„Aktive Mittagspause“: Ver.di rüstet sich für die Tarifrunde

Grafenwöhr. Mehr als 100 Zivilbeschäftigte versammelten sich auf Aufruf der Gewerkschaft ver.di bei den US-Stationierungsstreitkräften.

Die Funktionäre stimmten ihre Mitglieder auf die kommende Tarifrunde ein. Foto: Kathrin Birner, ver.di Bezirk Oberpfalz

Eine Woche vor Verhandlungsbeginn versammelten sich mehr als 100 Zivilbeschäftigte bei den US-Stationierungsstreitkräften in Grafenwöhr, um ihre Forderungen für die Tarifrunde zu unterstützen und der Tarifkommission den Rücken zu stärken. Ver.di fordert eine Erhöhung der Tabellenentgelte um 9,5 Prozent und bei der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro monatlich bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Dauerhaft höhere Preise benötigen dauerhaft höhere Löhne. Gute Arbeitsbedingungen und gute Löhne sind auch für die Zukunft die Voraussetzung dafür, dass die Stationierungsstreitkräfte weiterhin attraktive Arbeitgeber bleiben. Nur so kann es gelingen, qualifizierte Fachkräfte zu halten und zu gewinnen.

Wolfgang Dagner, Vorsitzender der Landesfachkommission Stationierungsstreitkräfte Bayern
Wolfgang Dagner. Foto: Kathrin Birner, ver.di Bezirk Oberpfalz

„Viele Beschäftigte wissen nicht, wie sie die aktuellen Kostensteigerungen stemmen können“, erläutert Gewerkschaftssekretärin Kathrin Birner. „Die Situation trifft diejenigen mit niedrigen Einkommen besonders hart. Die staatlichen Entlastungspakete federn nur ein Teil der Mehrbelastung ab. Daher erwarten wir von den Arbeitgebern hier ein entsprechendes Angebot“, so Birner weiter.

Ver.di

Ver.di organisiert mehrere tausend Zivilbeschäftigte bei den Stationierungsstreitkräften und der NATO. In der Oberpfalz gibt es die Standorte Vilseck, Grafenwöhr und Hohenfels mit mehr als 2.700 Beschäftigten.

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