Gymnasium Neustadt/WN feiert „Corona-Abitur“

Neustadt/WN. Das Gymnasium Neustadt/WN vergibt die Abiturzeugnisse und zeichnet die 11 Jahrgangsbesten aus.

Landrat Andreas Meier (links) und Schulleiter Oberstudiendirektor
Dr. Anton Hochberger zeichnen die elf besten Abiturienten aus. Foto: Walter Beyerlein
Landrat Andreas Meier (links) und Schulleiter Oberstudiendirektor Dr. Anton Hochberger zeichnen die elf besten Abiturienten aus. Foto: Walter Beyerlein
Oberstudiendirektor Dr. Anton Hochberger bei seiner Ansprache bei der
Abiturfeier. Klasslehrer Ulrich Trottmann (links) übergibt anschließend mit
dem Schulleiter die Abiturzeugnisse. Foto: Walter Beyerlein
Oberstudiendirektor Dr. Anton Hochberger bei seiner Ansprache bei der Abiturfeier. Klasslehrer Ulrich Trottmann (links) übergibt anschließend mit dem Schulleiter die Abiturzeugnisse. Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein
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Foto: Walter Beyerlein
Landrat Andreas Meier (links) und Schulleiter Oberstudiendirektor
Dr. Anton Hochberger zeichnen die elf besten Abiturienten aus. Foto: Walter Beyerlein
Oberstudiendirektor Dr. Anton Hochberger bei seiner Ansprache bei der
Abiturfeier. Klasslehrer Ulrich Trottmann (links) übergibt anschließend mit
dem Schulleiter die Abiturzeugnisse. Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein
Foto: Walter Beyerlein

Die 52 Schülerinnen und Schüler der diesjährigen Abiturklasse des Gymnasiums Neustadt/WN haben in ihrer Gesamtheit das heiß ersehnte Zeugnis in der Tasche. Elf Schülerinnen und Schüler bekamen für ihren Notendurchschnitt von 1,0 eine besondere Ehrung. Am Freitagvormittag war die neue Aula des Gymnasiums der festliche Hintergrund für die Überreichung der Zeugnisse und der Ehrenpreise.

Oberstudiendirektor Dr. Anton Hochberger sprach von einem „besonderen Abiturjahr“. Noch sprach der Schulleiter die Problematik Corona und den Krieg in der Ukraine nicht an, sondern bat die Gäste vielmehr das Augenmerk auf das Positive, wie das 50-jährige Schuljubiläum, dem Ende der Generalsanierung und vor allem auf die bevorstehende Übergabe der Abiturzeugnisse zu richten.

„Corona-Abitur“ als besondere Auszeichnung

Dr. Hochberger erinnerte in seiner Ansprache daran, dass die letzten beiden Schuljahre für die Abiturienten mit Unterricht außerhalb des Gymnasiums, per Video oder als Ersatzlösung in Präsenz in der Sporthalle nicht leicht waren. „Der persönliche Kontakt war immer wieder unterbrochen“. Der Begriff „Corona-Abitur“ sei deshalb als besondere Auszeichnung für ganz besondere Leistungen und äußerst komplizierten Rahmenbedingungen zu sehen, betonte der Schulleiter.

Während der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine sei es die wichtigste Aufgabe, die europäische Geisteshaltung, die Lebenseinstellung und die Werte standhaft zu behaupten. Das Abiturzeugnis nannte der Schulleiter den „Nachweis für ein hohes Ausbildungslevel und einen hohen Grad persönlicher Reife“. Damit verbunden sei der Weg offen für ein Studium, es ergebe sich aber auch die Aufgabe, Verantwortung für Mitmenschen zu übernehmen.

Eine Art „Lebenskompass“

Dr. Hochberger bat die Abiturienten mit ihrem künftigen Wirken dafür zu sorgen, dass die Welt „ein wenig besser wird, ökonomisch, politisch, kulturell und sozial“. Unabhängig davon müsse auch das Herz jedes einzelnen als eine Art „Lebenskompass“ dienen, um das Wesentliche vom Unwesentlichen zu trennen.

„Seither vieles verändert“

Landrat Andreas Meier verband seine Ansprache zu Beginn mit einer persönlichen Erinnerung. „Es ist jetzt 25 Jahre her, dass ich hier das Abitur gemacht und das Zeugnis erhalten habe“. Dann fügt der Landkreischef noch einen lustigen Bonmot an: „Es hat sich seither vieles verändert, die Stühle sind noch die gleichen“.

Er wolle sich damit aber als Sachaufwandträger nicht selbst kritisieren, das sei vielmehr ein Zeichen, dass damals gute Qualität gekauft worden sei. Das Abiturzeugnis bezeichnete Meier als „Eintrittskarte“ für die Öffnung des weiteren Lebens- und Berufsweges. Es sei momentan fraglich, ob noch Jedem alle Möglichkeiten offen stünden.

Gesellschaftliches Engagement gefragt

Es sei unbestritten, dass sich die Firmen nach hoch ausgebildeten Mitarbeitern die „Finger ablecken“. Die weltpolitische Situation könne aber auch bei der Abiturfeier nicht ausgeblendet werden, weil davon alle Menschen betroffen seien. Landrat Andreas Meier bat die Abiturienten, die jetzigen Veränderungen auch als Chance zu sehen und sich darauf einzustellen.

„Sie haben in diesem Gymnasium das Werkzeug mitbekommen, sich selbst zu organisieren, den Ernst der Lage zu erkennen und auch Verantwortung zu übernehmen. Lassen Sie sich davon nicht negativ beeinflussen“. Ausdrücklich bat der Landrat die Abiturienten, das gesellschaftliche Engagement nicht zu vergessen. Das sei jetzt in der Zeit nach Corona besonders wichtig. „Sich verköstigen zu lassen ist schön, es muss hinterher auch wieder aufgeräumt werden“.

Schule als Berufung

Daniela Pöllath, stellvertretende Vorsitzende des Elternbeirates, sprach für den verhinderten Vorsitzenden Armin Aichinger das Grußwort. Er stellte den Begriff „Schule“ an den Beginn seiner Ansprache. Schule sei für das Lehrerpersonal zunächst ein Arbeitsplatz, aber eigentlich sollte darin vor allem die Berufung zu sehen sein, den anvertrauten Kindern und Jugendlichen bestmögliche Lerninhalte und Kompetenzen beizubringen.

Darunter sei auch zu verstehen, Kinder unter Berücksichtigung deren Schwächen optimal zu fördern. Für die Schüler sei die Schule vor allem die Freude auf einen neuen Lebensabschnitt, der mit der Zeugnisüberreichung endet. Für die Eltern ist die Schule wiederum der Ort, wo alle daran arbeiten, dort auch Herz und Charakter zu bilden, wie es die Bayerische Verfassung in ihrem Artikel 131 vorschreibt. Jetzt ist zu hoffen, dass den Abiturienten „viele neue Türen offenstehen“, schrieb Aichinger in seinem verlesenen Grußwort.

Die Jahrgangsbesten

Klasslehrer Oberstudienrat Ulrich Trottmann überreichte gemeinsam mit Oberstudiendirektor Dr. Anton Hochberger in alphabetischer Reihenfolge die Zeugnisse an die Abiturenten.

Die besten Abiturienten des Gymnasiums mit den Abschlussnoten 1,0 – 1,5 waren (in alphabetischer Folge) Johannes Kunz (1,0), Maja Mattausch (1,0), Linda Märkl (1,0), Marlene Märkl (1,0), Stefanie Koch (1,0), Lea Völkl (1,1), Lia Löffler (1,1), Sabina Koch (1,2), Vinzenz Kahl (1,2), Maria Schieder (1,3), und Karin Raab (1,3).

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