Der letzte Weg des großen Reformators

Die Wanderausstellung „Auf den Spuren von Jan Hus“ macht in Kohlberg Station

Kohlberg. Das wusste auch der Bürgermeister nicht: Jan Hus, der große Reformator, in seinem Heimatland als Volksheld verehrt, soll 1414 - ein Jahr vor seinem Tod auf dem Scheiterhaufen in Konstanz - durch Kohlberg gekommen sein. Im Grunde wenig verwunderlich, denn die Gemeinde liegt mitten auf der Goldenen Straße zwischen Prag und Nürnberg.

Ausstellungseröffnung in der Schule: Projektleiter Charles Herold, Museumspädagogin Zuzana Verešová, Pfarrer Márcio Trentini und Bürgermeister Gerhard List (von links). Foto: Gabi Eichl

Die mit EU-Mitteln geförderte Wanderausstellung mit dem Titel „Auf den Spuren von Jan Hus“ macht derzeit in Kohlberg Station und soll Lust machen, selbst eine Wanderung zu unternehmen durch das bayerisch-böhmische Grenzland auf dem Hus-Weg und der Goldenen
Straße. Der Geschichtspark Bärnau-Tachov hat die Ausstellung als Teil des Projekts „Der Weg des Jan Hus in der Region Pilsen und der Oberpfalz“ in Zusammenarbeit mit der Regionalentwicklungsagentur des Bezirks Pilsen entwickelt.

Sie dokumentiert einerseits den letzten Weg Hus´ vor dessen Tod und zeigt gleichzeitig in Bildern des Fotografen Markus Büttner auf deutscher Seite die Schönheit der Landschaft zu beiden Seiten der Goldenen Straße.

Fernwanderung bis Konstanz

Bei der Ausstellungseröffnung wies Projektleiter Charles Herold vom Geschichtspark Bärnau-Tachov darauf hin, dass der Fernwanderweg bis Konstanz zunehmend stärker frequentiert werde. Das Konzept der Meilensteine, die den Verlauf der Goldenen Straße markieren, solle weiter ausgebaut werden. Kohlberg selbst wird ebenfalls einen Meilenstein bekommen.

Die Ausstellung, die aus 16 deutsch-tschechisch beschrifteten Leinwänden besteht, ist bis zum 30. März in der Aula der Schule zu sehen; sie ist geöffnet jeweils am Samstag und Sonntag von 13 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Die nachfolgenden Stationen sind Vilseck, Regensburg und Konstanz.

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