Es brummt am heiligen Berg der Oberpfalz

Fahrenberg. Seit der Jahrtausendwende lädt der Motorradclub zum großen Motorradgottesdienst auf dem Fahrenberg.

Nach der Messe am Freialtar versprühte der Tiefenbacher Seelsorger beim Segnen der Motorräder Weihwasser. Foto: Franz Völkl

Die Moonrider vergessen ihre alten Motorradkumpels Marco Bergmann aus Waldthurn und Rainer Stahl aus Albersrieth nicht, die an einer heimtückischen Krankheit verstorben sind. Bei der Anreise zum Heiligen Berg der Oberpfalz brummte es gewaltig, die annähernd 300 Motorradfahrer kamen bis aus Bayreuth, Regensburg, Amberg oder einfach aus der näheren Region.

Biker mit dem Herz am rechte Fleck

Motorradclubchef Marcus „Luky“ Lukas begrüßte die Biker. Eine besondere Rolle kommt dabei in jedem Jahr dem Tiefenbacher Pfarrer Albert Hölzl zu. „Motorradfahrer ticken anders als die meisten Menschen. Das ist jetzt nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil – Motorradfahrer haben spätestens dann, wenn sie auf ihre Maschine steigen, Eigenschaften oder sagen wir besser Verhaltensweisen, die sie grundlegend von anderen Menschen unterscheiden“, so Hölzl.

Das Gefühl von Freiheit spüren

Für sie sei Gegenwind nichts Negatives. Denn wenn ihnen Gegenwind ins Gesicht bläst, vermittelt dies gerade Gefühl von Freiheit, das Gefühl den Anforderungen gewachsen zu sein und dennoch den Lenker fest im Griff zu haben. Im Leben wünsche man sich eine gewisse Geradlinigkeit – damit keiner die Lebenspläne durchkreuzt und wir lieben Sicherheit. Motorradfahrer ticken teilweise anders, lieben Kurven und sind gespannt, was hinter diesen Kurven kommt.

Motorradfahrer halten zusammen

Anonymität ist ein Thema in der heutigen Zeit, keiner interessiert sich für den anderen. Motorradfahrer sind ein Volk, das gerne gemeinsam was unternimmt, treten gerne im Rudel auf. Da lebt noch die Sehnsucht nach Zugehörigkeit, Gemeinschaft. Motorradfahrer ticken eben anders – und das sei gut so.

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