Die Zukunft des Ortsverbands ist mehr als ungewiss

Floß. Nasch dem überraschenden Tod des ersten Vorsitzenden Josef Beer steht der Flosser Ortsverband des Sozialverbands Deutschland vor einer ungewissen Zukunft.

Ein Bild aus besseren Zeiten: Zum 99-jährigen Bestehen des Ortsverbands war 2019 der Präsident des Sozialverbands, Alfons Bauer (links) nach Floß gekommen. Nach dem Tod des Ortsvorsitzenden Josef Beer (Zweiter von links) ist die Zukunft mehr als ungewiss. Im Bild die frühere Landeschefin Barbara Hölzel und Bürgermeister a.D. Fred Lehner (rechts). Foto: Fred Lehner

Was nach dem Zweiten Weltkrieg an sozialen Verbänden im Markt aufgebaut wurde, geht nach mehr als 77 Jahren langsam aber sicher verloren. Nach dem überraschenden Tod des bisherigen 1. Vorsitzenden Josef Beer im Mai dieses Jahres, ist die Zukunft des Flosser Ortsverbands des Sozialverbands Deutschland mehr als ungewiss.

Besuch des Präsidenten

Noch blickt man in den Reihen der Mitglieder des Ortsverbands auf die Mitgliederversammlung des Landesverbandes Bayern am 27. April 2019 aus Anlass des 99-jährigen Bestehens des Flosser Ortsverbandes. Präsident Alfons Bauer hat es sich nicht nehmen lassen und die Zeit genommen, nach Floß zu kommen, um zu gratulieren. Bürgermeister a. D. Fred Lehner hatte in seinem Festvortrag die 99-jährige Geschichte des Ortsverbandes aufgeblättert und von einer großen sozialen Tat gesprochen.

Flosser Ortsverband zählt 15 Mitglieder

Zuversicht wurde ausgestrahlt über das weitere aktive Wirken in der „Hilfe des Nächsten“. Immer noch sah der Ortsverband seine Aufgabe darin, rechtlichen Bestand im Gewirr der Flut neuer sozialer Gesetze zu leisten. Von den heute über 30 Mitgliedern halten heute noch 15 Flosser Bürgerinnen und Bürger dem Sozialverband die Treue.

Zukunft absolut ungewiss

Doch wie soll es weitergehen? Die Vorstandsmitglieder warten auf eine Reaktion des Landes- und Bundesverbands. Beide Verbände wissen um die derzeitige Situation des Flosser Ortsverbands. Ob es eine Fortsetzung des Sozialverbandes im Markt geben wird? Darüber haben die Vorstandsmitglieder berechtigte Zweifel, zumal von den Mitgliedern keine Bereitschaft mehr besteht, sich der Verantwortung, gleich in welcher Position, zu stellen. Selbst ein Anschluss an noch bestehende Ortsverbände in der Oberpfalz, ähnlich wie dies beim VdK-Ortsverband, der an den Ortsverband Neustadt/WN angeschlossen wurde, kann so gut wie ausgeschlossen werden.

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