Fehlstart ins neue Jahr für die Weidener Wasserballer

Weiden. Das Spiel der Wasserballer des SV Weiden am Samstag wurde bereits im Vorfeld als schwierig eingestuft. Die Ausfälle, die gegen Ende der Woche zu verzeichnen waren, konnten nicht kompensiert werden.

Robert Reichert kann nach seiner Sperre wieder ins Wasser. Archivfoto: Dagmar Nachtigall

Wasserball: 2. Bundesliga Süd

WSV Vorwärts Ludwigshafen – SV Weiden 16:14 (6:4, 4:3, 3:5, 3:2)

Die traditionell heimstarken Pfälzer, die seit Jahren schon als Favoritenschreck der 2. Liga gelten, wurden auch dieses Mal ihrem Ruf gerecht, schlugen die Gäste aus der Oberpfalz am Ende mit 16:14 Toren und schoben sich an den Weidenern vorbei auf den dritten Tabellenplatz.

Fehlstart im Spiel

Den Ausgang des ersten Pflichtspiels des Jahres haben sich die Ryder-Schützlinge anders vorgestellt. Im ersten Angriff kassierten sie nach einem Strafwurf den Rückstand, Kapitän Robert Reichert glich jedoch postwendend in Überzahl aus und traf auch in der zweiten Überzahlsituation des Spiels zur Führung der Weidener. Wie sich später herausstellte, war es leider auch die letzte Führung des Bundesligaabsteigers. Danach lief es lange Zeit nicht mehr gut für das Team um den Kapitän und siebenfachen Torschützen Reichert. Nach 4:6 im ersten und 3:4 im zweiten Viertel wechselten die Teams mit einem 10:7-Halbzeitstand die Seiten.

Der Zwischenspurt reicht nicht aus

Die Hausherren erhöhten zu Beginn des drittens Viertels sogar auf 11:7, ehe ein Zwischenspurt der Max-Reger-Städter folgte. Die Gäste gewannen den Abschnitt drei mit 5:3 Toren und schafften den 13:12-Anschluss vor der letzten Pause. Nach dem zwischenzeitlichen 14:14 sechs Minuten vor Spielende gelang Weiden die Wende auf der Zielgeraden aber nicht mehr. Man verteidigte zwar noch zwei Unterzahlspiele, kassierte aber zwei Minuten vor Schluss das 15:14 und kam nicht mehr richtig zum Zug. Dagegen trafen die Pfälzer in der letzten Sekunde noch zum 16:14-Endstand.

Dritter Platz vorerst weg

Durch die zweite Saisonniederlage müssen die Oberpfälzer in der Tabelle Ludwigshafen vorbeiziehen lassen und rutschen auf Platz vier ab. Trainer Sean Ryder zur Niederlage: „Am Anfang schienen wir wie eingerostet nach der langen Spielpause, bewegten uns zu wenig und konnten auf dem kleinen Spielfeld unser Spiel nicht mehr richtig entfalten. Unsere Centerspieler sind auch nicht richtig in die Partie gekommen, nachdem wir die Raumdeckung des Gegners zu selten zu knacken konnten. Die Niederlage resultiert am Ende aus den deutlich zu vielen individuellen Fehlern und Ballverlusten, sowie der schwachen Chancenverwertung. Andrii Lobodynskyi hat sich ein Sonderlob für seine Leistung im Tor verdient und unser Jüngster Dustin Schmidt belohnte sich mit einem Tor trotz weniger Einsätze.”

Andererseits bemängelte Ryder die schwache Verteidigung in den ersten beiden Vierteln, fehlende Koordination in den Abwehrreihen und zu viele Ungenauigkeiten im Spielaufbau. Man müsse in den nächsten Wochen an diesen Defiziten arbeiten.

Am Sonntag Pokal in Plauen

Am Wochenende pausieren die Weidener in der Liga und reisen dafür am Sonntag in der zweiten Runde des Deutschen Pokals nach Plauen. Am 27. Januar empfangen die SV-ler in der Liga die Wasserfreunde Fulda.

SV Weiden:

Christopher Klein (1-16) und Andrii Lobodynskyi (17-32) im Tor,
Paul Winter, Denis Underberg (1 Tor), Dustin Schmidt (1), Thomas Kick (2), Denis Reichert (2), Jakob Ströll (10), Kyrylo Olkhovsky, Robert Reichert (7), Andreas Jahn, Maximilian Strauch und Alexander Leichter

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