, Homjakovs); Strafminuten: Weiden 12 – Höchstadt 16; Powerplay: Weiden 5/5 – Höchstadt 5/7; HSR: Daniel Harrer/Benedikt Lender

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